Die einfachste Networkingidee für Events: Murmelgruppen

Interaktive Eventformate  |  27/01/2026  | von Katrin Taepke

Was ist eigentlich die einfachste Networkingidee für Events?

Vergiss Speeddating.
Vergiss „Stell dich doch mal kurz vor“.
Vergiss das awkward Rumstehen mit Kaffee in der Hand.

Murmelgruppen sind leises, fokussiertes Networking mit Substanz.
Kein Show-Format. Kein Programmpunkt mit PowerPoint.
Sondern: Gespräche, die hängen bleiben.

Erlebt habe ich das u.a. beim Eventquadrat 2026 in München und genau deshalb stell ich dir dieses Format hier vor:

Murmelgruppen - die einfachste Networkingidee für Events


Die Grundidee von Murmelgruppen

Nach einer Keynote sollten die Teilnehmenden nicht sofort zur nächsten Bühne rennen.
Sondern kurz innehalten. Nachdenken. Austauschen.

Deshalb ist es eine gute Idee, wenn du deine Event-Teilnehmenden direkt nach der Keynote in kleine Gruppen von 5 bis 6 Personen aufteilst. Nicht nach Sympathie oder wer sich eh schon kennt. Sondern simpel mithilfe einer Badge-Markierung. Fertig.

Warum das wirkt:

  • Alle haben gerade denselben Input
  • Niemand muss überlegen, worüber man spricht
  • Der Einstieg ist klar. Und niedrigschwellig.

Die drei Fragen – der eigentliche Zauber ✨ von Murmelgruppen

Die Murmelgruppen leben beispielsweise von diesen Fragen:

1️⃣ Was hat dich besonders inspiriert?
→ Emotion. Die Teilnehmenden reflektieren das Erlebte und öffnen sich gegenüber den anderen. Kein Fachgespräch, noch nicht.

2️⃣ Was sind deine drei "Take-Aways" oder "Golden Nuggets"?
→ Struktur. Sortieren. Gemeinsame Relevanz erkennen.

3️⃣ Welche praktischen Fragen leitest du daraus für dein Eventmanagement ab?
→ Jetzt wird’s praxisrelevant. Transfer. Anwendung. Mehrwert. 
Und warum Fragen? Weil Fragen den Horizont mehr öffnen als einfach nur Statements. 

Beispiel:
Statement: Ich muss mehr Teilnehmende akquirieren.
Frage: Was kann ich tun, um noch mehr Teilnehmende zu gewinnen?

Siehst du den Unterschied?


Das Entscheidende an den Murmelgruppen:
Erst kann jede·r für sich denken, dann wird das Erlebte in der Gruppe geteilt.
So kommen nicht nur die Lauten zu Wort.

Der Ablauf von Murmelgruppen

🕒 Gesamtzeit: ca. 60 Minuten

1. Vorstellungsrunde

  • 2 Minuten pro Person
  • Name, Rolle, ein Satz Kontext
    → Reicht. Mehr braucht es nicht.

2. Arbeit an den drei Fragen

  • erst löst sie jede·r individuell für sich
  • dann Austausch in der Gruppe
    → Tiefe statt Dauerreden.

3. Gemeinsame Dokumentation

Die Punkte aus Frage 2 und 3 können deine Teilnehmenden an der Wand festhalten und anschließend in eine zentrale App oder ein Dokument eingeben

Anschließend sollte der Input ausgewertet, geclustert und geteilt werden. Das bedeutet, dass die Gespräche nicht im Raum verschwinden. Sondern sie werden für alle sicht- und nutzbar. 

Was du für dieses einfache Networkingformat brauchst

✔️ Gruppenräume oder klar definierte Zonen
✔️ Eine App, ein Padlet, ein Google Doc – egal
✔️ Moderationskarten, Stifte, Pinnwand – analog wirkt!
✔️ Einen Timekeeper pro Gruppe
✔️ Und vor allem: Zeit statt Hektik.

Das war’s.

Katrin Taepke

Murmelgruppen:
Networking, das wirkt

KATRIN TAEPKE

Murmelgruppen bringen Teilnehmende ins Gespräch. Nicht oberflächlich. Sondern mit Substanz, Transfer und Erinnerung.

So wie beim "Eventquadrat" 2026 in München.

Abwandlung für große Events

Die Frage und Anregung von Cornelia Ilg auf LinkedIn nehme ich gleich auf:

Wie lässt sich das mit 400 Teilnehmern umsetzen? Oder ist das Format dafür nicht geeignet? Kann es funktionieren, wenn man die Zuhörer auffordert, noch in den Stuhlreihen sitzend, sich mit den Nachbarn in kleine Gruppen zusammen zu tun und dann wird 10 Minuten nur eine Frage diskutiert? Glaubt ihr, das geht und käme gut an?

-> Ja, das geht und käme gut an.


Warum Murmelgruppen die einfachste Networkingidee für Events sind

Zunächst einmal sind sie aus Sicht eines Eventplanenden wirklich super einfach umgesetzt. Egal welche Fachkonferenz, egal wie komplex das Thema deiner Veranstaltung ist, du brauchst kein Backgroundwissen oder Moderations-Know-how, um das umzusetzen. 

Und aus Sicht der Teilnehmenden gibt's auch zahlreiche Vorteile:

  • Niemand steht verloren rum
  • Alle sprechen – nicht nur die Extrovertierten
  • Gespräche haben Tiefe statt Visitenkarten-Tausch
  • Inhalte werden sofort in die Praxis übersetzt
  • Und: Deine Teilnehmenden fühlen sich ernst genommen

Oder anders gesagt:
👉 Networking passiert nicht zufällig. Du kannst es aktiv gestalten.

Fazit für Eventplanende

Murmelgruppen sind kein neues Format. 
Sie sind ein kluges Zusammenspiel aus Struktur, Zeit und guten Fragen.

So einfach kann Networking gehen.
Und so wirkungsvoll.




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