7 Gründe, warum dein Event in diesem Winter virtuell sein sollte

„Oh nein, nicht schon wieder virtuell“ – höre ich viele Eventplaner und Teilnehmer klagen. Manche verweigern sich gar, an Online-Events teilzunehmen und wiederum andere Veranstalter vergessen bei aller Freude über Live-Events fast das Online-Publikum bei ihren Hybrid-Events. Dabei dürfen und sollten wir uns gerade jetzt wieder einmal auf virtuelle Events einstellen. Here is why:

1. Die Inzidenzen steigen und steigen

Das muss ich wohl kaum weiter ausführen. Die meisten von uns wissen schon allein wegen der Restriktionen rund um Veranstaltungen häufig sehr genau, wie die Inzidenzen aussehen. Und wie sehr sie steigen. Bereits heute, am 28.11.2021, hat ein deutscher Landkreis eine Inzidenz von mehr als 2.000 und andere folgen diesem Trend unaufhörlich.

Sicherer und umsichtiger für alle Beteiligten ist es daher, jetzt auf virtuelle Eventformate zu setzen.

Inzidenzen am 28.11.2021
Inzidenzen am 28.11.2021 | alles spricht für virtuelle Eventformate

 

2. Eine neue Virus-Variante taucht auf

Zu allem Übel taucht auch jetzt noch eine neue Virus-Variante namens Omicron auf. Die WHO stuft sie bereits als „Variant of Concern“ ein. Noch wissen Experten relativ wenig über die Variante. Doch wären nicht genau deshalb mehr Vorsicht und mehr virtuelle Eventformate angebracht?

Übrigens: Sehr lesenswert – und mit einer Prise Sarkasmus versehen – sind die Tweets des neuen Twitter-Account Omicron aka B.1.1.529. In diesem Feed wollen wir als Veranstalter eigentlich nicht auftauchen, oder doch?

Omicron | Virus-Variante Sars Cov-2
Omicron | Virus-Variante SARS Cov-2

 

3. Aussteller wollen die Verantwortung für Spreader-Events nicht mehr tragen

Es gibt bereits zahlreiche Aussteller, die das Risiko der Teilnahme an einem Live-Event nicht mehr tragen wollen und daher ihre Präsenz absagen. Darüber hinaus ist die Sorge um eine geringe Teilnehmer-Resonanz auf dem Event ebenfalls ein Grund für die Absage. So geschehen erst jüngst bei der SPS Messe in Nürnberg. Zuerst zogen sich die Aussteller zurück, dann wurde die komplette Veranstaltung als Präsenzmesse abgesagt und viele virtuelle Plattformen der Unternehmen reaktiviert. Mehr: SPS 2021 abgesagt – diese Ersatzangebote gibt es.

 

SPS 2021 ist abgesagt | Veranstalter Mesago
SPS 2021 – erst sagten die Aussteller ab, dann der Veranstalter | © Mesago

 

4. Unternehmen verschärfen erneut die Reiserestriktionen

Unternehmen und Vorgesetzte schauen erneut sorgenvoller auf die explodierenden Inzidenzen und die steigenden Zahlen der Personen auf Intensivstationen. Da auch sie eine Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern haben, verschärfen sich erneut die Reiserestriktionen gegenüber den Reisewilligen in den eigenen Reihen. Wer jetzt also sich durchaus noch traut zu reisen, wird möglicherweise vom Arbeitgeber ausgebremst – mit einer Bitte oder mit einer Vorschrift.

 

5. Für Teilnehmer wird die Hürde immer höher

2G+ ist in vielen Freizeitbereichen oder bei Veranstaltungen bereits Gang und Gäbe – egal ob freiwillig oder verpflichtend.

Nun möchte meinen, das wäre doch gar kein Problem. Dann lassen sich Geimpfte und Genesene eben zusätzlich testen. Dauert 15 Minuten und ist nur ein wenig unangenehm. Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn in zahlreichen Städten gibt es gerade in diesen Tagen weder Schnelltests in den Supermärkten, Drogerien und Apotheken noch ausreichend Testkapazitäten. Warteschlangen, in denen man bei um die Null Grad Außentemperatur stundenlang (!) wartet, sind keine Seltenheit.

Wer da noch mitmacht, muss von dem zu besuchenden Event sehr überzeugt sein. Alle anderen verzichten auf die Erkältung und die Zeitverschwendung und bleiben lieber im (Home-)Office.

2G+ Regel befördert virtuelle Eventformate
2G+ Regel fördert virtuelle Eventformate

 

6. Andere Veranstalter sagen bereits ab

Ob nun die Veranstalter der SPS 2021 dem Druck der stornierenden Aussteller nachgeben oder ob Veranstalter wie die Messe Berlin die Internationale Grüne Woche (IGW) 2022 absagen – die Stornowelle in der Eventbranche rollt. Die Gründe dafür sind sicherlich vielfältig und reichen von der Sorge bis zum Verantwortungsbewusstsein der Veranstalter. Darüber hinaus sind einige Events, z.B. die eben genannte Ernährungsmesse, gerade zu prädestiniert für ein Live-Event: Riechen, Schmecken, Ausprobieren, Anfassen, Erleben – auf engstem Raum und mit Menschen aus aller Welt. Genau das ist in Pandemiezeiten ein absolutes No Go. Auch deshalb zog die Messe Berlin die Reißleine und sagt ab. Auch wenn es wehtut. Mehr über die IGW Absage.

Absage der Internationalen Grünen Woche 2022

 

7. Alles, was ein virtuelles Event braucht, gibt es bereits

Das Gute jedoch ist: Alles was du für ein gelungenes virtuelles Event brauchst, gibt es heute bereits. Vieles davon findest du auch auf diesem Blog:

Und ganz aktuell noch in diesem Monat: Virtuelle Weihnachtsfeier: Abgefahrene Ideen und ganz praktische Tipps.

 

7 Gründe, warum dein Event in diesem Winter virtuell sein sollte