Die 7 Learnings von MEET THE CHANGE

Kennst du die Meetings von Tanja Schramm und ihrem Team, z.B. MEET GERMANY goes virtual oder MEET THE CHANGE? Was vor Coronazeiten an vielen Standorten als Eventreihe für Networking, Wissensaustausch und zum Kennenlernen neuer Destinationen gedacht war, ist dank virtueller Umsetzungen für viel mehr Eventmanager zugänglich. Oder anders ausgedrückt: Für ein oder zwei Stunden Inspiration bin ich vorher nicht nach Berlin oder München gefahren. Virtuell schalte ich gern einmal rein. Falls du die beiden bisherigen Events verpasst hast, schau beim nächsten Mal unbedingt rein. Denn es gibt immer etwas Spannendes zum Mitnehmen – vor allem von Eventprofis für Eventprofis.

MEET THE CHANGE: dem Wandel begegnen
MEET THE CHANGE: dem Wandel begegnen

Die Learnings vom hybriden Event MEET THE CHANGE

Wandel ist ja irgendwie immer. Doch seit März ist der Wandel für die meisten von uns ganz schön heftig. Das merke ich selbst und ich erfahre es täglich aus Gesprächen, E-Mails und Social-Media-Postings mit und von anderen Eventmanagern. Das hybride Event MEET THE CHANGE hat sich daher vor wenigen Wochen mit genau diesem Thema beschäftigt: Wandel. Und der Frage, wie wir damit am besten umgehen können.

Falls du es verpasst hast, kommen hier die Learnings noch einmal zusammengefasst:

Learning 1:

# Es gilt nicht nur die bekannten analogen und digitalen Kanäle parallel zu bespielen, es geht um die Gestaltung eines völlig neuen Raums.

Dem kann ich nur zustimmen. Wer sein digitales oder hybrides Event einfach als 1:1 Kopie des analogen Events aufzieht, der ist zwar online, aber meist nicht spannend.

Ein Beispiel: Auf einer analogen Messe oder einem analogen Kongress kannst du sehr wohl die Aussteller rund um deine Tagungsräume platzieren. Allein durch den Durchgangsverkehr in den Gängen werden sich Teilnehmer und Aussteller begegnen und austauschen. Ein Logo-Wald auf einem Online-Event bewirkt erst einmal gar nichts. Nur weil deine Aussteller Logos hochladen können, heißt das noch lange nicht, dass sie auch Frequenz auf ihren virtuellen Ständen verzeichnen können.

Ein Blick in die Glaskugel: So könnten hybride Events in 5 Jahren aussehen.

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Learning 2:

# Wir sprechen über zwei Zeithorizonte: Erstens: Akut die Krise meistern und die Branche wieder ans Laufen bringen. Und zweitens: Ein Transformationsprozess, ausgelöst durch die Megatrends wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit etc., der durch Corona lediglich gepusht wurde, uns aber länger begleiten wird.

Genau. Digitalisierung ist schon lange im Gange. Wer bisher seine Hausaufgaben zum Beispiel im Bereich Online-Marketing gemacht hat, hat es auch viel einfacher seine digitalen Events zu bewerben. Einfach weil er oder sie u.a. einen eigenen, ausreichend großen Newsletterverteiler hat.

Learning 3:

# Lern- und Innovationsprozesse leben von der Interdisziplinarität der Gruppe.

Auch das ist gar nicht neu, aber nach wie vor sehr wichtig und wird immer wichtiger. Diverse Teams sind wesentlich erfolgreicher als homogene Gruppen. Beachte auch du das bei der Zusammenstellung deines Event-Teams – egal ob intern oder extern.

Learning 4:

# Neues Denken ist wichtiger als die Technologie im Hintergrund.

Das merke ich oft bei den Anfragen, die mich über meinen Blog erreichen. Oftmals dreht es sich um technologische Fragen. Also, welches Videokonferenz-Tool besser sei oder welche Event-Plattform mehr kann. Doch viel, viel wichtiger ist, dass du weißt, was du mit deinem Event erreichen willst. Dann fällt dir fast automatisch ein, wie du das mit einem x-beliebigen Tool erreichen kannst.

Beispiel: „Unsere Aussteller sollen Leads generieren. Dafür brauche ich umfangreiches Reporting im Backend, damit ich sehen kann, welcher Teilnehmer sich wie lange wo aufgehalten hat.“

Meine Antwort: Das kannst du auf vielen Wegen erreichen. Ein umfangreiches Reporting garantiert dir noch lange nicht, dass deine Aussteller Leads generieren. Denn wer sagt dir, dass die identifizierten E-Mail-Adressen im Nachgang wirklich bearbeitet werden? Vielleicht kannst du die Leads auch erreichen, indem du die Teilnehmer in 1:1 Videosessions mit deinen Anbietern bringst. Oder indem jeder Aussteller einen sehr spannenden Vortrag hält, bei dem es am Ende wirklich einen Call to Action gibt. Vielleicht sogar mit einem Messe-Rabatt? Du siehst: Nicht die Technik macht’s sondern das, was du daraus machst und wie du darüber denkst.

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Learning 5:

# Raus aus den Komfortzonen und den Filterblasen – Vielfalt im Denken bringt neue Erkenntnisse, neues Bewusstsein und hilft scheinbar unlösbare Herausforderungen zu meistern.

Oh ja, diese Komfortzonen. Auch ich halte mich da gern auf. Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass es sich lohnt, sie zu verlassen. Beispielsweise indem auch du virtuelle Events moderierst. Oder in dem du mal bewußt in anderen Branchen schaust, was die so machen. Warum schaust du als Veranstalter von Ausbildungsmessen nicht auch mal, was Medizinkongresse machen? Oder wie sich Tech-Konzerne oder Musikfestivals im Internet präsentieren? Ganz bestimmt findest du gerade in fremden Branchen und Themen spannende Anregungen.

#eventprofs aus aus den Komfortzonen und den Filterblasen – Vielfalt im Denken bringt neue Erkenntnisse, neues Bewusstsein und hilft scheinbar unlösbare Herausforderungen zu meistern. Mehr Learnings 👇 @meetgermany_ Klick um zu Tweeten

Learning 6:

# Selbst in der Krise können neue Geschäftsmodelle entstehen, wenn wir die Perspektive wechseln.

In der Tat. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie schnell der ein oder andere Anbieter sein Geschäftsmodell geändert hat. So wurde aus den Netzwerk-Abenden von ArtNight, bei denen die Teilnehmer unter Anleitung eines Künstlers lernen, wie man zeichnet, kurzerhand virtuelle Erlebnisse. Oder aus einem Messebau-Unternehmen und einer PR-Agentur wurde eine Plattform für virtuelle Events. Und eine Eventagentur schwenkt kurzerhand zum Versand von Präsentboxen für virtuelle Events um. Bestimmt kennst auch du kreative Beispiele.

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Learning 7:

# Lasst uns gemeinsam kreativ und mutig sein. In der Gemeinschaft liegt der Schatz.

Das spielt ein wenig auf das vorherige Learning an. Wer sich zusammenschließt, erreicht gemeinsam oft mehr als allein. Schau dir die Events von MEET GERMANY an. Oder auch das Event Manager Forum, bei dem sich mehrere Veranstalter zusammen geschlossen haben.

Resultate eines „ChangeUps“

Auf dem hybriden Event von MEET THE CHANGE gab es neben zahlreichen Podiumsdiskussionen auch kleinere ChangeUps“. Und das kam bei einer der Gruppen heraus:

Die Aufgabe und zugleich Herausforderung lautete:

Monetarisierung von Mut
Wie viel Mut kann sich jeder einzelne leisten und wie findet man die finanziellen Mittel, um seine mutigen Ideen tatsächlich umzusetzen?

Und das sind bzw. waren die Ansätze der Teilnehmer:

  • Cathedral Universe
    D.h. arbeite an Projekten in dem Wissen, dass dieses Projekt zu Lebzeiten nicht fertiggestellt wird. Du kannst allerdings trotzdem einen wichtigen Beitrag dazu liefern.
  • Kultur des Scheiterns etablieren
    Wir alle sollten Scheitern nicht als persönliche Niederlage verstehen, sondern Scheitern als wichtiges Produkt des Ausprobierens ansehen. Ohne Ausprobieren kein Verbesserungsprozess. Bereits Kinder sollten in dieser Haltung bestärkt werden. Scheitern und Fehlerkultur sollten wir auch als Haltung in Unternehmen etablieren.
  • Verstätigung
    Arbeite An Projekten und Herzensthemen und -ideen konsequent weiter und schiebe diese nicht auf die lange Bank.
  • Sharing Economy
    Frage und bitte in deinem Umfeld aktiv um Rat und Hilfe. Lasst uns gegenseitig offen und transparent helfen. Gemeinsam sind wir stärker als jeder einzelne. Erkenne an, das andere auch gut sind und wir gemeinsam besser werden können. Es ist genug vom Kuchen für alle da. Entwickle keine Einzelkämpfermentalität. Sharing is caring.
  • Haltung verändern
    Verändere deine individuellen Haltung gegenüber dem Business- Pflege eine authentische und offene Kommunikation. Stelle die Sinnfrage und handle entsprechend. Habe auch den Mut NEIN zu sagen und stehe dazu.

Fazit

Für Eventprofis gibt es zahlreiche spannende Events. Einige konzentrieren sich auf die technologische Seite des Wandels von physischen zu virtuellen Events und andere auf das Mindset dahinter. Die Reihen von MEET GERMANY und Tanja Schramm sind immer wieder spannend. Schau doch auch du beim nächsten Mal rein.

 

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