Ein gutes Eventkonzept erstellen, obwohl du kein Eventprofi bist: Genau davor stehen viele, die plötzlich eine Veranstaltung organisieren dürfen oder müssen. Oft passiert das nebenbei, ohne Zeit zur Einarbeitung und ohne dass es je in der eigenen Stellenbeschreibung stand. Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du nicht allein. Du brauchst dafür kein Studium, sondern eine Methode, die dich durch den Prozess führt. Genau hier setzt der Event Design Sprint an. Und auch erfahrene Planer·innen profitieren von dieser Struktur, weil sie Diskussionen verkürzt und Entscheidungen auf Ziele stützt statt auf Bauchgefühl.

Warum klassische Eventplanung oft scheitert
Viele starten eine Veranstaltung mit den falschen Fragen. Welche Location, welches Catering, welche Technik? Das klingt nach Fortschritt, führt aber ins Leere, solange das Ziel fehlt. Ohne klares Verständnis, warum Teilnehmende überhaupt kommen, entstehen Events, die zwar sauber organisiert sind, aber nicht wirken.
Wer ohne Erfahrung eine Veranstaltung planen muss, kennt zusätzlich das Problem der vielen Meinungen. Jede beteiligte Person hat eine andere Vorstellung, Entscheidungen ziehen sich über Wochen, Meetings drehen sich im Kreis, und am Ende fehlt trotzdem ein klares Konzept. Es fehlt eine Struktur für den Prozess. Genau die liefert der Event Design Sprint, indem er die Reihenfolge umdreht: erst das Ziel aus Sicht der Teilnehmenden, dann die Umsetzung.
Was der Event Design Sprint ist
Der Event Design Sprint ist eine wissenschaftlich entwickelte Methode, eingebettet in einen strukturierten Workshop. Entwickelt hat sie der Innovationsforscher Professor Lukas Zenk, an Hochschulen etabliert hat sie der Event-Spezialist Moritz Colmant. Die Methode zeigt dir konkret, welche räumlichen, technischen und sozialen Lösungen zu deinen Zielen passen. So entsteht auch in einem unerfahrenen Team in kurzer Zeit ein gemeinsames, belastbares Konzept, das intern schnell Zustimmung findet.
Besonders geeignet ist der Sprint, wenn du Events nebenbei organisierst, dir Struktur oder Erfahrung fehlt, du schnell zu einem guten Ergebnis kommen musst und dich mit anderen abstimmen willst, ohne dich in endlosen Diskussionen zu verlieren. Kurz gesagt: für alle, die keine Eventprofis sind, aber professionelle Ergebnisse brauchen. Wie du die Methode in einem offenen Training oder als Inhouse-Workshop einsetzt, erfährst du auf eventdesignsprint.de.
Eventkonzept erstellen in fünf Schritten
Die Methode folgt einem klaren Ablauf. So weißt du in jedem Moment, was zu tun ist, auch ohne Vorerfahrung.
Warum beschleunigt diese Methode den Planungsprozess?
Das komplette Methodenwissen steckt bereits in den Karten. Für wissensvermittelnde Veranstaltungen haben sich neun Kernaktivitäten herauskristallisiert, die für Teilnehmende entscheidend sind: die Gründe, warum sie überhaupt kommen. Sobald du dich für drei davon entschieden hast, die aus Sicht der Teilnehmenden zu deiner Veranstaltung passen, steht der richtige Rahmen. Die passenden sozialen, räumlichen und technischen Lösungen findest du direkt auf der Rückseite der jeweiligen Karte.
Beispiele: Kernaktivitäten für dein Event



39 Lösungen für deine Veranstaltung
13 soziale Aktivitäten, 13 räumliche Lösungen, 13 technische Lösungen. So viele Kombinationsmöglichkeiten. Doch welche passen zu deiner Veranstaltung?
Die Rückseite der gelben Karten zeigt dir, welche relevant sind und welche du getrost ignorieren kannst. Das beschleunigt den Planungsprozess ungemein.
Soziale Aktivitäten

Räumliche Lösungen

Technische Lösungen

Soziale Dimension
Soziale Formate und Methoden, die dir als Veranstalter·in zur Verfügung stehen. Jede Lösung bietet viele Ausgestaltungsmöglichkeiten. Im Training von und mit Moritz Colmant vertiefst du das, auf der Karte findest du eine knappe Erläuterung, im E-Book eine ausführliche.
Räumliche Dimension
Diese physischen Rahmenbedingungen bilden die wichtigsten architektonischen Parameter wissensintensiver Veranstaltungen. Sie geben den Kernaktivitäten eine physische Gestalt und Form.
Technische Dimension
Die Forschung hat 13 technologische Lösungen und Funktionen identifiziert. Einige davon setzt du sowohl digital als auch analog um, näher beschrieben findest du sie im E-Book.
Beispielkarten
Schritt 1: Ziel und Bedürfnisse der Teilnehmenden klären
Statt aus dem Bauch heraus zu planen und die Interessen deiner Firma in den Mittelpunkt zu stellen, versetzt du dich in deine Gäste. Was erwarten sie wirklich, warum kommen sie, und was macht die Veranstaltung für sie zum Erfolg? Typische Bedürfnisse sind, sich zu vernetzen, Wissen mitzunehmen, sich zu präsentieren oder inspiriert zu werden. Du wählst die wichtigsten aus und richtest dein Event konsequent daran aus. Dieser Fokus ist die Grundlage für alles Weitere.

Schritt 2: Gelbe Karten wenden und Lösungen identifizieren
Das gesamte Methodenwissen liegt auf der Rückseite der gelben Karten. Sobald du dich im Team einigst, welche drei Kernaktivitäten aus Teilnehmendensicht für deine Veranstaltung relevant sind, hast du das Ergebnis: Die passenden sozialen, räumlichen und technischen Lösungen zeigt dir direkt die Rückseite der Karte.
Es sind jene, die in dieser speziellen Kombination aus drei gelben Karten mehrfach auftauchen. Alle anderen Karten ignorierst du. Jetzt fokussierst du dich darauf, wie du die Lösung für deine Veranstaltung ausgestaltest.

Im Training oder in der Beratung diskutierst du, welche dieser vorausgewählten Lösungen für deine konkrete Veranstaltung welches Gewicht bekommen. Mit dem passenden Kartenset gelingt das auch allein im Team, dann allerdings mit deutlich mehr Fokus. Statt bei null zu starten, diskutierst du nur noch drei bis vier von dreizehn Varianten, nämlich genau die, die laut Methode am besten passen. Alles andere verwirfst du sofort. So entsteht ein klares Gesamtbild davon, wie Teilnehmende und Vortragende zusammenwirken, welche Technik das unterstützt und welche Räume zu deinen Zielen passen. Das Ergebnis sind durchdachte Rahmenbedingungen statt einer losen Ideensammlung.
Schritt 3: Lösungen gewichten
Im Training oder in der Beratung diskutierst du, welche dieser vorausgewählten Lösungen für deine konkrete Veranstaltung welches Gewicht bekommen. Mit dem passenden Kartenset gelingt das auch allein im Team, dann allerdings mit deutlich mehr Fokus. Statt bei null zu starten, diskutierst du nur noch drei bis vier von dreizehn Varianten, nämlich genau die, die laut Methode am besten passen. Alles andere verwirfst du sofort. So entsteht ein klares Gesamtbild davon, wie Teilnehmende und Vortragende zusammenwirken, welche Technik das unterstützt und welche Räume zu deinen Zielen passen. Das Ergebnis sind durchdachte Rahmenbedingungen statt einer losen Ideensammlung.

Schritt 4: Eventdesign entwickeln
Bei einem guten Veranstaltungsdesign greift alles ineinander. Die Räume passen zu den eingesetzten Methoden und Präsentationsstilen und die richtige Technik sorgt dafür, dass das Ergebnis stimmt und die Teilnehmenden gut informiert sind. Aus den durchdachten Rahmenbedingungen entwickelst du dein Eventdesign. Damit gehst du in die Besprechung mit Vorgesetzten oder Kolleg·innen mit einem fertigen Vorschlag und nicht mit offenen Fragen. Dieses Design legst du anschließend intern zur Freigabe vor.

Schritt 5: Umsetzung
Jetzt ist klar, was du brauchst. Die Eventagentur zu briefen oder selbst die passenden Räume zu buchen, dich mit den Vortragenden abzustimmen und die restliche Logistik zu organisieren, geht ab hier deutlich schneller. Mehr Klarheit, mehr Struktur, weniger Unsicherheit.
Was dir die Methode als Quereinsteiger·in bringt
Der größte Vorteil: Die Methode nimmt dir genau das ab, was sonst am schwierigsten ist. Du erhältst Struktur statt Chaos und weißt jederzeit, was der nächste Schritt ist. Du triffst bessere Entscheidungen, weil sie auf Zielen beruhen und nicht auf Bauchgefühl. Du sparst viel Zeit, weil endlose Diskussionen und Planungsschleifen wegfallen. Und du wirkst professionell, auch ohne Erfahrung, weil dein Konzept logisch und nachvollziehbar ist.
Mein Tipp: Bring schon in die erste Abstimmung das Ziel aus Sicht der Teilnehmenden mit. Diese eine Frage ordnet fast jede Diskussion, bevor sie sich verläuft.
Fazit: schneller zu besseren Events
Events sind dann erfolgreich, wenn sie die Bedürfnisse der Teilnehmenden treffen. Mit dem Event Design Sprint planst du nicht mehr irgendwie, sondern klar, strukturiert und zielgerichtet. Genau deshalb ist die Methode so wertvoll für alle, die ohne Event-Ausbildung starke Veranstaltungen auf die Beine stellen wollen.
Häufige Fragen zum Eventkonzept und zum Event Design Sprint
Wie kann ich als Quereinsteiger·in ein Eventkonzept erstellen?
Was ist der Event Design Sprint?
Für wen eignet sich die Methode?
Brauche ich Vorerfahrung im Eventmanagement?
