Erfahrungsberichte – virtuelle Messen und Events

Von anderen lernen finde ich besonders wertvoll. Deshalb sammle ich unter diesem Post für dich Erfahrungsberichte von Eventmanagern, die bereits virtuelle Tagungen, virtuelle Messen, virtuelle Events oder ähnliches durchgeführt haben.

Erfahrungsberichte virtuelle Messen, virtuelle Events, virtuelle Tagung
Erfahrungsberichte virtuelle Messen, virtuelle Events, virtuelle Tagung

Inhaltsverzeichnis

Erfahrungsbericht – virtuelle Tagung „Tag der Industriekommunikation“

Was hast du virtualisiert?

Michaela Pollok | BVIK | virtuelle Tagung
Michaela Pollok | BVIK | virtuelle Tagung

Im März standen wir vor der Entscheidung, was wir mit unserem Leuchtturm-Event, dem TAG DER INDUSTRIEKOMMUNIKATION, der für den 25. Juni im veranstaltungsforum fürstenfeld (Fürstenfeldbruck, bei München) schon vollkommen fertig durchgeplant war, anstellen. Von Anfang an kam keine Absage in Frage. In enger Abstimmung mit unseren Vorständen haben unsere Geschäftsführerin Ramona Kaden und ich viele Recherche-Gespräche geführt und uns dann zur Transformation in ein digitales Event-Universum entschieden.

Wie groß ist dieses Event bislang – als onsite Event – gewesen?

Der TAG DER INDUSTRIEKOMMUNIKATION gepaart mit dem Networking- und Abend-Event der NACHT DER INDUSTRIEKOMMUNIKATION findet nun bereits im 8. Jahr statt und stellt mit ca. 20 Sponsoren, gut 300 Teilnehmern und 10 Referenten die größte B2B-Marketing Konferenz der DACH-Region dar.

Mit welchem Tool oder Mix aus Tools hast du es umgesetzt?

Da uns die Entscheidungsprozesse der Landesregierung hinsichtlich der Umsetzung von Live-Events zu unsicher war, haben wir uns gänzlich vom Präsenz-Modul in Fürstenfeldbruck verabschiedet und uns dann für eine schlanke digitale Lösung mit zwei Partnern entschieden. Die wob AG aus Viernheim hat mit ihrer Expertise im Bereich digitales Projektmanagement in diesem Bereich unterstützt, flankiert von den Content-Experten von SportBrain aus Gersthofen. Wichtig war mir dabei, dass beide Agenturen den TIK (wie ich schon seit einigen Jahren den Marken-Namen für den TAG DER INDUSTRIEKOMMUNIKATION entwickelt habe) und auch die Wort- und Bildsprache des Bundesverband Industrie Kommunikation e.v. (bvik) kannten.

Zudem klickte es gleich von Beginn zwischen allen ca. 15 Team-Mitgliedern, so dass wir mit dieser kleinen Besetzung aus bvik (6 Personen) + wob + SportBrain es geschafft haben eine analoge Konferenz mit starkem Fokus auf Inhalt und Networking in eine digitale integrative und interaktive Spielwiese so zu verwandeln, dass die Teilnehmer auch weiterhin Teilhaber des Events waren und sind. Die Grundlage unserer Plattform, der TIK DIGITAL HOME ist expo-IP. Die visuelle Umsetzung der virtuellen Ausstellungsflächen und Bühnen sowie die Erstellung des Screenplays war bei der wob angesiedelt mit einer engen Schnittstelle zum Content, den SportBrain in einer Mischung aus green screen Studio und virtuellen Schalten erstellt hat. Eine große Herausforderung war auch die re:mote Situation, in der das gesamte Team arbeiten musste, was aber mit regelmäßigen Videokonferenzen und engen Abstimmungsschleifen, z.B. über Microsoft Teams, sehr gut geklappt hat.

War das Vortragsprogramm anders als bisher?

Wir haben uns bewusst dazu entschieden das Vortragsprogramm nicht linear ablaufen zu lassen, sondern auf parallel stattfindende Sessions der Themen-Bereiche IDENTITY – TECHNOLOGY – EMOTION zu setzen. Wir starteten und endeten gemeinsam auf der Main Stage, um das Gemeinschaftserlebnis der Teilnehmer trotz der digitalen Welt zu stärken. Insgesamt dauerte das Programm „nur“ 3 ½ Stunden statt wie sonst 9 Stunden. Die TIK DIGITAL HOME ist allerdings für alle Premium-Ticketinhaber noch bis 01. Juli 23:59 Uhr geöffnet, so dass es natürlich weiterhin möglich ist die Stände der Partner zu besuchen und sich alle Vorträge anzuhören.

Aus dem Konferenzprogramm haben wir auch zwei Module ausgegliedert und schließen mit diesen zwei Masterclasses TECHNOLOGY + EMOTION Mitte September dann unseren TIK DIGITAL 2020 ab. So wurde aus einem Ein-Tages-Event ein 3-monatiges Event-Universum, welches den B2B-Marketing-Experten fit für das B2B-Marketing der Zukunft macht und immer wieder Möglichkeiten des Austauschs generiert.

Wie lange vorher hast du mit der Planung begonnen? Wie groß war der Marketingvorlauf?

Meine Planung startete eigentlich schon im März 2019, da ich schon den TAG DER INDUSTRIEKOMMUNIKATION 2020 hybrid aufstellen wollte. Ich hatte mich dann aufgrund einer zu geringen Personaldecke unserer Geschäftsstelle dagegen entschieden, aber konnte nun das Wissen sehr gut ein Jahr später einsetzen. Die wahrliche Transformation in den TIK DIGITAL 2020 fand aber wirklich erst nach Ostern mit unserem sechsköpfigen Team der bvik-Geschäftsstelle statt. Dabei war mir auch wichtig, dass wir jetzt schon im gesamten Look & Feel des TIK DIGITAL 2020 den TIK 2021 im Kopf haben, so dass wir aufbauend auf dieses Jahr 2021 nahtlos anknüpfen können.

Wie war die Resonanz?

Die Resonanz war ganz überragend. Zum einen muss ich die Bereitschaft der Partner und auch Referenten hervorheben bei dieser digitalen Premiere dabei zu sein. Wir haben kaum Sponsoren verloren und konnten sogar noch Newcomer begrüßen. Der Kick-Off zum TIK DIGITAL 2020 am 25. Juni hatte von 9 bis 14 Uhr (ab 13 Uhr hatten wir eine interaktive Networking Plattform ins Leben gerufen) knapp 300 Besucher, die sich teils in einer Art public viewing zusammen die B2B-Marketing der Zukunft Konferenz angesehen haben oder zuhause ihre haptische Goodie-Bag, die TIK-Box ausgepackt haben und den Vorträgen gefolgt sind. Das Feedback unserer Teilnehmer war zu 99% positiv, so dass schon jetzt feststeht, dass der TIK 2021 eine Symbiose aus TAG DER INDUSTRIEKOMMUNIKATION (inkl. NACHT DER INDUSTRIEKOMMUNIKATION) plus TIK DIGITAL 2021 sein wird.

Wie hoch waren die Ticketpreise?

Für mich war es von Anfang an klar, dass wir unsere Ticketpreise (365 Euro für Mitglieder, 565 Euro für Nicht-Mitglieder) beibehalten wollen. Daher haben wir uns auch zur Kreation des Event-Universum entschlossen, um sowohl Partnern als auch Teilnehmern eine XXL Experience für das B2B-Marketing der Zukunft zu garantieren. Das Premium-Ticket beinhaltet alle Leistungen, angefangen von der haptischen und virtuellen TIK-Box, über die Kick-off Konferenz und die Webinare der Partner bis hin zu den Masterclasses von Hübner/Mehner und Julius van de Laar. Da wir uns aufgrund der großen Nachfrage entschlossen haben die Plattform TIK DIGITAL HOME noch bis inkl. 01. Juli 23:59 Uhr geöffnet zu lassen, gibt es derzeit auch die Möglichkeit ein Single-Ticket für 195 Euro zu erwerben. Zudem kann man die Masterclasses auch separat buchen.

virtuelle Tagung vom BVIK | ein Erfahrungsbericht
virtuelle Tagung vom BVIK | ein Erfahrungsbericht

Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?

Da ich kein Mensch bin, der in der Vergangenheit lebt, würde ich nichts anders machen. Alles, was passiert ist, hat entweder direkt zum Erfolg des TIK als digitales Benchmark beigetragen oder wird in der Zukunft des bvik eine Rolle spielen.

Michaela-Susan Pollok, Senior Managerin Events & Social Media (bvik)

Erfahrungsbericht – virtuelle Messe „ILA Goes Digital“

Was hast du virtualisiert?

Mirja Schüller | BDLI | ILA goes digital | virtuelle Messe Erfahrungsbericht
Mirja Schüller | BDLI | ILA goes digital | virtuelle Messe Erfahrungsbericht

Die „ILA Goes Digital, die erste digitale Luft- und Raumfahrtmesse weltweit“.

Wie groß ist dieses Event bislang gewesen?

Die ILA 2018 hatte 180.000 Fach- und Privatbesucher sowie 1.100 Aussteller aus 41 Ländern.

Mit welchem Tool oder Mix aus Tools hast du es umgesetzt?

Wir haben als Basis die bestehende ILA Website genutzt, die auf Drupal basiert. Wichtig war uns, den Rahmen nicht zu eng zu ziehen, sondern Raum für Kreativität und Individualität zu bieten. Die Aussteller hatten die Möglichkeit, eine breite Palette an tools und Datenformaten einzubringen.

War das Vortragsprogramm anders als bisher?

Die ILA war schon immer nicht nur eine Ausstellung, sondern sehr content-fokussiert. Die bei der digitalen ILA angebotenen Web-Seminare entsprechen in etwa den Konferenzen, die sonst real auf der ILA stattgefunden hätten. Hier geht es weniger um die Ansprache von Quantität, als vielmehr darum, dass es gelingt, die richtigen und vor allem auch internationale Teilnehmer zu gewinnen. Das Feedback unserer Partner zeigt uns, dass das gut zu gelingen scheint.

Wie lange vorher hast du mit der Planung begonnen? Wie groß war der Marketingvorlauf?

Das ganze Projekt wurde in nur fünf Wochen aufgesetzt, inklusive Finanzierung, Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen, Rahmengestaltung, Absprache mit den Partnern, Akquisition und Kommunikation. Es gab keine ausgeklügelte Strategie, keinen Masterplan. Es entstand eine unglaubliche Dynamik, die erforderlich war, um das angestrebte Startdatum, den 13. Mai zu realisieren. Das ist bzw. war der Tag, an dem Bundeskanzlerin Merkel die reale ILA eröffnet hätte. Mein Dank gilt hier allen Beteiligten, den ILA-Teams der Messe Berlin und des BDLI, der Agentur Goldland und natürlich unseren Ausstellern.

ILA goes digital | virtuelle Messe Erfahrungsbericht
ILA goes digital | virtuelle Messe Erfahrungsbericht

Wie war die Resonanz?

Zur Halbzeit von ILA Goes Digital präsentieren sich rund 100 Aussteller. Etwa 40 Veranstaltungen wie Web-Seminare, Pitches und Matchmaking Events zählen dazu bislang.

Wir verzeichnen seit dem Start mehr als 13.000 Nutzer, neben Deutschland, aus den USA, Frankreich. Großbritannien, Italien, etc. Wir bekommen sehr positives Feedback. Die digitale ILA bietet allen, die sich ihrer bedienen, ein Testfeld. So gewinnen wir Vorsprung, den wir bei zukünftig stärker hybrid ausgerichteten Messen und Veranstaltungen nutzen können.

Wie hoch waren die Ticketpreise?

Die digitale ILA ermöglicht noch bis zum 31. Juli den direkten, kostenfreien unkomplizierten Zugang in die faszinierende Welt der Luft- und Raumfahrt. Die Teilnahme ist für Aussteller der ILA und Mitglieder des BDLI kostenfrei. Es besteht die Möglichkeit, kostenpflichtige Upgrades dazu zu buchen.

Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?

Unser Ziel ist zunächst, das Projekt erfolgreich zu Ende zu bringen. Die Erfahrungen und der Erkenntnisgewinn, die wir sammeln, macht sich jetzt schon bei unserer Arbeit an anderen Projekten bezahlt. Die ILA, die wir von der ältesten Luftfahrtmesse zur führenden Innovationsmesse der Luft- und Raumfahrt entwickelt haben, wird in jedem Fall davon profitieren.

Mirja Schüller,
Leiterin Messen und Ausstellungen, Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI)

#eventprofs Mirja Schüller vom BDLI berichtet von ihren Learnings bei der 'ILA goes digital' - der ersten digitalen Luft- und Raumfahrtmesse weltweit. Klick um zu Tweeten

Erfahrungsbericht – die virtuelle Konferenz „Technik im Krankenhaus“

Beatrice Schmidt
Beatrice Schmidt | Head of Events bei Weka Industrie Medien

Was hast du virtualisiert?

Unsere erste virtuelle Veranstaltung war Mitte Mai die „Technik im Krankenhaus“ Konferenz. Eine virtuelle Tagung mit Fachausstellung und einem klaren B2B Fokus.

Wie groß ist dieses Event bislang gewesen?

Die letzten Jahre hatten wir ca. 200 bis 220 Besucher und rund 15 Aussteller und Sponsoren.

Mit welchem Tool oder Mix aus Tools hast du es umgesetzt?

Die virtuelle Tagung wurde von uns komplett mit meetyoo umgesetzt. Die Anmeldung und Registrierung der Teilnehmer erfolgte über unsere Website wie zuvor auch.

War das Vortragsprogramm anders als bisher?

Wir haben die ursprünglich mit 8 Stunden geplante Präsenzveranstaltung eingedampft auf 4,5 Stunden. Und einen Teil des Programms abgesagt, was sich aber im Nachhinein als Fehler herausgestellt hat. Die normalerweise parallel stattfindenden Breakout-Sessions hätten wir dringend benötigt, um den Besuchern mehr Content zu liefern. Das wurde rückblickend kritisiert und von mir persönlich auch als Makel empfunden während der Veranstaltung.

Erstaunlicherweise ist im rein digitalen Format, Content noch viel wichtiger als bei der Präsenzveranstaltung, Denn der Zuschauer besucht virtuell ein Event deutlich fokussierter. Das war unser großes Learning,

Wie lange vorher hast du mit der Planung begonnen? Wie groß war der Marketingvorlauf?

Wir hatten das Event ja bereits fix und fertig vorbereitet. Außerdem hatten wir schon circa 60% der Teilnehmertickets verkauft und das Sponsoring war auch schon abgeschlossen. Dann hat uns Covid-19 und der Shutdown 8 Wochen vor dem Event „erwischt“. Ich habe dann circa 10 Tage Recherchearbeit geleistet und mich dann schließlich für die Plattform meetyoo entschieden. Und meine Kolleginnen haben dann unsere virtuelle Tagung mit meetyoo umgesetzt.

Der größte Aufwand war nicht das Marketing zum Event, sondern die Überzeugung und Schulung der Aussteller und Sponsoren. Das ist eine besonders konservative Zielgruppe – Gebäudetechnik. Deren digitale Affinität ist nicht sehr ausgeprägt, daher war die Challenge doch recht beachtlich.

Alles in allem und rückblickend würde ich sagen, dass man so einen rein virtuellen Kongress, locker in 6 Wochen umsetzen und ausreichend bewerben kann. Wenn bereits das Programm und die Sponsoren an Bord sind. Startest du bei Null, ist die Vorbereitungszeit so lang wie bei einer Präsenzveranstaltung. Bei uns sind das etwa 8 Monate.

Wie war die Resonanz?

Die virtuelle “Technik im Krankenhaus” besuchten an einem halben Tag ca. 300 Teilnehmer. Dafür konnten wir 20 Sponsoren und Aussteller gewinnen, ebenso 10 Referenten. Diese Zahlen sind insofern beachtlich, da wir mehr Teilnehmer und mehr Aussteller als bei einer Präsenzveranstaltung begrüßen durften. Die allgemeine Resonanz war sehr gut. Lediglich ein paar Aussteller und zwei Referenten hatten technische Probleme.

Ich darf ganz allgemein festhalten, dass die ganze Covid-19 Situation deutlich den Finger in die Wunden legt: nämlich den mangelnden Digitalisierungsgrad in vielen Unternehmen und bei den Mitarbeiter.

Wie hoch waren die Ticketpreise?

Wir haben für das virtuelle Event 95 Euro (netto) verlangt. Normalerweise liegt der Preis bei durchschnittlich 350 Euro.

Zum Thema Pricing mache ich gerade eine Untersuchung, um für künftige virtuelle Events eine realistische Einschätzung zu bekommen. Sobald die Umfrage abgeschlossen und ausgewertet ist, verrate ich das auch gern den Lesern dieses Blogs.

Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?

Eindeutig noch viel mehr Content, wie oben beschrieben. Ich finde, es muss auf mehreren Stages immer viel los sein. Damit meine ich keine Werbevorträge von Ausstellern. Und auch keine Buzzword-Vorträge, sondern echten guten Content mit fachlichem Mehrwert.

Erstens kann man als Veranstalterin somit auch virtuell hohe Eintrittspreise verlangen und die Besucher verweilen auch deutlich länger.

Zu 100% zufrieden bin ich mit der Wahl der Plattform von meetyoo. Ich habe mir jetzt einiges von der Konkurrenz angesehen: Messen, Konferenzen etc. Vieles wirkt da nicht professionell und eher wie ein selbstgestricktes Vehikel. Ich habe da sehr hohe Ansprüche, denn ich denke, wenn wir schon den virtuellen Weg ins Netz beschreiten, dann muss das auch gescheit laufen. Aber hier bin ich eine Perfektionistin. 😉

Beatrice Schmidt
Head of Events bei Weka Industrie Medien

#eventprofs Beatrice Schmidt, Head of Events bei Weka Industrie Medien, berichtet von ihren Erfahrungen bei der Virtualisierung der Konferenz 'Technik im Krankenhaus' Klick um zu Tweeten

Erfahrungsbericht – virtuelle Industriemesse

 

Industry Expo | Nigel Borrell und Sara Gordon | Erfahrungsbericht
Industry Expo | Nigel Borrell und Sara Gordon | Erfahrungsbericht

Diese war von Anfang an als virtuelle Messe geplant. 

Was habt ihr virtualisiert?

Die virtuelle Fachmesse für Wirtschaftsingenieurwesen & Automatisierung: Industry Expo.

Inspiriert durch industrielle Industrieveranstaltungen wie die Hannover Messe, SPS – smart production solutions in Nürnberg und Drives & Controls in Birmingham.

Wie groß ist dieses rein virtuelle Event?

Die IndustryExpo ist seit Januar 2020 live und hat bisher über 170.000 Besucher (Stand 10.06.20) verzeichnet. Zone 1 ist für Besucher geöffnet und hat mehr als 40 Live-Stände. Die Zone 2 ist im Bau und wird 90 Live-Stände haben. Ein virtuelles Auditorium bauen wir zur Zeit und planen ein Seminar-Programm.

Mit welchem Tool oder Mix aus Tools habt ihr es umgesetzt?

Wir nutzen die virtuelle Ausstellungsplattform V-Ex für die Shows und Konferenzen. So erhalten wir ein Live-CMS, CRM, Statistiken, Besucherregistrierung und -verwaltung. Außerdem sind darin enthalten detaillierte Dashboards für Ausstellungsorganisatoren, Aussteller und jeden registrierten Besucher.

Jeder Messestand wird für diese virtuelle Präsentation entweder vollständig in fotorealistischen HD-3D-Modellen mit 360-Grad-Ansichten erstellt oder real gefilmt.

Die V-Ex-Plattform bietet uns eine Messaging-Funktion und wir können verschiedene Optionen integrieren, wie einen Chat, Zoom, Teams, Google usw.

Industry Expo | virtuelle Messe – Erfahrungsbericht
Industry Expo | virtuelle Messe – Erfahrungsbericht

Wie habt ihr das Vortragsprogramm gestaltet?

Ursprünglich wollten wir eine Live-Stream-Veranstaltung organisieren. Dieser Plan beinhaltete jedoch eine reale Bühne, von der Live-Präsentationen und Podiumsdiskussionen vor einem Live-Publikum gefilmt werden. Das ist im Moment natürlich nicht möglich. Wir werden zu diesem Format zurückkehren sobald wir dürfen. Im Moment verwenden wir nur digitale Aufzeichnung.

Für das Vortragsprogramm verwenden wir aufgezeichnete Präsentationen. Diese können die Zuschauer von einem virtuellen Theater aus ansehen.

Wie lange vorher habt ihr mit der Planung begonnen? Wie groß war der Marketingvorlauf?

Mit der Planung für die Industry Expo Show haben wir schon Anfang 2019 begonnen. Ins Marketing und in den Verkauf der Messestände haben wir etwa 6 Monate  investiert. Darauf folgten 3 Monate intensives Programmieren. In dieser Zeit haben wir die Designs fertig gestellt, um die Zone 1 vollständig zu eröffnen.

Wie war die Resonanz?

Die Besucherzahlen vom 10.06.20202:

  • Aktive Besuche (Echtzeit): 182
  • in den letzten 24 Stunden: 2.247
  • Besuche in den letzten 7 Tagen: 13.142
  • und Besuche insgesamt: 177.372

Wie hoch waren die Ticketpreise?

Bei der IndustryExpo ist der Eintritt kostenfrei.

Apropos Kosten und Leads:

Es ist Sache der einzelnen Aussteller, die Besucherregistrierung oder Kontaktdaten am Stand anzufordern. Diese Funktionalität kann jeder Aussteller an seinem und an jedem Hotspot automatisch ein- und ausgeschalten. Bei vielen Ausstellern können sich  Messebesucher beispielsweise kostenfrei umschauen. Allerdings müssen sie sich, registrieren, damit sie Dokumente herunterladen oder an Wettbewerben teilnehmen können. Der Besucher tauscht also seine Kontaktdaten gegen eine Gegenleistung aus. Es ist ein neues Modell für Messen, das jedoch nur durch die V-EX-Plattform möglich wurde.

Online-Besucher haben nicht die gleiche Zeit und Mühe investiert wie Onsite-Besucher.  Kein frühes Aufstehen, kein Hotel, keine Autofahrt, kein Stau, keine Flüge, keinen Urlaubstage usw. Im Moment zahlen sie auch nicht für die Tickets. Das wird sich allerdings mit der Zeit sicherlich ändern.

Letztendlich werden virtuelle Messen in Zukunft mehr zu bieten haben als Live-Shows. Im Moment ist es aber noch so, dass sich Ticketpreise negativ auf die Besucherzahlen auswirken würden. Gerade im B2B-Bereich.

Was würdet ihr beim nächsten Mal anders machen?

Das Schöne an der Entwicklung einer virtuellen Ausstellung ist, dass wir immer dazu lernen, neue Ideen entwickeln und umsetzen. Wir müssen nicht das ganze Jahr warten, um etwas Neues auszuprobieren oder Verbesserungen vorzunehmen.

Wir haben eine Liste von Entwicklungszielen, die eine Mischung aus Verbesserungen und neuen Funktionen darstellen, die wir anbieten möchten, sowie eine Liste von Kundenanfragen. Diese werden wir peu á peu umsetzen.

Nigel Borrell und Sara Gordon
Direktoren bei Industry UK | Industry Expo über V-Ex Virtual Exhibitions

Erfahrungsbericht – weltweites Hybrid-Event „DisTanz im Mai“

Nadja Kahn
Nadja Kahn | Geschäftsführerin KahnEvents GmbH

Was hast du virtualisiert?

Ein weltweites Hybrid-Event mit 1500 Personen: „DisTanz im Mai“ mit 30 Partnern der Hamburger Eventbranche und 210 Besuchern.
Außerdem habe ich viele kleinere Events virtualisiert.

Wie groß ist dieses Event bislang gewesen?

Das internationale Event hatte 1.500 Teilnehmer und unser „DisTanz im Mai“ besuchten 210 Teilnehmer.
Außerdem waren 30 Sponsoren oder Aussteller dabei und 6 Referenten.

Mit welchem Tool oder Mix aus Tools hast du es umgesetzt?

Diverse. Für Hybrid Events gerne Hopin.to.

War das Vortragsprogramm anders als bisher?

Es war kürzer, verteilter und ein ganz anderes Eventformat mit einer Dauer zwischen 1,5 und 2 Stunden.

Wie lange vorher hast du mit der Planung begonnen? Wie groß war der Marketingvorlauf?

Mit beidem haben wir drei Wochen vorher begonnen.

Wie war die Resonanz?

Die war einfach überwältigend. 1.500 virtuelle Besucher in nur 2 Stunden.

Wie hoch waren die Ticketpreise?

Die Tickets waren bei den kleineren Events kostenfrei. Beim hybriden Event „DisTanz im Mai“ haben wir das Bezahlmodell „Pay as you like“ angeboten.

Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?

Wir haben gelernt, dass es auf manche Feinheit bei der Technik ankommt. Die Nutzung des Tools für die Gäste bedarf einer genauen Beschreibung im Vorfeld.

Nadja Kahn, Geschäftsführerin KahnEvents GmbH

Erfahrungsbericht – online Messe der Salt Solutions AG

Sascha Hartmann | Salt Solutions AG
Sascha Hartmann | Salt Solutions AG

Was hast du virtualisiert?

Wir haben eine eigene Online-Messe auf die Beine gestellt – als Kompensation zur abgesagten LogiMAT und zur Hannover Messe Industrie.

Wie groß ist dieses Event bislang gewesen?

Das war bisher eben nicht unser eigenes Event sondern das der jeweiligen Messeveranstalter. Lässt sich hier also gar nicht vergleichen.

Mit welchem Tool oder Mix aus Tools hast du es umgesetzt?

Für die virtuelle Messeumgebung haben wir expo-IP genutzt. Darin eingebunden haben wir das Chattool tawk.to und als Videokonferenz-Tool haben wir Microsoft Teams eingesetzt.

War das Vortragsprogramm anders als bisher?

Ja, das war ein ganz anderes Format. Bisher hatten wir einen klassischen Messestand – nun eine eigene Veranstaltung.

Wie lange vorher hast du mit der Planung begonnen?

Da waren wir von den Ereignissen um uns herum getrieben. Uns blieben nur 6 Wochen von der Idee bis zum Start der Veranstaltung.

Wie war die Resonanz?

Wir hatten an zwei Tagen rund 500 virtuelle Besucher auf unserer Messe.

Erfahrungsbericht virtuelle Messe | SALT Solutions
Erfahrungsbericht virtuelle Messe | SALT Solutions

Wie hoch waren die Ticketpreise?

Da die abgesagten Messetermine für uns Marketingaktivitäten gewesen wären, haben wir alles kostenfrei angeboten.

Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?

Wenn es eins gäbe, dann würde ich künftig den Fokus verstärkt auf die Interaktionsmöglichkeiten richten. Das ist vor allem online enorm wichtig.

Sascha Hartmann, Head of Digital Marketing, Salt Solutions AG

Mehr über seine Learnings erfährst du auch im Web-Seminar „Raus aus der Comfort Zone – rein in den virtuellen Raum“ – ab Minute 41:54.

#eventprofs 'Wenn es eins gäbe, dann würde ich künftig den Fokus verstärkt auf die Interaktionsmöglichkeiten richten.' So Sascha Hartmann von SALT Solutions. Mehr Tipps: Klick um zu Tweeten

Erfahrungsbericht – MEET GERMANY SUMMIT

Tanja Schramm | MEET GERMANY
Tanja Schramm | MEET GERMANY

Was hast du virtualisiert?

Wir haben unser MEET GERMANY SUMMIT visualisiert. Es besteht aus einem Ausstellungs- und einem Konferenzbereich.

Wie groß ist dieses Event gewesen?

Die digitale Ausgabe des MEET GERMANY SUMMITs hatte über 3.400 Teilnehmer, 87 Aussteller und 55 Referenten.

Mit welchem Tool oder Mix aus Tools hast du es umgesetzt?

Wir haben in der Tat einen Mix aus Tools genutzt:

  • EXPO-IP als Plattform für die virtuelle Messe und das Teilnehmermanagement,
  • Confgames als Gamification-Tool auf der Ausstellung,
  • aas Streaming lief über NIKKUS Veranstaltungstechnik und
  • die Event-App über EventMobi.

Wie lange vorher hast du mit der Planung begonnen?

Acht Wochen vor dem MEET GERMANY SUMMIT haben wir mit der Planung begonnen.

Wie groß war der Marketingvorlauf?

Etwa sechs Wochen im Vorfeld.

Wie war die Resonanz?

Enorm! Wir hatten über 3.400 virtuelle Besucher an nur zwei Tagen zu Gast.

Wie hoch waren die Ticketpreise?

Die Teilnahme für die Fachbesucher war kostenfrei.

Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?

Ich hätte gern mehr Zeit für die Planung gehabt bzw. würde beim nächsten Mal längerfristig planen. Außerdem denke ich: „weniger ist mehr“. Das bedeutet, ich würde den Umfang etwas reduzieren, zum Beispiel mit Blick auf die gesamte Konferenz oder auch die Anzahl der virtuellen Messestände.

Tanja Schramm, CEO, MEET GERMANY

PS: Schau mal in die gemeinsame Aufnahme des Jingles „Together we are strong“. Hervorragend. So könntest auch du deine Teilnehmer hinter den Bildschirmen einbinden. 

#eventprofs 'Ich hätte gern mehr Zeit für die Planung gehabt bzw. würde beim nächsten Mal längerfristig planen. Außerdem denke ich: weniger ist mehr.' So @tanja_schramm von @meetgermany_ Klick um zu Tweeten

 

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Erfahrungsberichte – virtuelle Messen und Events

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