Holst du alles aus deinem Event-Content heraus?

Hand auf’s Herz: Holst du alles aus deinem Event-Content heraus? Oder ist da noch Luft nach oben? Egal ob bei Live-Events, die du in irgendeiner Form digitalisierst oder von ihnen berichtest. Oder ob du bei Online-Events sowieso gleich alles in digitaler Form auf deinem Server rumliegen hast. Nutzt du das Potenzial, das in deinen Events schlummert? Verwertest du den Content nochmal und schaffst es so, dass deine Zielgruppe mit dir auch nach dem Event noch agiert? Oder gilt bei deinem Event „aus den Augen aus dem Sinn“? Warum und wie du aus deinem Event-Content mehr herausholst, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Event-Content

Warum dein Event-Content eine wahre Goldgrube ist

Hättest du gedacht, dass 68 Prozent – also mehr als die Hälfte deiner Teilnehmer – Inhalte von Veranstaltungen, an denen sie bereits teilgenommen haben (!), erneut ansehen? Quelle: vimeo Blogpost

Dazu kommen noch diejenigen, die sich für dein Online- oder Hybrid-Event, oder auch nur für ein Webinar, nur deshalb angemeldet haben, weil sie die Aufzeichnung haben wollen.

Darüber hinaus hilft dir Event-Content nach deinem Event die ursprünglichen Ziele deines Events zu erreichen. Für viele Planer und Marketingprofis sind das neue Leads, neue Mitglieder und neue Umsätze.

Mit aufbereitetem Event-Content kannst du das Engagement – die Aktivität – deiner Teilnehmer hochhalten und so:

  • durch das Event angelockte Leads weiterentwickeln,
  • deren Aktivitäten und Engagement auch nach dem Event noch fördern, messen und an Sales weitergeben,
  • die Reichweite deines Events und deiner Botschaften verlängern.

Dein Event ist nach dem Event also noch lange nicht vorbei. Wie aber holst du mehr aus diesem heraus? Wie schaffst du es, das Engagement deines Publikums hoch und Leads warm zu halten? Hier sind ein paar Ideen für dich und deine Kollegen.

Lead Nurturing dank Event-Content
Lead Nurturing dank Event-Content

Wie du aus deinem Event-Content mehr herausholst

Vermutlich lässt du – sofern du welche angefertigt hast – die Aufzeichnungen von deinem Event schneiden und auf eine Event- oder Streaming-Plattform hochladen. Doch du kannst noch so viel mehr tun, damit deine Zielgruppe mit dir, deinen Kollegen oder deinem Event-Content interagiert.

1. Sende Follow-Up-Mails mit dem Event-Content an alle

Alle sind sowohl die tatsächlichen als auch die „nur“ angemeldeten Teilnehmer; also auch die No-Shows. Sende deine Follow-Ups an alle, die sich für dein Event oder dein Webinar angemeldet haben – ganz unabhängig davon, ob sie auch dabei waren. Lass dich dabei nicht von niedrigen Öffnungsraten der Follow-Up-Mails aus dem Konzept bringen. Nicht alles wird getrackt. Erst recht nicht, seit dem iOS Update im Herbst 2021. Dennoch ist E-Mail immer noch ein funktionierender Kanal. In diese E-Mails kannst du sowohl die Aufzeichnungen reinpacken, als auch weitere Interaktionsmöglichkeiten. Z.B. ein Feedback-Formular zum Event, vorgefertigte Social-Media-Sharings oder Sonderangebote für kommende Events.

2. Kreiere individualisierte Follow-Ups

Nutze Tools, die es dir leicht machen, deine Follow-Ups zu individualisieren. Dazu brauchst du:

  • Daten von deiner Event-Plattform oder aus deiner Teilnehmerregistrierung
  • eine Integration mit deinem E-Mail-Service-Provider (Hubspot, Mailchimp & Co.)

Ohne die Integration dieser Tools wird es schwer, etwas automatisiert und in größer Stückzahl zu versenden. Verbindest du jedoch deine Event-Plattform oder eben deine Teilnehmerregistrierung, die die Daten von dem Präsenzevent liefert, mit deinem Mailing-Programm, kannst du individualisierte Mailings versenden. Segmentiere dafür deine Zielgruppe in sinnvolle Untergruppen. Basierend auf dem Verhalten auf deinem Event oder basierend auf angegebenen Interessen oder Angaben zum Job.

Übrigens musst du gar nicht nach „anwesend“ und „No-Show“ unterscheiden, willst du nur die Aufzeichnung versenden. Denn jeder, der dein Event verpasst hat, muss nicht nochmal lesen „schade, dass du nicht dabei warst.“ Das ist kein Mehrwert, sondern weiß der Empfänger bereits. Sollte basierend auf seiner (Nicht-)Teilnahme keine weitere Konsequenz folgen, z.B. ein Sonderangebot, kannst du das auch einfach weglassen. Viel spannender wird es, wenn du sagen kannst „Da du beim Seminar Google-Ads für Einsteiger dabei warst, empfehlen wir dir hier das Seminar für Fortgeschrittene. Und hier ist dein Gutscheincode für einen Rabatt in Höhe von X Prozent.“ Das ist passgenaue Werbung und Follow-Up-Kommunikation. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Person noch einmal bei dir bucht, ist ziemlich hoch. Und das unter anderem dank der individualisierten Follow-Ups durch die Segmentierung – statt langweiligem Gießkannenprinzip.

individualisierte Follow-Ups mit Event-Content
individualisierte Follow-Ups mit Event-Content

 

3. Fertige snackable Best-Of-Content an

Was waren die Highlights deines Events, welches waren die besten Zitate oder Momente? Packe diese in ein Best-Of-Video oder ein Bilder-Karussell und teile sie über Social Media, deine Mailings oder auf deiner Event-Plattform. So machst du vor allem diejenigen in deinen Netzwerken neugierig, die sich nicht angemeldet hatten und lockst die anderen noch einmal zu deinen Inhalten bzw. auf deine Plattformen. Beides steigert die Reichweite deiner Inhalte und sorgt dafür, dass deine Zielgruppe digitale Daten hinterlässt. Die du dann wiederum auswerten und nutzen kannst, z.B. für weitere Marketing-Strecken oder für die Sales-Kollegen.

kreiere snackable Event-Content
kreiere snackable Event-Content

 

3. Kreiere weiteren Inhalt – für YouTube oder deine Event-Plattform

Was ist das Ziel deines Events? Wolltest du die Reichweite steigern oder vor allem konkrete Leads gewinnen? Geht es dir vor allem um Reichweite, helfen dir offene Plattformen wie YouTube dabei. Immerhin ist die die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Möchtest du lieber wissen, wer sich für deinen Content interessiert hat, brauchst du ein vorgeschaltetes Registrierungsformular – zumindest die Abfrage einer E-Mail-Adresse. Das geht hervorragend mit einem Formulartool oder Newslettertool und einer Event-Plattform.

Jetzt kannst du basierend auf dem Inhalt deines Events weitere Inhalte kreieren und auf einer offenen oder geschlossenen Plattform hochladen. Hier ist Platz für mehr als ein 1:30 min Best-of-Video; hier kannst du ruhig auch Content von einer Stunde Länge hochladen. Überlege dennoch, ob du die Aufzeichnungen vorab zuschneiden und damit deutlich kürzen willst. Niemand will sich Warteschleifen und Vorbereitungsszenen von Events On-Demand ansehen.

Mehr erfährst du auch im Blogbeitrag YouTube – so nutzt du die zweitgrößte Suchmaschine.

4. Biete exklusiven Inhalt für tatsächliche Teilnehmer an

Manch ein Eventveranstalter nutzt diese Chance bereits heute schon. Er bindet Leute, die schon bei ihm gekauft haben, noch intensiver an sich. Mit Zusatzangeboten, die nur tatsächliche Käufer erhalten und denen dies auch so kommuniziert wird. Du könntest dafür weiteren Event-Content, wie z.B. Interviews oder Inputs beliebter Speaker, anbieten. Oder Gutscheincodes für kostenpflichtige Magazine oder Seminare. Zum einen drückst du mit dem Gutschein eine Wertschätzung für die Teilnahme an deinem Event aus und zum anderen machst du deine Zielgruppe so auf weitere Angebote von dir aufmerksam. Win-Win, oder?

5. Führe ein Networking-Event nach dem Haupt-Event durch

Egal ob onsite oder online – biete ein kleineres Networking-Event nach deinem eigentlichen Event an. Bei der Durchführung hast du zahlreiche Optionen. Du könntest z.B. nach dem Präsenz-Event ein kleines virtuelles Networking-Event für ein bestimmtes Segment deines Publikums oder Thema deines Events anbieten. Oder du bringst nach deinem hybriden Event alle Teilnehmer, egal ob sie online oder onsite dabei waren, zu einem Termin online zusammen. Wichtig ist nur, dass du mit dem Networking-Event einen Bedarf deiner Zielgruppe erfüllst. Z.B. weil „alle“ schon mal mit dem besonderen Gastredner networken wollten. Oder weil du eine „Suche“-Gruppe mit einer „Biete“-Gruppe verbindest. Vielleicht auch, weil du ein bestimmtes Thema, das gerade heiß diskutiert wird, in den Mittelpunkt stellst. Mit anderen Worten: Gib deinen potenziellen Teilnehmern einen Grund, dein Networking-Event zu besuchen. Aufhänger könnte übrigens auch dein bereits erstellter Event-Content sein; also irgendeine Aufzeichnung, die besonders interessiert oder polarisiert.

Networking mit Hubilo – virtuelle und hybride Event-Plattform
Networking mit Hubilo – virtuelle und hybride Event-Plattform

 

6. Biete 1:1 Gespräche mit deinem (Sales-)Team an

Ob du nun Leads an Sales übergibst oder die Info über potenzielle Mitglieder in deinem Verband weiterleitest, biete im Rahmen deiner Follow-Up-Aktivitäten 1:1 Gespräche mit deiner Organisation an. Hierfür eignen sich hervorragend Online-Terminkalender, in denen sich deine Interessenten selbst einen Termin mit ihrem Gegenüber aussuchen und buchen können. Sie bestimmen so, wann das Gespräch stattfindet und müssen weder auf eine Antwort von „sales@…“ oder „marketing@…“ warten noch darauf, dass sich nach einer gewissen Zeit tatsächlich jemand auf diese E-Mail- und Termin-Anfrage meldet.

Mehr erfährst du auch im Blogbeitrag Online Terminplaner: Abstimmungszeit sparen und Beratungen verkaufen.

online Terminplaner Tool
online Terminplaner Tool

 

Fazit

Ein Event ist mit dem offiziellen Ende der Veranstaltung noch lange nicht vorbei. Nutze das Potenzial, dass der von dir und deinen Teilnehmern generierte Event-Content bietet. Generiere Zusatz-Content und schaffe immer wieder Interaktionsmöglichkeiten. So bindest du deine Zielgruppe an dich – auch noch lange nach dem eigentlichen Event.

 

Holst du alles aus deinem Event-Content heraus?