52 Denkmuster, die dein Eventmanagement beeinflussen

Kennst du die zwei Systeme, die für unser Denken und damit unsere Denkmuster verantwortlich sind? Daniel Kahnemann stellt sie in seinem Buch “Schnelles Denken – langsames Denken*” sehr ausführlich vor.

Demnach unterscheiden wir zwei kognitive Systeme:

  • System 1 – es arbeitet automatisch, schnell, mühelos und meist emotional und impulsiv
  • System 2 – übernimmt die anstrengenden mentalen Arbeiten und ist fürs logische Denken verantwortlich
Rolf Dobelli | Die Kunst des klaren Denkens

Während wir also logisch und analytisch im System 2 vorgehen, sind wir dem reflexionsartigen Entscheidungen des System 1 weitgehend ausgeliefert. Das ist einerseits richtig gut. Denn wir treffen täglich 20.000 Entscheidungen. Müssten wir die alle erst logisch durchdenken, wäre unser Hirn ziemlich schnell überfordert. Auch in Notfallsituationen greift System 1 und rettet damit unser Leben. Doch manchmal schlägt uns System 1 auch ein Schnippchen. Und wir fallen auf einen der zahlreichen Denkmusterherein. Mehr als 200 davon gibt es! 52 davon stellt Robert Dobelli in seinem Bestseller “Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen‘” vor.

Ein paar Denkmuster und -fehler möchte ich dir in diesem Blogbeitrag auch vorstellen. Vor allem mit Blick auf dich, dein Eventmanagement und deine Teilnehmer.

Das Buch von Dobelli lege ich dir wärmstens ans Herz. Andere Denkmuster findest du zum Beispiel in den Beiträgen “Vermeide diese 6 Denkfehler wenn’s ums Geld geht” oder “So triffst du einfach klügere Entscheidungen”.

Denkmuster: Der Kontrasteffekt

Wir nehmen Dinge und Angebote je nach Kontrast zum Vergleichsobjekt wahr – und eben nicht unabhängig voneinander.

Und wie kannst du das für deine Angebote nutzen? Stelle 3 Angebote auf die Website. Eins davon ist nur dafür da, um Angebot 2 attraktiver erscheinen zu lassen. In diesem Beispiel soll die Masse das Ticket für 197 Euro kaufen. Da das schon recht teuer klingt, braucht der Veranstalter Kontrastangebote. Mit einem Ticketpreis von 997 Euro erscheinen dir 197 Euro doch geradezu als Schnäppchen, oder? 😉