Warum du für deine Karriere Netzwerke und Mut brauchst

Leadership & HR  |  11/05/2018

Karriere machen auch in der MICE-Branche vor allem die Männer. Frauen sind noch lange nicht gleichberechtigt – weder in der Gehaltsfrage noch in allen anderen Lebensbereichen. Davon spricht sehr ausführlich und lehrreich zugleich auch Sheryl Sandberg in ihrem Buch Lean In. Diese Lektüre kann ich dir wärmstens empfehlen. Doch wir brauchen gar nicht über den großen Teich schauen. In Deutschland sieht’s nicht anders aus. Eindrucksvoll zeigen uns das auch die Fotos jüngst gebildeter Ministerien mit deren Staatssekretären. Sehr ähnlich läuft es in der MICE-Branche. Die Männer auf den TOP-Positionen und die Frauen in den Hierarchiestufen darunter. Und das obwohl die MICE-Branche eine wahre Frauen-Domäne ist.

Natascha Hoffner herCAREER
Natascha Hoffner | © Sung-Hee Seewald

Wir könnten jetzt jammern oder wir schauen uns an, wer unser Vorbild (Role Model) sein kann und lernen von ihr. Eine, die’s wissen muss, ist Natascha Hoffner. Ihre Karriere liest sich wie aus einem Bilderbuch. Vom Azubi zur Geschäftsführerin in ein- und demselben Unternehmen. Von außen betrachtet, sieht das alles sehr selbstverständlich aus. Wer sie kennt, der weiß, warum sie so erfolgreich ist. Doch wie sieht’s hinter den Kulissen aus? Wie einfach war der Weg wirklich? Und was kannst auch du von ihr lernen? Warum du für deine Karriere Netzwerke und Mut brauchst: 

 

In MICE-Branche arbeiten sehr viele Frauen, doch auf den Chefsesseln sitzen meist Männer. Was glaubst du, woran liegt das?

Tatsächlich war mir in jungen Jahren gar nicht so bewusst, dass es weniger Frauen auf den höheren Führungsebenen gibt. Ich war für viele Jahre in einem Unternehmen beschäftigt, das sehr leistungsorientiert war. Dort konnte jede/r tatsächlich über Leistung neue Verantwortungsbereiche übernehmen. Die Hierarchien waren sehr flach. Jüngere Mitarbeiter/innen hatten bereits früh Führungsverantwortung. Auch Auszubildende bekamen mitunter Projektleitungen übertragen. Da ich sehr viele Jahre – insgesamt mehr als 15 – für das Unternehmen tätig war, war ich lange der Auffassung, dass Leistung allein der Hebel für Karriere ist. In diesem Mikrokosmos war für mich also alles gut.

 

Frauen in Führungspositionen – eine Seltenheit in allen Branchen

Blickt man allerdings auf die Statistiken, sind Frauen auf Führungsebene eine Seltenheit. Das betrifft alle Branchen. Besonders spannend finde ich in diesem Zusammenhang die Forschungsergebnisse von Elisabeth Kelan, Professorin für Management. Sie spricht über systematische Diskriminierung und den dringend nötigen Generationswechsel in den Chefetagen. Sehr passend finde ich ihre Antwort auf die Frage, wo denn für Frauen die Probleme in der Karriere beginnen. Kelans Erläuterungen nach sind wir in der Forschung lange davon ausgegangen, dass es eine große Barriere gibt, die Frauen durchbrechen müssten, um nie wieder Probleme zu haben. Das Standardargument, dass Frauen nicht Karriere machen lautet übrigens Kinder seien immer daran schuld.

Allerdings ist das heute durch die Forschung widerlegt. Denn sowohl in der akademischen Welt als auch in der Privatwirtschaft sind es Männer mit Kindern, die Karriere machen. Gefolgt von Männern ohne Kinder und auf den letzten Plätzen sind Frauen mit und ohne Kinder. Wenn es also tatsächlich nur um Kinder ginge, so führt Professorin Kelan weiter aus, dann würden Frauen so schnell Karriere machen wie Männer. Das ist aber nicht der Fall, denn Kinder sind nicht das einzige Problem.

 

Statistik: Frauenanteil in der Führungsspitze von Unternehmen* in ausgewählten Ländern Europas im Jahr 2015 | Statista

Ich finde ihre Argumentation sehr beispielhaft für unsere Gesellschaft. Kinder haben in der Regel zwei Elternteile, die zu beiden Teilen gleich für sie verantwortlich sein sollten. Und hier müssen wir ansetzen, damit Frauen gleiche Chancen haben wie Männer.

 

Frauen fehlt das richtige Netzwerk

Professorin Kelan sagt außerdem, dass es an oftmals fehlenden Netzwerken liegt, dass Frauen nicht vorankommen. Frauen bauen sich diese allerdings gerade auf. Sie gehen dabei sehr strategisch vor und arbeiten sogar tatsächlich Listen ab. Männer greifen hier bereits einfach auf ihre Netzwerke zurück. So richtig ändern wird sich allerdings erst etwas, sagt sie, wenn die Bereitschaft zur Selbstreflexion gegeben ist. Wenn wir also eigene Handeln hinterfragen und uns eines „Gender Uncoscious Bias“ bewusst werden.

Professorin Kelan hofft dabei vor allem auf die neue Generation der Millenials, die sich mehr Gedanken darüber machen, wer sie als Chef sein wollen. Ein Kulturwandel ist also in Sicht, denn „es kann ja nicht sein, dass wir im 21. Jahrhundert noch so arbeiten wie im 20. Jahrhundert.“ Dem stimme ich voll und ganz zu.

 

Was glaubst du, ist das Geheimnis deines Erfolgs?

In jedem Fall würde ich meinen Erfolg unter anderem meinem früheren Arbeitgeber, rückblickend meinem Mentor, zuschreiben. Vor über 18 Jahren wurde ich relativ früh Teil der Neugründung, einer privaten Messegesellschaft in Mannheim. Ich durfte wirklich eine für mich beeindruckende Karriere im Unternehmen machen. Ich schaffte den Aufstieg in die Geschäftsführung in nur 7 Jahren. In dieser Zeit habe ich gemeinsam mit dem Gründer und damaligen Geschäftsführer Leitmessen innerhalb der jeweiligen Branchen aufgebaut. Darunter die Messe Zukunft Personal, Fachmesse für Personalmanagement. Das war eine unglaublich bereichernde Zeit für mich, denn ich durfte ich in sehr kurzer Zeit sehr viel Verantwortung übernehmen.

 

Karriere braucht Förderer

Insgesamt war ich 15 Jahre für das Unternehmen tätig. Die Karriere war mir möglich, da das Unternehmen stark leistungsorientiert war und gefühlt ohne wirkliche Hierarchien auskam. Dadurch konnte ich immer wieder neue Verantwortungsbereiche übernehmen. Vor allem aber auch, weil mein Vorgesetzter mich sowohl stets ermutigt hat, den nächsten Karriereschritt zu gehen. Er hat mich immer wieder „geschubst“. Tatsächlich habe ich ihm oft gesagt, dass ich glaubte, noch nicht soweit zu sein. Das Gespräch wurde dann meist seinerseitens abgekürzt mit „Das bist du“.

Grundsätzlich ist man ja nie auf alles gewappnet und vorbereitet… wie auch. Das Wichtigste ist aber, und das war bei mir der Fall, dass es eine Fehlerkultur gibt. D.h. ich konnte Fehler machen und daraus lernen.

Und ich hatte mit meinem Chef jemanden, der „hinter mir stand“. Er hat mich in einer schwierigen Situation nicht fallen lassen. Das würde ich als wichtiges Kriterium bezeichnen. Das hat mich unglaublich gestärkt und hat mich wachsen lassen.

 

Karriere braucht den Willen zum Erfolg

Aber es braucht nicht nur die Förderer. Meiner Meinung nach braucht es auch den Willen zum Erfolg, den Ehrgeiz und sicherlich auch ein bisschen „Stehauf“-Mentalität. Ich bin oft auf die Nase gefallen. Habe auch falsche Entscheidungen getroffen. Aber ich habe immer reflektiert und Fehler auch gegenüber Dritten eingestanden. Ich habe gleichzeitig viele Chancen genutzt und auch sehr viel gearbeitet. Damit meine ich nicht zwangsläufig die Arbeitszeit. Ja, ich war sehr fleißig, habe mich sehr stark mit meiner Arbeit identifiziert. Letztlich aber habe ich mich vor allem nicht gescheut, Entscheidungen zu treffen. Das Commitment des Gründers und mein eigenes Engagements, auch einmal eine Extrameile zu gehen, haben mich bis an die Spitze gebracht. Nach 10 Jahren Mitarbeit stand ich in der Geschäftsführung – gleichberechtigt und wissend, wie wir uns am besten ergänzen.

 

Karriere – Der Wille zum Erfolg

 

Rückblickend würde ich nur dem Thema Networking einen ganz anderen Stellenwert zuordnen. Mit dem heutigen Wissen empfehle ich jedem wärmstens, möglichst früh damit zu beginnen. Und ich rate jedem „Such dir einen Mentor„. Ich habe diesen in meinem ehemaligen Vorgesetzten gefunden. Auch wenn wir nie offen darüber gesprochen haben, aber so war es. Jeder braucht Unterstützer. Also Menschen, von denen man lernen kann. Menschen, die einem immer wieder eine Tür öffnen und wenn es sein muss, einen auch durchschubsen.

 

Und auf dem Gipfel deines Erfolges bist du ausgestiegen und hast dich selbständig gemacht. Mittlerweile bist du wieder sehr erfolgreich. Was hat dir dabei geholfen?

 

Vielen Dank für diese Wahrnehmung. Wie alles andere ist auch das wirklich harte Arbeit. Wer aus dem Messewesen kommt weiß, dass ein Neuprojekt innerhalb von nur 6 Monaten auf die Beine zu stellen, ganz schön ambitioniert ist. Von Anfang an begleitet mich Linda Flath, eine ehemalige Kollegin und erfahrene Projektleiterin. Messen sind einfach nicht allein zu schaffen.

 

Messen macht man nicht allein
Messeteam herCAREER | © Fotostudio Pfluegl

 

Karriere als nächster logischer Schritt

Aber ich gehe erstmal einen Schritt zurück. Nach der Geburt meines ersten Kindes, führte ich eine Fernbeziehung zwischen Mannheim und München. Mein heutiger Mann übernahm mehrheitlich die Elternzeit. Unser erstes Kind verbrachte die Woche über beim Papa. Als wir unser zweites Kind bekamen, zog ich nach München. Der Weg zurück in die Geschäftsführung wäre damals nicht möglich gewesen. Tatsächlich gab es für mich keine andere Option als die Gründung einer eigenen Messegesellschaft. Das war einfach der logische nächste Schritt. Das „Messemachen“ habe ich von der Pike auf gelernt und ich fühlte mich bestens vorbereitet.

 

Erfolg erfordert Mut

Einfach ist es aber bis heute nicht. Wenngleich sich unser Messeprojekt herCAREER gut am Markt etabliert hat, so stehen wir ständig vor neuen Herausforderungen.

Zudem wusste ich schon vor der eigentlichen Gründung, dass uns die ersten Projektjahre nicht profitabel gelingen können. Somit war es eine wirkliche Herausforderung, mit dem Business Plan Investoren zu begeistern. Nach etlichen Gesprächen bin ich dann ohne Bankenzusage gestartet.

Der Termin für die Messe war bereits für Oktober 2015 fixiert. Im April 2015 hatte ich die Gesellschaft eintragen lassen. Aber wie das Schicksal manchmal so spielt, werden die Mutigen auch belohnt. Nach wenigen Wochen habe ich dann noch die ersehnte Zusage einer Bank erhalten. Ich bin also wohlwissend, dass uns das Geld ausgehen wird, wenn keine Zusage seitens eines Kaptialgebers erfolgt, gestartet. Eine Gründung ist eine enorme Herausforderung, besonders finanziell. Nicht zu vernachlässigen ist, dass Messen ebenso wie viele andere Branchen auch, einem enormen Wandel und Wettbewerbsdruck unterliegen.

 

Gründung ohne Kapital

Kommen wir mal zu der Messe, die du sehr erfolgreich veranstaltest. Eine Karrieremesse für Frauen, der herCAREER. Warum brauchen wir die?

Als wir mit der Messe gestartet sind, hatte das Weltwirtschaftsforum gerade kundgetan, dass es noch 170 Jahre bis zur beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern dauern würde. In der Zwischenzeit sind jüngste Prognosen des Weltwirtschaftsforums sogar auf 217 Jahre gestiegen.

Ich würde gern noch einmal Professorin Kelan zitieren. Sie sagt, dass viele Menschen der Auffassung sind, dass die Gleichstellung schon lange erreicht sei. Frauen könnten jetzt alles machen, was sie wollten. So ist zumindest die Annahme. Auch Frauen selbst sagen, dass sie nicht benachteiligt werden. Kelans Ausführungen zufolge ist diese Einstellung vor allem Selbstschutz: Es ist schließlich sehr schwierig, motiviert zu bleiben, wenn man eine Arbeitsstelle hat, bei der man sich benachteiligt fühlt. Es ist doch viel leichter davon auszugehen, dass es die eigene Schuld sei. Man war einfach nicht gut genug. Das sagt sich leichter als „Hier liegt ein systematisches Problem vor, welches wir angehen müssen.“

 

Frauen unterschätzen noch immer das Networking

Interessant finde ich in diesem Kontext auch, dass Professorin Kelan in zahlreichen Interviews mit Frauen auch die Erkenntnis gewonnen hat, dass Frauen sich nicht erklären könnten, warum Männer in ihrer Karriere bereits zwei Schritte weiter sind. Und das obwohl sie durchschnittlich besser im Studium abschneiden. Frauen müssten verstehen, dass es nicht darum geht die besten zu sein. Es geht viel mehr darum die richtigen Personen zu kennen. Denn ein gutes Netzwerk ist das A und O im Berufsleben. Männer erkennen dies oftmals früher als Frauen und bauen sich ganz gezielt ein Netzwerk auf.

 

Karriere dank Networking

Wir wollen Frauen im beruflichen Umfeld stärker unterstützen. Und zwar jetzt! Genau deshalb haben wir die herCAREER ins Leben gerufen. Wir wollen die relevanten Themen anbieten, die sie dabei unterstützen, weiter zu wachsen. Mit der Messe brechen wir Hierarchieebenen auf und bieten unseren Teilnehmer/innen einen Austausch auf Augenhöhe. Die Besucher/innen haben die Möglichkeit, sowohl das Wissen der Community anzuzapfen, aber auch von den Erfahrungen und dem Know-how erfahrener Vorbilder (Role Models) und Insider zu lernen.

 

Der Confidence Gap ist real

Darüber hinaus gehen wir Themen an, wie der durch Studien nachgewiesenen „Confidence Gap“. Diese besagt, dass Frauen sich erst dann auf Stellenanzeigen bewerben, wenn sie nahezu 100 Prozent der Anforderungen erfüllen. Bei Männern hingegen reichen bereits 60 Prozent. Wir nutzen entsprechende Kenntnisse, verzichten auf die bekannten JobWalls und führen stattdessen Job-Offer-Talks, also kleine Talkrunden, durch. In diesen Talks wird die Mitarbeit in einer Abteilung vorgestellt, es wird die die Zielgruppe definiert. Z.B. Praktikum, Einstieg mit weniger als 3 Jahren Erfahrung, Professional mit mehr als 3 Jahren Erfahrung und Führungsveranstwortung. Aber es werden auch Quereinstiege thematisiert.

 

Confidence Gap bei Bewerbungen

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Organisationen, Netzwerke und Verbände, die sich für Frauen stark machen. Mit diesen und mit der Kraft ihrer Netzwerke wollen wir für Frauen die beruflichen Zugänge einfacher machen und uns für gleiche Chancen einsetzen. Mit der herCAREER streben wir an, die relevante Plattform und der jährliche Fixpunkt für karriereinteressierte Frauen zu sein. Die Nachfrage sowie das Feedback der bisherigen Teilnehmer/innen bestätigen uns darin, den Weg weiterzuverfolgen und die Plattform weiter auszubauen.

Was ist aus deiner Sicht das Besondere an der Veranstaltung?

Die herCAREER haben wir als Veranstaltung konzipiert, die alle Aspekte eines weiblichen beruflichen Werdegangs berücksichtigt – einschließlich der familiären Aspekte. Sie holt Frauen dort ab, wo sie gerade stehen: Beim Jobeinstig, Aufstieg, Wiedereinstieg oder auch bei der Gründung. So kommen attraktive Arbeitgeber zu uns, die sich ausdrücklich für Chancengleichheit und Frauen im Management engagieren.

Die zahlreichen Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zu Weiterbildungsmöglichkeiten und rund um das Thema Existenzgründung machen die Messe einzigartig. Neuerdings haben wir das Angebot auch um Beratungsangebote zu rechtlichen Themen und Finanzen erweitert.

Das Besondere der herCAREER sind sicherlich die vielseitigen und zahlreichen Möglichkeiten, sich mit Mitarbeitern von Unternehmen auszutauschen. Durch den Austausch von Erfahrungen in Kleingruppen werden zudem neue Netzwerke erschlossen. Wir wollen mit den Talkrunden die Teilnehmer/innen von den Lernkurven der Sparringspartner profitieren lassen.

Da Rekrutierungsprozesse heute stark digitalisiert sind, wollen wir Möglichkeiten eröffnen, direkte Insights aus den Unternehmen zu bekommen. So kannst du direkt erfahren, wie die Personalentwicklung im Unternehmen abläuft. Oder wie das Unternehmen Frauen bei der Karriereplanung unterstützen kann. Es werden Job-Sharing-Modelle oder auch Mentorships im Unternehmen vorgestellt. Ein großes Thema ist auch, von Vorbilden (Role Models) zu lernen und in den Austausch mit herausragenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu gehen.

 

Karrieremesse herCAREER

 

Die Messe hatte bereits im vergangenen Jahr über 200 Aussteller und Partner, über 250 MeetUps, 60 Vorträge und Panels, und über 4.500 Besucher/innen mit einer unglaublichen Weiterempfehlungsrate von yout99 Prozent. Die Messe wird damit zum jährlichen Begleiter und Frauen nutzen die Messe wirklich über alle Hierarchien hinweg, um in den Austausch zu kommen und ihr Netzwerk zu erweitern.

 

Was rätst du der Eventmanagerin, die ihre Karriere vorantreiben möchte?

Karriere ist ja völlig unterschiedlich und wird individuell definiert. Meine Empfehlung lautet: Suche dir aktiv einen Mentor. Oder nennen wir sie Unterstützer, von denen du lernen kannst. Suche Menschen, die dich in neue Bereiche und Aufgaben einführen. Aber auch welche, die dich empfehlen können, wenn es um eine Beförderung geht. Mach dich und deine Leistung sichtbar – bestenfalls kontinuierlich, nicht nur im jährlichen Zielvereinbarungsgespräch. Nutze unbedingt Möglichkeiten, dich intern weiter zu vernetzen. Auch quer durch das und außerhalb des Unternehmens. Bring dich ins Spiel für interne neue Positionen und Beförderungen.

Sei dir deiner Stärken und Schwächen bewusst. Konzentriere dich in jedem Fall auf den Ausbau deiner Stärken und werde darin exzellent. Übe dich in Selbstreflexion und fordere Feedback ein. Das hilft bei der Stärkung deiner Kompetenzen und vor allem der Wahrnehmung seitens des Arbeitgebers. Sollte dein Arbeitgeber dich trotz ausreichender Qualifikation immer wieder bei Beförderungen übergehen – schau dich um und nutze  Chancen. Wenn du „oben“ angekommen bist, ermutige unbedingt Frauen für den nächsten Karriereschritt. Auch wenn diese sich noch nicht bereit dafür fühlen. Sei dann aber das Netz in Form von Austausch und Sparring, damit diese Frauen sich selbstbewusst weiterentwickeln können und ermögliche nachkommenden Frauen Zugang zu Netzwerken.

 

Werde dir deiner Stärken bewusst und mach Karriere

Worauf dürfen wir uns in Zukunft noch freuen?

Mit der messe.rocks möchte ich in jedem Fall weiter wachsen. So wollen wir die herCAREER zur Leitmesse für die weibliche Karriereplanung in Deutschland ausbauen und positionieren.

Wir arbeiten im Rahmen der herCAREER gerade daran, noch stärker darauf einzugehen, wie Unternehmen sich durch die voraschreitende Digitalisierung verändern. Welche neue Business Modelle sich ergeben und welche Kompetenzen gesucht werden. Das möchten wir durch die Future Talks ermöglichen. Und mit unseren sogenannten Innovation Labs wollen wir Unternehmen ermöglichen ihre Accelerator-Programme, Inkubatoren, Hubs oder Labs vorzustellen. Denn wir adressieren mit herCAREER nicht nur Angestellte, sondern auch Gründer/innen. Mit diesem neuen Format möchten wir Gründer/innen, die bereits am jeweiligen Programm teilgenommen haben, einladen über das jeweilige Programm zu berichten. Wir wünschen uns, dass diese den Prozess authentisch schildern und damit andere Gründer/innen begeistern. Gleichzeitig arbeiten wir daran, Unternehmen und ihr Commitment zu New Work abzufragen.

Neu ist auch die Plattform Job-Insights, die in Kürze online geht. Hier ermöglichen wir Arbeitgebern potentiellen Arbeitnehmern einen anderen Blick in die Abteilung zu geben, für die eine Stelle ausgeschrieben ist. Wir interviewen dazu einen Mitarbeiter aus dem Team oder den direkten Vorgesetzten. Dieser gibt uns aus seiner Sicht einen Einblick in den Job und die benötigten Skills, die Kultur, das Team aber auch auf seine ganz persönliche Sicht der Mitarbeit.

Wir sind am Ende auch selbst immer sehr gespannt, wie die Reise weitergeht und freuen uns schon jetzt auf einen weiteren Austausch.

 

Eindrücke von der herCAREER - eine Messe für Karriere
Eindrücke von der herCAREER | © Fotostudio Pfluegl

 

 

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