Mobile Event-App – so wird deine wirklich genutzt

Digitale Tools  |  07/07/2024

Eine mobile Event-App ist für den Veranstaltenden meist teuer und zeitaufwändig. Umso ärgerlicher, wenn diese dann kaum genutzt wird. Geht's dir auch so? Dann schau doch mal, ob du einen dieser typischen Fehler machst und verbesser's gleich. 

Mobile Event-App


1. Nicht mobil optimiert

Es gibt tatsächlich immer noch mobile Event-Apps, deren Texte und Bilder auf einem Smartphone schlecht lesbar sind. Man muss hin- und herscrollen und ist schon nach den ersten Sekunden frustriert.

👉 Besser: Wähle eine mobile Event-App, die wirklich auf allen gängigen Smartphones einwandfrei läuft. Lass dich von Profis beraten. Auf diesem Blog findest du zahlreiche Anbieter.


2. Textwüsten wohin das Auge blickt

Wer hat schon Lust, sich lange Texte auf dem Smartphone durchzulesen? TL;DR.
Erst recht, wenn sie weder mit Absätzen oder Sprungmarken strukturiert noch bebildert sind?

👉 Besser: Denk an die Lesenden. Fass dich kurz. Bau Zwischenüberschriften ein und füge Bilder hinzu. Das alles natürlich - wie unter Punkt 1 erwähnt - mobil optimiert.


3. Umständliche Navigation

Es gibt Event-Apps da sucht man bis zur Verzweiflung das aktuelle Programm oder eine ganz bestimmte Session oder einen Aussteller. Klar, gibt es oftmals eine Liste vom Programm oder den ausstellenden Unternehmen. Aber wer will sich schon durch 200+ Sessions klicken? Oder wer ahnt, dass hinter dem dritten Mausklick endlich die Öffnungszeiten stehen? Nur der oder diejenige, die die Infos eingegeben haben. Alle anderen suchen verzweifelt. Oder lassen es nach dem zweiten Versuch sein.

👉 Besser: Frage dich, was deine Event-Teilnehmenden wirklich suchen. Und bau genau das an den Anfang. Egal, was dein App-Anbieter sagt oder was andere tun. Aber befrage auch die Zielgruppe. Es gibt genug Features, die auch nach 2 oder 3 Jahren noch niemand entdeckt hat, obwohl Veranstaltende und App-Anbietende sich ganz sicher waren, dass dieses Feature nützlich sein müsste.


4. Aktualisierungen, die keiner gebrauchen kann

Boah wie nervig. Ich starte die App und muss sie erst aktualisieren. Kann das nicht im Hintergrund passieren? Noch schlimmer: Es ist Event-Tag Nummer 2 und ich muss selbständig die App aktualisieren oder nachdem ich eine Push-Nachricht erhalten habe.

👉 Besser: Halte die App stets aktuell. Am besten über Hintergrund-Aktualisierungen.


5. Werbebanner, die wichtige Infos überdecken

Ja, Werbung ist wichtig. Doof ist nur, wenn zentrale Navigationspunkte dadurch verdeckt sind. 

👉 Besser: Mach die Banner - wenn du es kannst - kleiner. Oder integriere sie so in den Inhalt, dass es niemanden stört.


6. Nicht an den User gedacht

Es gibt mobile Event-Apps, die zeigen alles mögliche auf dem Mainscreen an, nur nicht das, was wirklich interessant ist. Z.B. "Entdecken"-Buttons, mit dahinter zahlreichen versteckten weiteren Buttons oder Hallenpläne in Minischrift, die sich nicht anklicken oder vergrößern lassen. Oder Buttons, die ständig auf eine andere Website linken. 

👉 Besser: 

Jetzt mal ehrlich: Was will ein·e Event-Teilnehmende? Es ist meist sehr wenig:

  • wo findet wann was statt? > Programm 
  • welche Aussteller einer Messe gibt's? > Ausstellerliste
  • wen kann ich außerdem treffen? > Networking
  • wie kann ich mich zurecht finden? > Pläne und allgemeine Infos

Genau das gehört auf den Mainscreen. Und zwar in den Worten, die deine Event-Teilnehmenden benutzen. Beispiel? "Programm" statt "Rahmenprogramm", "Suche" statt "Entdecken".


7. Es gibt keine Suche

Manche mobilen Event-Apps haben keine echte Suchfunktion. Wenn du auf das gelernte Lupen-Symbol klickst, kommst du zu weiteren Unternavigationen. Aber suchen kannst du nicht wirklich.

👉 Besser: Oben rechts erwarten User·innen ein Lupen-Symbol, mit dem sie alle Elemente der App durchsuchen können. Und natürlich erwarten sie auch passende Treffer.


8. Kein Mehrwert

Was haben Fitness-, Ernährungs-, Banking-, Heizungs-, Wetter- oder Shopping-Apps gemeinsam? Sie bieten einen Mehrwert. Dort kann ich meine persönlichen Daten tracken oder auf personalisierte Infos zurückgreifen. Außerdem erhalte ich Gutscheine, Rabatte, Coupons, maßgeschneiderte Infos - wie z.B. der Heizungsverbrauch im letzten Monat und im Vergleich zum Monat oder Jahr davor. 

Was bieten Event-Apps? Wenn sie gut sind, gibt's Favoriten zum Merken des Events. Und das eigene Ticket oder vielleicht auch Networking-Funktionen. Aber ist es das wirklich was, Event-Teilnehmende wollen?

👉 Besser: Versetz' dich in deine Zielgruppe. Was wollen die wirklich? Warum sind Shopping-Apps sämtlicher Discounter so erfolgreich? Weil es zusätzlich zum Bezahlen noch Einkaufsvorteile gibt. Und welche Vorteile bietet deine mobile Event-App?


9. Die 3-Tage-Event-App

Deine mobile Event-App hat während der Veranstaltung Hochkonjunktur. Danach nutzt sie kein Mensch mehr. Schade.

👉 Besser: Bau in der App eine Community auf. Dazu musst du diese allerdings wirklich aufbauen und pflegen. Von alleine passiert da gar nichts.


10. Die hemdsärmlige Optik

Manch eine mobile Event-App sieht immer noch so aus, als hätte ich sie in Word oder PowerPoint selbst zusammengebastelt. Schade. Denn das Auge isst immer mit.

👉 Besser: Hol' dir Profis in Sachen Gestaltung ins Team – entweder bei deinem Anbieter oder inhouse. Es lohnt sich. Manchmal helfen ein paar Farbeinstellungen und schon ist's rund.


11. Die mobile Event-App wurde nicht richtig beworben

Mobile Event-Apps laufen nicht von allein. 

👉 Besser: Du musst die App richtig krass bewerben. Sonst merkt's keiner. Lidl z.B. gestaltet riesige Plakate und stellt Warenkörbe mitten in den Laden – gefüllt mit Produkten, die nur in der App günstiger sind.


Fazit

Mobile Event-Apps müssen kein tristes Dasein führen. Mit ein paar Kniffen und der Frage: "Was wollen meine Event-Teilnehmenden wirklich?" kannst du ein gutes User-Erlebnis schaffen. Stecke in diese Frage und deren Antwort richtig viel Zeit und Gehirnschmalz rein.

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