Digitale Tools für Eventplanung 2026: Die besten Helfer im Überblick

Digitale Tools  |  23/05/2026  | von Katrin Taepke

Hand aufs Herz: Wie viele Excel-Listen, Word-Briefings und E-Mail-Threads liegen gerade auf deinem Desktop? Wenn die Antwort „zu viele" ist, dann bist du hier richtig. Denn digitale Tools für die Eventplanung sind 2026 keine Spielerei mehr, sondern Pflichtprogramm. Verteilte Teams, kurzfristige Briefingänderungen und immer enger getaktete Deadlines lassen nichts anderes mehr zu.

Klar, du kannst weiterhin Check- und Projektlisten in Excel führen. Du kannst dir abends spontane Ideen auf einen Post-it kritzeln. Aber sobald mehr als zwei Menschen an deinem Event mitarbeiten, wird genau das zum Engpass. Was die richtigen Tools für dich, dein Team und dein Eventbusiness leisten:

  • Alle im Team arbeiten an der aktuellen Version einer Datei oder Aufgabe. Versionschaos adé.
  • Aufgaben und Notizen sind von überall einsehbar. Auch beim Aufbau in der Location, im ICE oder vom Sofa aus.
  • Schluss mit Mammut-Verteilern im CC. Und vergessene Anhänge gibt es auch nicht mehr.
  • Du siehst auf einen Blick, wer wo steht. Ohne nachfragen zu müssen.
  • Wechselt jemand im deinem Team oder beim Kunden, ist die neue Person automatisch im Bilde.
  • To-dos und Zeitleisten erscheinen in einem Design, das du gerne anschaust. Das Auge plant mit.

In diesem Beitrag stelle ich dir die wichtigsten digitalen Tools für die Eventplanung vor, mit denen ich, und viele Eventprofis in meinem Netzwerk, 2026 tatsächlich arbeiten. Sortiert nach Einsatzgebiet, mit klarer Empfehlung, was sich für welche Teamgröße lohnt.

Schreibtisch einer Eventplanerin mit Laptop, Smartphone, Notizbuch und Kaffeetasse – digitale Tools für die Eventplanung 2026 im Überblick

Dein digitaler Werkzeugkasten für die Eventplanung 2026. Vom Projektmanagement bis zur KI. 

Inhaltsverzeichnis

2. Projektmanagement & Aufgaben: Den Überblick im Event-Management behalten

Hier verbringst du als Eventplaner·in vermutlich die meiste Zeit deiner Woche. Aufgaben verteilen, Deadlines im Blick behalten, den Status quo dokumentieren. Vier Tools, die diese Arbeit verändern und jedes hat seinen eigenen Sweet Spot.

Tablet mit Kanban-Board und To-do-Listen auf einem Schreibtisch – Projektmanagement-Tools wie Asana, Trello und Notion für Eventplaner·innen

Asana, Trello, Notion oder Jira: Welches Projektmanagement-Tool zu deinen Events passt. 

2.1 Asana: das Powertool für komplexe Eventprojekte

Wenn ich nur ein einziges Tool für die Eventplanung behalten dürfte, wäre es Asana. Wirklich. My Favorite. Hier weiß jeder im Team, wer bis wann für was verantwortlich ist. Du legst Projekte als Listen, Boards, Kalender oder Zeitleisten an. Je nachdem, was dir lieber ist. Die visuelle Darstellung zeigt dir auf einen Blick den Status quo jeder Aufgabe.

Das könntest du natürlich auch in Excel lösen. Nur nicht annähernd so elegant. Und denk dran: Wir sind visuell geprägt und merken uns Bilder viel besser als Text. Willst du, dass dein Team und deine Kunden Botschaften und Status besser verstehen, nutze die Kraft der Bilder.

Wofür ich Asana besonders schätze:

  • Wiederkehrende Events kannst du als Templates anlegen. Wer schon mal eine Kongress-Checkliste mit 300 Punkten von Hand übertragen hat, weiß, was das wert ist.
  • Abhängigkeiten zwischen Aufgaben („Catering kann erst gebucht werden, wenn TN-Zahl steht") werden visualisiert. Und plötzlich sieht jeder, warum es klemmt.
  • Das Reporting zeigt dir, wo Aufgaben hängen, bevor es brennt.
  • Über die Custom Fields kannst du Locations, Budgets oder Status-Ampeln direkt in die Tasks integrieren.

Asana gibt es im Freemium-Modell mit einer kostenlosen Basisversion. Für Eventteams ab drei Personen lohnt sich der Sprung in den bezahlten Tarif. Schon allein wegen Zeitleisten, Dashboards und automatisierten Workflows.

Du willst Asana wirklich für deine Events nutzen, hast aber keine Lust, dich allein durch die Einarbeitung zu kämpfen? Dann schau dir meinen Asana-Support an.

2.2 Trello: Kanban für kleinere Teams und Sessionpläne

Trello ist die charmant-simple Schwester von Asana. Beide gehören zu Atlassian. Statt Listen und Zeitleisten arbeitest du hier mit Boards, Listen und Karten. Ein Blick aufs Board, und du weißt, wo dein Projekt steht.

Für komplexe Großevents ist Trello zu schmal aufgestellt. Für ein Barcamp, einen Workshop oder ein kleines Firmenevent reicht es vollkommen aus. Besonders schön: Du kannst Trello-Boards öffentlich teilen. Und so z.B. für den Sessionplan eines BarCamps nutzen. Hast du eine webaffine Zielgruppe, sparst du dir den ein oder anderen Programm-Ausdruck.

Auch Trello gibt es im Freemium-Modell. Die Kostenlose Basisversion reicht für die meisten kleinen Events. Wer mehr Power braucht, ist bei Asana oder Notion besser aufgehoben.


2.3 Notion: Wissensdatenbank, Aufgaben und Doku in einem

Notion ist das Tool, über das in den letzten Jahren am meisten geredet wurde und das aus gutem Grund. Es vereint Wissensdatenbank, Aufgabenlisten, Datenbanken, Briefings und sogar einfache Websites in einer einzigen Oberfläche.

Für Eventteams ist das ein Game Changer, wenn ihr eure gesamte Eventdokumentation an einem Ort haben wollt: Briefings, Locationrecherchen, Speaker-Datenbank, Ablaufpläne, Lessons Learned aus dem letzten Event. Das alles ist verlinkt, alles ist durchsuchbar.

Aber Achtung: Notion ist mächtig. Wer ohne Konzept anfängt, baut sich schnell ein digitales Messi-Zimmer. Ich empfehle dir, erst ein paar Vorlagen aus der Notion-Community auszuprobieren, dann eigene Strukturen zu entwickeln.

Notion hat einen großzügigen kostenlosen Plan, der für Solo-Eventplaner·innen oft schon reicht. Für Teams wird es kostenpflichtig.


2.4 Jira: wenn dein Team agil arbeitet

Jira kommt aus der Software-Entwicklung und ist ursprünglich für agile Teams gedacht. Klingt erst mal nach „nichts für mich". Doch das kann für dich als Eventplaner·in interessant werden, wenn du eng mit IT-, Tech- oder Produkt-Teams zusammenarbeitest. Stichwort: hybride Events, Streamingproduktionen, App-Entwicklungen für deine Veranstaltung.

In Jira arbeitest du mit Scrum- und Kanban-Boards. Reports und Tortendiagramme sind direkt eingebaut. Die Roadmaps haben die klassischen Gantt-Diagramme abgelöst. Denn seien wir ehrlich: Wer hat schon eine Wand groß genug für einen ausgedruckten Gantt-Plan?

Mehr zum Thema agile Arbeit findest du in meinem Beitrag zum agilen Projektmanagement.

Mein Tipp für Schritt 1: Triff zuerst die Grundsatzentscheidung „Asana, Trello, Notion oder Jira" und dann zieh es konsequent in einem Tool durch. Drei verschiedene Projektmanagement-Tools nebeneinander zu betreiben, ist der schnellste Weg ins Chaos. Wenn dein Team verteilt arbeitet und schnell wächst: Asana. Wenn ihr klein und visuell tickt: Trello. Wenn du Doku und Aufgaben in einem willst: Notion. Wenn agil dein Daily Bread ist: Jira.


3. Kommunikation & Kollaboration: Schluss mit E-Mail-Chaos

E-Mails sind für vieles gut. Für die laufende Abstimmung im Eventteam sind sie das Schlechteste, was du dir antun kannst. Wer schon mal versucht hat, in einem 47-Nachrichten-Thread mit acht Personen im CC herauszufinden, ob das Catering jetzt vegetarisch oder vegan ist, weiß warum.

Laptop mit Team-Chat-Oberfläche, Smartphone und Notizblock auf Schreibtisch – Kommunikationstools wie Slack und Microsoft Teams für die Eventplanung

Schluss mit E-Mail-Chaos im Eventteam: So funktioniert moderne Teamkommunikation. 

3.1 Slack: der Klassiker für verteilte Eventteams

Slack ist das Kollaborationstool für Teams, die schnell, asynchron und über mehrere Projekte hinweg kommunizieren. Besonders hilfreich für Eventmanager·innen, die mit dezentralen Teams, Kunden und Dienstleistern parallel an mehreren Projekten arbeiten.

Die Channels in Slack kannst du nach deinem Bedarf strukturieren: nach Team, Veranstaltung, Kunde oder Thema. Mitglieder können Channels beitreten und verlassen, wie es gerade passt. Niemand erhält mehr Hunderte E-Mails in CC. Small Talk gehört in einen eigenen Channel, damit die Projekt-Channels übersichtlich bleiben.

Was Slack besonders stark macht:

  • Integrationen mit Asana, Trello, Google Drive, Zoom. Fast jedes andere Tool deines Stacks kannst du anbinden
  • Suchfunktion, die nach Monaten noch das eine Briefing findet, das du sonst nie wiedersehen würdest
  • Huddles für schnelle Audio-Calls ohne Meeting-Termin
  • Threads halten Diskussionen zusammen, statt sie quer durch den Channel zu zerfasern

Slack gibt es im Freemium-Modell. Die kostenlose Version ist allerdings stark eingeschränkt; z.B. nur 90 Tage Nachrichtenhistorie. Ab dem ersten richtigen Event-/Kundenprojekt lohnt sich der Pro-Tarif.


3.2 Microsoft Teams: wenn du oder dein Kunde aus der Konzernwelt komm(s)t

Wenn du B2B-Events für Konzernkunden planst oder selbst dort arbeitest, kommst du an Microsoft Teams nicht vorbei. Viele Großunternehmen haben Teams als Standard gesetzt. Externe Tools wie Slack sind dort oft gar nicht freigegeben.

Teams kann grundsätzlich alles, was Slack auch kann: Channels, Chats, Video-Calls, Dateifreigaben. Es ist tief in Microsoft 365 integriert, was die Arbeit mit Word, Excel und SharePoint nahtlos macht. Im Vergleich zu Slack wirkt Teams aber träger, die Bedienung ist weniger intuitiv, und die Integrationen mit Nicht-Microsoft-Tools sind schwächer.

Mein Praxistipp: Frag bei jedem neuen (Kunden-)Projekt früh nach dem bevorzugten Kommunikationskanal. Wenn dein Kunde Teams nutzt, lohnt es sich, dort ein Gast-Konto zu bekommen, statt parallel Slack zu betreiben.


4. Dokumente & Dateien: Gemeinsam an Briefings, Listen und Event-Konzepten arbeiten

Die Zeiten, in denen du „Briefing_final_FINAL_v3_korrigiert.docx" per E-Mail verschickt hast, sollten 2026 endgültig vorbei sein. Cloud-basierte Dokumentensysteme sind heute auch im Event-Management Pflicht. Die Frage ist nur, welches.

Zwei Schreibtische an unterschiedlichen Orten zeigen dasselbe kollaborative Dokument auf Laptop und Tablet – Google Workspace und Microsoft 365 für die gemeinsame Arbeit an Event-Briefings

Ein Briefing, zwei Standorte, ein Team: So sieht moderne Dokumentenarbeit in der Eventplanung aus. 

4.1 Google Workspace: flexibel und kollaborativ

Mit Google Workspace erstellst du Texte, Tabellen und Präsentationen direkt im Browser. 15 GB kostenfreier Speicherplatz für deinen privaten Account, deutlich mehr in den Business-Tarifen.

Folgende Anwendungen gehören zum Paket:

  • Docs: Textverarbeitung (Word-Alternative)
  • Tabellen: Tabellenkalkulation (Excel-Alternative)
  • Präsentationen: PowerPoint-Alternative
  • Formulare: schnell für Event-Umfragen, TN-Abfragen, Feedback-Bögen
  • Drive: die Dateiablage selbst
  • Meet: Videokonferenzen

Der große Vorteil: Mehrere Personen arbeiten in Echtzeit am selben Dokument, du siehst die Cursor der anderen live. Für Briefings, die du gemeinsam mit deinem Team oder Kunden entwickelst, ist das Gold wert.

Achtung Datenschutz: Google Workspace ist US-amerikanisch. Du brauchst einen AVV mit Google, musst die Nutzung in deiner Datenschutzerklärung dokumentieren und solltest sensible Teilnehmenden-Daten nicht ungeschützt dort ablegen.


4.2 Microsoft 365: der Corporate-Standard

Wer im Konzern oder mit Konzernkunden arbeitet, kennt das: Word, Excel, PowerPoint sind dort gesetzt. Microsoft 365 bietet dieselben Funktionen wie Google Workspace, nur eben mit den Office-Programmen, die jeder kennt. Plus OneDrive als Cloud-Speicher und SharePoint für Team-Bibliotheken.

Für reine Solo-Eventplaner·innen ist Microsoft 365 oft zu schwergewichtig. Für Agenturen, die regelmäßig große Briefings, komplexe Excel-Kalkulationen und PowerPoint-Decks für Pitches produzieren, ist es Standard.


5. KI-Tools für Eventplanung: Dein neuer kreativer Sparringspartner

Hier hat sich in den letzten Jahren und Monaten am meisten getan. Generative KI ist 2026 in der Eventbranche angekommen und zwar nicht als Spielzeug, sondern als ernsthaftes Arbeitswerkzeug.

Eventplanerin am Laptop neben einem holografischen KI-Interface – KI-Tools wie ChatGPT, Claude und Perplexity unterstützen Eventprofis bei Konzeption und Recherche

ChatGPT, Claude und Perplexity: dein neuer kreativer Sparringspartner; aber die Entscheidungen triffst weiter du. 

5.1 ChatGPT, Claude, Gemini & Co.: Texte, Konzepte, Ideen und mehr

Die großen KI-Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude oder Gemini sind heute deine schnellsten Sparringspartner für alles, was Text betrifft:

  • Briefing-Entwürfe in fünf Minuten statt in zwei Stunden
  • Speaker-Recherche mit Bullet-Point-Steckbriefen
  • Newsletter-Texte in verschiedenen Tonalitäten parallel
  • Social-Media-Posts für jede Plattform passend aufbereitet
  • Eventkonzepte als erste Skizze, die du dann verfeinerst
  • Brainstorming für Mottos, Locations, Programmpunkte

Mein persönlicher Tipp aus dem Alltag: Nutze nicht nur ein Tool. ChatGPT ist stark bei kreativen, kurzen Texten. Claude liefert oft strukturierte längere Dokumente und kann Dateien direkt als Word oder PDF erzeugen. Gemini punktet mit aktuellem Recherchewissen aus dem Google-Ökosystem.

Wie du das Beste aus diesen Tools herausholst, zeige ich dir in meinem Beitrag 25 ChatGPT-Prompts für Events, die wirklich funktionieren.

PS: Die Prompts funktionieren auch für die anderen LLM, also Claude oder Gemini und Co.


5.2 Perplexity: Recherche mit Quellenangabe

Perplexity ist die KI, mit der du super gut recherchieren kannst. Sie kombiniert Sprachmodell mit Echtzeit-Websuche und sie nennt dir die Quellen. Das ist der entscheidende Unterschied zu ChatGPT. Für Marktrecherchen, Speaker-Hintergründe oder „Was ist eigentlich der aktuelle Stand bei XY?" ist das unschlagbar.

Praxishinweis: Nicht immer findet Perplexity wirklich die aktuellsten Informationen. 🫣

Kostenlfrei in der Basisversion, mit Pro-Tarif für tiefere Recherchen und stärkere Modelle.

Mein Hinweis zum Datenschutz: Gib in keiner dieser KIs personenbezogene Teilnehmenden-Daten, vertrauliche Angebote oder interne Finanzen ein. Auf keinen Fall in die kostenfreien Versionen. Für sensible Inhalte gibt es oft Business-Tarife mit Datenschutzgarantien.


6. Visualisierung & Kreativarbeit: Vom Konzept zum Pitch

Eventplanung ist ein visuelles Geschäft. Wer ein Konzept nur in Bullet Points beschreibt, verliert die halbe Wirkung. Diese Tools helfen dir, Ideen sichtbar zu machen.

Drei Eventprofis vor einer Glaswand mit bunten Sticky Notes und Skizzen einer Customer Journey – Visualisierung von Eventkonzepten mit Miro, Mural und Canva

Vom Brainstorming an der Glaswand zum digitalen Whiteboard: Miro, Mural und Canva machen Ideen sichtbar. 

6.1 Miro & Mural: kollaborative Whiteboards

Miro und Mural sind digitale Whiteboards, auf denen mehrere Personen gleichzeitig arbeiten können. Für dich als Eventplaner·in unschlagbar bei:

  • Konzept-Workshops mit dem Kunden; auch remote
  • Customer Journey Mapping für die Teilnehmenden-Erfahrung
  • Bestuhlungsplänen und Locations-Skizzen
  • Brainstorming mit Sticky Notes, die niemals vom Tisch fallen
  • Retrospektiven nach dem Event

Beide Tools sind sich sehr ähnlich. Miro hat aktuell die größere Community und mehr Templates, Mural ist stärker in Enterprise-Umgebungen verankert. Es gibt eine kostenfreie Einstiegsversion, die für die gelegentliche Nutzung reicht.


6.2 Canva: Eventgrafiken und Social Posts in Minuten

Canva ist das Tool, das ich täglich nutze. Vom Save-the-Date über Instagram-Posts bis zum Türschild im Tagungshotel. Alles in einer Oberfläche, alles im selben Design.

Was Canva für Eventplaner·innen besonders wertvoll macht:

  • Markenkit mit deinen Farben, Schriften und Logos für jeden Kunden
  • Bulk Create für Namensschilder, Türschilder, Speaker-Cards in Sekunden (mehr dazu in meinem Beitrag zu Bulk Create)
  • KI-Funktionen für Bildgenerierung, Text und Hintergrundentfernung
  • Präsentationen, die auch im Pitch funktionieren

Die kostenfreie Version reicht für viele Anwendungen. Canva Pro lohnt sich, sobald du mit Markenkit, Hintergrundentfernung oder Bulk-Funktionen arbeitest.


7. Automatisierung: Wiederholbare Aufgaben outsourcen

Wenn du dich beim dritten Event in Folge bei derselben manuellen Aufgabe ertappst, ist es Zeit für Automatisierung. Du musst dafür kein Tech-Profi sein. Die Tools sind heute so visuell aufgebaut, dass du jeden Workflow nach ein, zwei Stunden Einarbeitung erstellen kannst.

Eventplanerin am Schreibtisch beobachtet einen automatisierten Workflow auf großem Bildschirm – Automatisierung mit Make, Zapier und n8n verschafft Eventplaner:innen Zeit

Dein Workflow nimmt dir Arbeit ab. Mit Make, Zapier oder n8n aus Berlin. 

7.1 Make: komplexe Workflows verknüpfen

Make (früher Integromat) verbindet Apps und automatisiert Abläufe zwischen ihnen. Beispiele aus dem Eventalltag:

  • Neue Anmeldung im Eventbrite → automatisch ins Google Sheet und in KlickTipp für den Newsletter
  • Neue Aufgabe in Asana → automatisch eine Nachricht in Slack
  • Foto im Canva veröffentlicht → automatisch in Instagram geplant

Make ist visuell aufgebaut. Du klickst deinen Workflow zusammen, statt zu programmieren. Es gibt eine großzügige kostenfreie Einstiegsversion, dann gestaffelte Tarife nach Operationen pro Monat.


7.2 Zapier: schnelle Standard-Automatisierungen

Zapier ist der amerikanische Konkurrent zu Make. Einfacher zu bedienen für simple Workflows („Wenn das passiert, dann mach das"), dafür weniger flexibel für komplexe Abläufe. Wenn du Standard-Automatisierungen brauchst und schnell starten willst: Zapier. Wenn du anspruchsvollere Verknüpfungen mit Schleifen, Filtern und Datentransformationen baust: Make.


7.3 n8n: Open Source, KI-stark und made in Germany

n8n ist 2026 das Automatisierungstool, das in der Tech-affinen Community gerade alle Aufmerksamkeit bekommt. Und ein dickes Pluspunkt für deutsche Eventplaner:innen: Das Unternehmen sitzt in Berlin. Die n8n GmbH wurde 2019 von Jan Oberhauser gegründet und ist seit 2025 mit einer Bewertung von 2,5 Milliarden Dollar einer der erfolgreichsten deutschen Tech-Player im KI-Umfeld.

Was n8n besonders macht: Es ist Open Source, kann komplett selbst gehostet werden, was es DSGVO-technisch sehr entspannt macht. Außerdem glänzt es vor allem dort, wo Make und Zapier an Grenzen kommen: bei KI-Workflows. Mit n8n baust du Automatisierungen, die ChatGPT, Claude oder andere KI-Modelle direkt einbinden. Praktische Beispiele aus der Eventwelt:

  • Eingehende Speaker-Anfragen werden per KI vorklassifiziert und ins richtige Asana-Projekt einsortiert
  • Feedback aus dem Eventabschluss-Survey wird automatisch zusammengefasst und als Slack-Bericht zugestellt
  • Social-Media-Erwähnungen deines Events werden gesammelt, analysiert und in einem Wochenreport aufbereitet

Die drei großen Vorteile gegenüber Make und Zapier:

  1. Datenschutz: Bei der Self-Hosted-Variante verlassen deine Daten nie deine eigene Infrastruktur. Gold wert für Teilnehmenden-Daten, Speaker-Verträge oder Sponsoring-Angebote.
  2. Deutscher Anbieter: AVV nach deutschem Recht, Support auf Augenhöhe, keine US-Cloud-Act-Themen.
  3. KI-Integration ab Werk: ChatGPT, Claude und andere Modelle sind als native Knotenpunkte verfügbar. Kein Workaround nötig.

Für wen lohnt sich n8n? Wenn du oder jemand in deinem Team technikaffin ist, ist die Self-Hosted-Variante unschlagbar. Wer es einfacher will, nutzt die Cloud-Variante. Die ist meist günstiger als Make oder Zapier bei vergleichbarem Leistungsumfang.

Mein Tipp: Starte mit Make oder Zapier, wenn du gerade erst in Automatisierung einsteigst. Wechsle zu n8n, sobald du KI-Workflows ernsthaft nutzen willst, Datenschutz ein Thema ist oder du einfach lieber europäische Tools unterstützt.


8. Webanalyse: Wer kommt eigentlich auf deine Eventseite?

Eine Eventwebsite ohne Analyse ist wie ein Event ohne Feedback-Bogen. Du weißt am Ende nicht, was funktioniert hat und was nicht. Diese Tools verraten dir, woher deine Besucher:innen kommen, was sie auf der Seite tun und wo sie abspringen.

Eventplanerin analysiert ein interaktives Dashboard mit Weltkarte, Trendkurve und Traffic-Quellen – Webanalyse für Eventwebsites mit Google Analytics, Matomo und Plausible

Wer kommt auf deine Eventseite, woher und warum bleiben sie? Die Antworten liefern dir GA4, Matomo oder Plausible.

8.1 Google Analytics 4: Pflichttool mit DSGVO-Hürden

Google Analytics ist nach wie vor das Analysetool für Websites. Du erfährst, wer deine Eventseite besucht, woher die Menschen kommen, welche Unterseiten besonders gut performen und wie lange jemand bleibt. Du verstehst, welche Marketingaktionen Teilnehmende zu deinem Event geführt haben.

Wichtig: Universal Analytics ist seit Juli 2023 abgeschaltet. Heute heißt das Tool Google Analytics 4 (GA4) und arbeitet komplett anders als die Vorgängerversion: ereignisbasiert statt seitenbasiert. Wer noch alte Anleitungen googelt, findet veralteten Stoff.

DSGVO-Hinweis: Bei der Nutzung von GA4 musst du in deiner Datenschutzerklärung darauf hinweisen, einen AVV mit Google abschließen und ein Consent-Banner einrichten, das die Einwilligung deiner Besucher·innen einholt, bevor das Tracking startet.


8.2 Matomo & Plausible: die datenschutzfreundlichen Alternativen

Wenn dir GA4 datenschutzrechtlich zu heikel ist, lohnt der Blick auf europäische Alternativen. Beide kommen mit deutlich weniger DSGVO-Aufwand aus. Matomo kannst du sogar komplett auf deinem eigenen Server hosten:

  • Matomo: Open-Source, kann selbst gehostet werden, sehr umfangreich, Lernkurve ähnlich GA4
  • Plausible: schlank, schnell, ohne Cookies, daher meist ohne Consent-Banner nutzbar

Für kleinere Eventwebsites mit überschaubarem Reporting-Bedarf ist Plausible mein Favorit. Für tiefere Analysen oder Enterprise-Anforderungen Matomo.


9. Spezialisierte Event-Management-Software: die ergänzende Profi-Liga

Bis hierhin haben wir die Allrounder behandelt. Tools, die du für jedes Projekt brauchst, egal ob du gerade einen Kongress, ein Mitarbeiterevent oder eine Roadshow planst. Was hier bewusst fehlt: dedizierte Event-Management-Software. Also Systeme, die genau auf Teilnehmermanagement, Ticketing, Check-in, Eventwebsites, Speaker-Management und Reporting spezialisiert sind.

Warum nicht hier mit reingequetscht? Weil das Thema einen eigenen Platz verdient. Genau dafür baue ich gerade eine umfassende Übersicht zur Event-Management-Software auf MICEstens digital auf. Mit klaren Filtern nach Eventgröße, Funktionsumfang, Datenschutz und Preisspanne. Die Übersicht ersetzt sowohl meinen bisherigen Vergleichsbeitrag als auch das bisherige E-Book und bündelt alles, was du für deine Tool-Auswahl brauchst, an einer Stelle.

Die Event-Management-Software-Übersicht findest du hier: Event-Management-Software im Überblick

Hinweis: Die Übersicht zieht in den kommenden Wochen auf die Hauptdomain um. Bookmark sie dir trotzdem schon jetzt. Der Inhalt wird mitgenommen.

Welche dieser Spezialtools für dich das richtige ist, hängt von Eventgröße, Zielgruppe und deinem Budget ab. Eine Faustregel: Je größer dein Event und je höher der Reporting-Bedarf, desto eher lohnt sich eine dedizierte Event-Management-Software zusätzlich zu deinem Allrounder-Stack aus diesem Beitrag.

Eventplanerin am Check-in-Counter mit Tablet und Namensschild-Drucker, im Hintergrund einströmende Teilnehmende – spezialisierte Event-Management-Software für Teilnehmermanagement, Check-in und Ticketing

Wo Allrounder-Tools aufhören, fängt die Profi-Liga an: spezialisierte Event-Management-Software für Teilnehmenden-Management, Check-in und Ticketing.

Fazit: Dein Tool-Stack ist individuell

Wenn du bis hierhin gelesen hast, schwirrt dir wahrscheinlich der Kopf. Slack oder Teams? Asana oder Notion? Make, Zapier oder n8n? Die ehrliche Antwort: Es gibt nicht das eine richtige Setup. Es gibt nur das, das zu dir, deinem Team und deinen Events passt.

Was ich dir mit auf den Weg geben kann:

1. Starte klein, statt alles gleichzeitig einzuführen. Wer sich Slack, Asana, Notion, Make und Canva an einem Wochenende aufsetzt, nutzt am Ende keines davon richtig. Such dir das Tool aus, das deinen größten aktuellen Schmerzpunkt löst, und arbeite dich damit ein. Erst danach kommt das nächste.

2. Konsequenz schlägt Perfektion. Ein mittelmäßiges Tool, das alle im Team konsequent nutzen, ist tausendmal wertvoller als das perfekte Tool, das niemand öffnet. Lieber jetzt mit Trello starten und in einem Jahr zu Asana wechseln, als zwölf Monate über die Entscheidung zu grübeln.

3. Denk an deine Kund·innen und Dienstleister. Du planst deine Events selten allein. Achte darauf, dass die Tools deiner Wahl auch für die Menschen funktionieren, mit denen du zusammenarbeitest. Ein·e Konzernkund·in will keinen Slack-Account anlegen. Ein·e Solo-Speaker·in wird sich nicht durch deine Jira-Boards kämpfen.

4. Datenschutz ist kein Add-on. Wer 2026 noch denkt „DSGVO machen wir später", riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch Vertrauen. Wo immer es geht: AVV abschließen, Datenschutzerklärung aktualisieren und bei sensiblen Daten auf europäische Alternativen schauen.

5. KI gehört in deinen Werkzeugkasten. 2026 ist nicht mehr die Frage „ob", sondern „wie". Wer jetzt nicht anfängt, mit ChatGPT, Claude und Co. zu arbeiten, wird in zwei Jahren von Kolleg·innen überholt, die heute schon experimentieren.

Digitale Tools für die Eventplanung sind kein Selbstzweck. Sie sind Mittel zum Zweck. D.h. sie schaffen dir mehr Zeit für das, was deine Events wirklich gut macht. Den Moment, in dem ein·e Teilnehmer·in mit leuchtenden Augen aus deinem Workshop kommt. Die Speaker·innen, die nach dem Event sagen: „Das war die best organisierte Veranstaltung dieses Jahres." Die Kund·innen, der schon das nächste Projekt mit dir plant.

Dafür arbeitest du. Die Tools helfen dir nur, schneller dort hinzukommen.

Eventplanerin sitzt vor  dem Event auf der leeren Bühne und schaut nachdenklich in den noch leeren Saal – das Ergebnis guter Eventplanung mit den richtigen digitalen Tools

Die Ruhe vor dem Sturm. Die Tools helfen dir, schneller und fokussierter dort hinzukommen.


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Häufige Fragen zu digitalen Tools für die Eventplanung

Welches digitale Tool ist für kleine Eventteams am besten?
Für Solo-Eventplaner·innen und Teams bis drei Personen reicht in den meisten Fällen eine Kombination aus Trello oder Notion (Projektmanagement), Slack (Kommunikation) und Google Workspace oder Microsoft 365 (Dokumente). Alle drei Bausteine gibt es in kostenfreien Einstiegsvarianten, sodass du mit unter 20 Euro im Monat startest. Sobald dein Team wächst oder ihr mehrere parallele Events stemmt, lohnt sich der Wechsel zu Asana und ein bezahlter Slack-Plan.
Was kostet ein vernünftiges Tool-Setup für Eventplanung?
Das hängt stark von deiner Teamgröße und der Anzahl paralleler Projekte ab. Eine grobe Orientierung: Solo oder Freelance 0 bis 30 Euro pro Monat (oft reichen Free-Tarife plus ein bis zwei bezahlte Tools), kleine Agentur mit drei bis fünf Personen 80 bis 200 Euro pro Monat, wachsendes Eventteam mit sechs bis 15 Personen 300 bis 800 Euro pro Monat, größere Agenturen mit Spezialtools ab 1.000 Euro pro Monat aufwärts. Wichtiger als der absolute Betrag: Rechne den Zeitgewinn pro Mitarbeitendem dagegen. Wenn ein gutes Projektmanagement-Tool jedem im Team zwei Stunden pro Woche spart, hat es sich nach einer Woche bezahlt gemacht.
Brauche ich 2026 wirklich KI-Tools für meine Eventplanung?
Brauchen ist das falsche Wort. Aber: Du wirst mittelfristig kaum konkurrenzfähig bleiben, wenn du sie ignorierst. KI-Tools wie ChatGPT, Claude oder Perplexity beschleunigen Tätigkeiten, die früher Stunden gefressen haben: Speaker-Recherche, Briefing-Texte, Social-Media-Posts, Location-Vergleiche, Newsletter-Entwürfe. Wichtig ist: KI ersetzt nicht deine Erfahrung als Eventprofi. Sie ist ein extrem schneller Praktikant, dem du klare Anweisungen geben musst. Wie das geht, zeige ich dir Schritt für Schritt in meinem Beitrag 25 ChatGPT-Prompts für Events, die wirklich funktionieren.
Was ist aus Wunderlist geworden?
Wunderlist wurde 2015 von Microsoft übernommen und am 6. Mai 2020 endgültig abgeschaltet. Microsoft hat die App durch das hauseigene Microsoft To Do ersetzt, das die wichtigsten Wunderlist-Funktionen übernommen hat. Wer 2026 noch nach Wunderlist googelt: Schluss mit Suchen, das Tool kommt nicht zurück. Alternativen sind neben Microsoft To Do auch Todoist, TickTick oder, für komplexere Bedürfnisse, direkt Asana oder Notion.
Welches Tool ersetzt Evernote für Eventplaner·innen?
Evernote ist 2022 vom italienischen Anbieter Bending Spoons übernommen worden. Seitdem wurde der kostenlose Tarif deutlich eingeschränkt und die Preise erhöht. Im Januar 2026 ist mit Version 11 immerhin ein größeres Update mit KI-Funktionen erschienen, trotzdem sind viele langjährige Nutzer·innen abgewandert. Wer eine Evernote-Alternative sucht, wird je nach Schwerpunkt fündig bei Notion (Notizen mit Aufgaben, Datenbanken und Doku in einem), Microsoft OneNote (wer eh mit Microsoft 365 arbeitet), Obsidian (für tiefes Wissensmanagement mit Verknüpfungen) oder Apple Notes (im Apple-Universum, einfach und schnell).
Sind digitale Tools für die Eventplanung DSGVO-konform?
Das hängt stark vom Tool und vom Anbieter ab. Grundregel: Bei US-amerikanischen Anbietern wie Slack, Asana, Google Workspace oder Notion brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und musst die Datenverarbeitung sauber in deiner Datenschutzerklärung dokumentieren. Für besonders sensible Daten, etwa Gesundheitsdaten oder große Teilnehmenden-Verwaltungen, lohnt der Blick auf europäische Alternativen: Matomo statt Google Analytics, Stackfield oder factro statt Asana, deutsche Eventmanagement-Software wie pretix oder Compledo.
Lohnt sich ein kostenpflichtiger Tarif oder reicht die Gratis-Version?
Faustregel: Die Gratis-Version reicht, solange du allein arbeitest oder gelegentlich ein einzelnes Event planst. Sobald du im Team arbeitest, regelmäßig Events stemmst oder Funktionen wie Zeitleisten, Automatisierungen, mehr Speicherplatz oder Reporting brauchst, zahlst du im Bezahltarif und sparst Zeit, die ein Vielfaches der Lizenzkosten wert ist.


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