Hält deine Event Website was du versprichst?

Digitale Tools  |  02/12/2018

Gibst du dir Mühe, dass deine Event Webseite von Google und damit von deinen Teilnehmern und Sponsoren gefunden wird? Betreibst du also SEO (Suchmaschinenoptimierung) und kaufst vielleicht sogar Anzeigen bei Google (SEA)? Dann möchtest du bestimmt auch, dass der Besucher deiner Event Website sich auf dieser zurecht findet. Und natürlich soll er auch buchen. Dafür gibt’s ja deine Event Website und genau dafür optimierst du diese Seite – mal kostenfrei und mal kostenpflichtig. Doch hält deine Event Website auch, was du dem Besucher auf Google versprichst? Mit anderen Worten: Wie gut passen die Texte (Snippets) oder Anzeigen (Ads) zu deiner Landingpage? Oder – wenn du keine Landingpage nutzt – wie gut passt die Webpage zu dem angezeigten Treffer auf Google? Du könntest dir das einmal genauer ansehen. Mit Eyetracking & Co. oder deine Kunden befragen. Zum Beispiel mit dem „LIFT™ Model”. Hier erfährst du, wie das geht.

 

Event Website kritisch prüfen

 

LIFT™ Model für deine Event Website

LIFT steht für Landing Page Influence Function for Tests™ und untersucht, ob deine Landingpage konvertiert. Also ob sie aus Besuchern deiner Event Website buchende Teilnehmer macht. Das ist laut LIFT™ von drei Faktoren abhängig:

  • der Value Proposition, also dem Nutzenversprechen
  • den Konversionstreibern
  • sowie den Konversionsbarrieren.

Value Proposition

Möchtest du, dass der Besucher deiner Event Website etwas kauft, musst du ihm einen Nutzen bieten. Einen Mehrwert. Warum sollte er deine Veranstaltung buchen? Ideen auf diese Frage liefert dir zum Beispiel die Studie von XING-Events. Auf Platz 1 stehen da das Programm, also der Inhalt der einzelnen Sessions, und die Referenten. Ebenfalls sehr wichtig ist das Networking. Diese beiden Argumente kannst und solltest du immer darstellen und natürlich auch vor Ort bedienen.

Konversionstreiber für deine Event Website

Das sind die Faktoren, die eine Event-Buchung begünstigen. Dazu zählen:

  • Relevanz
  • Klarheit
  • Dringlichkeit

Relevanz

Sieht deine Landingpage oder eben der über Google gefundene Teil deiner Event Website so aus, wie es dein Besucher erwartet hatte? Ist die Wortwahl ähnlich? Findet er auf der Landingpage genau die Aspekte deines Events, die ihm auf der Seite Google versprochen wurden? Schreibst du also in die Meta-Beschreibung dieser Seite genau das hinein, was dann auch wirklich dort zu sehen ist?

Falls du dich fragst, was das soll, will ich dir ein Beispiel geben. Des Öfteren habe ich schon Anzeigen für bestimmte Schuhe oder Kleider gesehen, die ich in der Tat ansprechend fand. Klick, war ich auf der Landingpage des Shopbetreibers. Und was sehe ich da? Leider weder die angezeigten Schuhe noch die vorgestellten Kleider. Irgendwelche anderen Kleidungsstücke halt. Oder ich finde sie nur noch in einer einzigen Größe und Farbe. Das frustriert doch, oder? Mach so etwas lieber nicht. Auch nicht mit einzelnen Sessions oder Ticketkategorien deines Events.

Wer viel Geld in Google Ads steckt, der sollte auch einmal kritisch prüfen, ob das, was er da bewirbt überhaupt angezeigt und auch käuflich erwerbbar ist.

 

Klarheit

Kann der Besucher deiner Event Website klar erkennen

  • was er von deinem Event hat (den Nutzen)
  • und was er tun soll (Call-to-Action)?

Je klarer deine Landingpage oder eben dieser Teil deiner Event Website desto besser. Denke daran, die meisten Besucher überfliegen deine Seite nur. Sie lesen sie gar nicht richtig. Deshalb muss dein Call-to-Action auch sehr gut sichtbar sein. Am besten schreibst du es hin: “Jetzt anmelden” und nimmst einen großen auffälligen Button. Der Button sollte sich von der sonstigen Farbgestaltung deiner Event Website deutlich abheben. Am besten ist die Komplementärfarbe, also die im Farbkreis deiner dominierenden Farbe gegenüberliegt. Ja, ich weiß, die vielen Webdesigner tut das in den Augen weh. Aber hey, wolltest du nun online verkaufen oder nicht?

Event Website | Call-to-Action

 

Dringlichkeit

Gibst du dem Besucher deiner Event-Website eindeutige Hinweise, dass er jetzt und eben nicht später buchen sollte? Hast du vielleicht Fristen eingebaut, dank derer er Geld sparen kann? Gibt es nur noch wenige freie Plätze in einigen Sessions? Profitiert er von anderen „first come, first serve“ Angeboten? Was hier zählt: Du musst die Dringlichkeit auch deutlich darstellen. Wer das perfektioniert hat, ist z. B. booking.com. Schau doch einfach mal rein, wie die’s umsetzen. Wer hat da nicht das Gefühl, seine Unterkunft sofort buchen zu müssen, weil sie sonst weg ist?

 

Konversionsbarrieren deiner Event Website

Das sind die Faktoren, die den Besucher deiner Event Website davon abhalten, bei dir zu buchen. Dazu zählen Bedenken und Ablenkung.

Bedenken

Welche Bedenken oder typischen Zweifel könnte ein potenzieller Teilnehmer haben? Zum Beispiel:

  • Bin ich bei dieser Veranstaltung überhaupt richtig? Was lerne ich da überhaupt?
  • Wird mein Arbeitgeber diese Veranstaltung zahlen?
  • Was mache ich, wenn ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bei diesem arbeite?
  • Ob ich an dem Tag frei bekomme?
  • Wie schaffe ich es, meinen Arbeitsalltag so zu strukturieren, dass ich wirklich dorthin gehen kann?
  • Was, wenn ich kurzfristig absagen muss?
  • Ich kenne doch da niemanden, soll ich da wirklich hingehen?
  • uvm.

Diese Bedenken könntest du vorher beantworten und damit ausräumen. Weise außerdem auf deine FAQ und deine Rücktrittsmöglichkeiten hin. Am besten gleich mit einer kostengünstigen Versicherung dafür.

Event Website | FAQ und Bedenken

 

Ablenkung

Gibt es auf deiner Event Website Elemente, die den potenziellen Teilnehmer von einer Buchung ablenken könnten? Gibt es viele Angebote auf einmal? Kann ich einen Newsletter abonnieren, Videos ansehen oder doch noch ein Web-Seminar buchen? Hast du vielleicht auch noch Werbung für Drittanbieter wie Sponsoren oder Aussteller eingebunden? Was soll dein Besucher denn nun zuerst machen?

Möchtest du, dass er bei dir bucht, biete ihm so wenig wie möglich Ablenkung.

Das spricht übrigens auch dafür, dass du gezielt Landingpages einsetzt. Also eine Seite, die nichts anderes tut, als ein bestimmtes Produkt oder Service bewirbt. So eine Landingpage hat einen einzigen (!) Handlungsaufruf (Call-to-Action) und eignet sich daher hervorragend für die Konversion deiner Website-Besucher.

 

Übrigens: Auch gute Verlinkungen sind ein Kriterium für eine gute Event Website. D.h. es sollte keine fehlerhaften Links (404) nach innen oder außen geben. Wie dir das gelingt, erfährst du im Blogbeitrag Broken Link Checker – damit deine Links nicht mehr ins Leere führen.

 


Und jetzt bist du wieder dran. Stelle diese Fragen einfach einmal ein paar bekannten Kunden oder auch einigen Freunden. Die Antworten darauf fand zumindest ich sehr erhellend. Probier’s einfach einmal aus.

Bleib up to date!