Der G7 Gipfel 2022 in Zahlen

Controlling & Finanzen  |  10/07/2022

Manchmal ist’s einfach interessant zu wissen, was andere Events an Personal oder Budget verschlingen. Mir zumindest geht es so. Deshalb habe ich einmal ein paar interessante Zahlen über den G7 Gipfel zusammengesammelt. Das rückt die eigene Arbeit oder auch eigene Verhandlungen mit Auftraggebern an einigen Stellen in ein ganz anderes Licht. Hier ein paar Zahlen, Daten und Fakten – zum Staunen, Hinterfragen und Diskutieren.

 

G7 Gipfel 2022
G7 Gipfel 2022

ZDF – Zahlen, Daten, Fakten über den G7 Gipfel 2022

In verschiedenen, öffentlich einsehbaren Berichten habe ich diese Daten gefunden:

  • 2 Tage
  • 7 Teilnehmer
  • 16 Kilometer Zaun
  • 3.000 Journalist·innen
  • 18.000 Polizist·innen
  • 120.000 Euro für die Entwicklung des Logos inklusive Styleguide
  • 155.000 Euro für die Website g7germany.de
  • 386.000 Euro für den Einsatz des Verfassungsschutzes
  • 600.000 Euro für ein coronakonformes Hygienekonzept
  • 1.000.000 Euro für Miete und Catering für ein Briefingcenter
  • 1.100.000 Euro für die IT
  • 1.200.000 Euro für die Miete des Medienzentrums
  • 3.800.000 Euro für Sicherheitskosten
  • 11.000.000 Euro für den Brand- und Katastrophenschutz sowie Rettungsdienste
  • 23.000.000 Euro für die Veranstaltungsagentur und die Durchführung
  • 25.000.000 Euro unter anderem für Dolmetscher·innen, Sachverständige und Schreibkräfte
  • 50.000.000 Euro als pauschale Kostenbeteiligung am Gipfel – aus diesem Topf sollen Kosten der bayerischen Gastgeber erstattet werden
  • 147.000.000 Euro waren für den Polizeieinsatz vorgesehen

Hinweis: Wenn du die Summen addierst, kommst du auf mehr als die unten genannte Summe. Vermutung: Vielleicht zählt der Polizeieinsatz nicht zu den Gesamtkosten? 

Beeindruckende Zahlen. Noch beeindruckender finde ich jedoch, dass nach dem Event immer noch unklar ist, wer welche Kosten übernimmt.

 

Wer zahlt, ist noch unklar

Wer wie viel von den Gesamtkosten übernimmt, ist noch unklar. Was finanziert Bayern und was übernimmt der Bund? Circa 30 Prozent der Ausgaben übernahm der Bund 2015. Ähnlich soll es wohl auch 2022 sein. Außerdem schwanken die Angaben über die Gesamtkosten des G7-Gipfels.

Laut tagesschau.de kostete der Gipfel 2022 circa 166 Millionen Euro. Das sind rund 30 Millionen mehr als vor sieben Jahren am gleichen Ort. Währenddessen spricht spiegel.de von Gesamtkosten von 188 Millionen Euro.

Übrigens: Der G7 Gipfel in Biarritz, Frankreich, war mit rund 36 Millionen Euro deutlich günstiger. Und 2007 wurde der G8 Gipfel mit 92 Millionen Euro veranschlagt, schlug dann jedoch mit 122 36 Millionen Euro zu Buche.

 

Quellen:

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