Digitale Geschäftsmodelle – wie sexy sind sie wirklich?

Digitalisierung, digitale Transformation und digitale Geschäftsmodelle sind die Buzzwörter der heutigen Zeit. “Alle” rufen danach. Doch wonach viele wirklich rufen sind in die digitale Welt übertragene Umsatzmodelle. Dabei gehören zu einem Unternehmen sowohl die Umsatz- als auch die Kostenseite. Und viele Prozesse dazwischen. Wie ist das in deinem Unternehmen? Schielt ihr nur auf die Umsätze und deren Digitalisierungspotenzial? Oder schaut ihr euch das gesamte Geschäftsmodell an? Ein Gedankenanstoß.

Digitale Geschäftsmodelle
Digitale Geschäftsmodelle

Der verlockende Umsatz

Die Umsatzseite scheint die verlockende Seite zu sein. Immerhin haben es uns die GAFA-Konzerne vorgemacht. Attraktiv ist, was die Kassen füllt.

Früher tauschten wir unsere Ressourcen 1:1. Heute muss es schon ein skalierendes Geschäftsmodell sein. Sonst wird’s uninteressant. Für Investoren, für die Presse und mittlerweile auch für Mitarbeiter. Wer arbeitet schon gern in einem Unternehmen, das von ein paar Prozent Marge lebt? Aufregender wird’s, wenn die Absatzzahlen und die Anzahl der Konsumenten durch die Decke gehen. Das vermarktet sich gut. Das klingt sexy und lockt Stakeholder scheinbar wie von alleine an.

Die trockenen Kosten

Wer sich für die Kostenseite interessiert, wird schnell als langweiliger Bleistiftzähler abgetan und schnell in die Ecke der Buchhalter und Controller gesteckt. Da ist durchaus auch viel Wahres dran. Und viel Gutes. Denn was jeder BWL-Student schon im ersten Semester lernt: Gewinn ist Umsatz minus Kosten.

Und genau danach streben Unternehmen – nach Gewinnmaximierung.

Gewinnmaximierung vs. Umsatzmaximierung

Oder doch nicht?

Wer heute die einschlägigen Pressemeldungen, Corporate Blogeinträge oder Bilanzen der Unternehmen liest, kann schnell feststellen: Die Umsätze überschlagen sich. Einer will größer sein als der andere. Auch in der MICE-Branche.

Doch woher kommt der beinah jährlich vermeldete Umsatzrekord? Zu einem beträchtlichen Teil aus Mergers & Akquisitions. Also aus Firmenübernahmen. Und natürlich können Unternehmen, die andere gekauft haben, so deutlich höhere Umsatzzahlen ausweisen. Das klappt jedes Jahr. Und da staunt sogar der ein oder andere Eventmanager, der über den klassischen Weg jedes Jahr versucht, seine Umsatzzahlen mit Hilfe von verkauften Tickets oder Quadratmetern zu steigern.

Digitales Marketing – der schöne Schein

Was für die Umsatzseite gilt, trifft auch fürs Marketing zu. Wer in diesem Bereich seine Produkte digitalisiert, hat ebenfalls ziemlich gute Chancen auf eine Resonanz im Markt.

Ob Event-App, digitale Werbeflächen und -medien – was den schönen Schein befeuert, kommt an. Immerhin sind solche Projekte vorzeigbar und werden gern präsentiert.

Oder was würdest du lieber auf eurem nächsten Event präsentieren? Die neue Event-App für die Teilnehmer, gefüllt mit Werbebotschaften der Sponsoren oder doch lieber das interne Prozesstool, mit dem du Kosten einsparen kannst? Wahrscheinlich sieht letzteres noch nicht einmal richtig chic aus.

Ganzheitlich Prozesse digitalisieren

Doch wer in der “digitalen Transformation” mithalten will, muss sich alle Aspekte seines Geschäftsmodells ansehen. Dazu gehören auch die Prozesse, die Kosten verursachen. Und genau hier liegt noch sehr viel Potenzial. Hier könnten dir Projektmanagement-Tools, Kollaborationstools und andere smarte Lösungen helfen. Diese reduzieren enorme Reibungsverluste durch ineffiziente Kommunikation und durch den nicht strukturierten Austausch von Daten. Kannst du diese dank digitaler Tools und Lösungen drastisch reduzieren, hast du plötzlich ganz neue freie Kapazitäten. Und deutlich zufriedenere Kunden sowie Mitarbeiter. Denn Digitalisierung heißt auch: Analoge Prozesse neu denken und radikal vereinfachen.

#eventprofs Wer in der “digitalen Transformation” mithalten will, muss sich alle Aspekte seines Geschäftsmodells ansehen. Dazu gehören auch die Prozesse, die Kosten verursachen. Und genau hier liegt noch sehr viel Potenzial. Klick um zu Tweeten
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