OMR – ein Must-have-seen für Event- und Marketingprofis

Bist du im Marketing oder im Event-Management tätig? Dann musst du die OMR – Online Marketing Rockstars – einmal live gesehen und erlebt haben! Hier wimmelt es nur so von Inspirationen für dein Marketing und dein Event-Management. Und ja, nicht für jede Zielgruppe eignet sich solch ein Festival und auch bei diesem Event lief nicht alles perfekt. Aber hey, besser hab ich es noch nirgends gesehen. Nach zwei Tagen OMR bin ich total geflasht und zugleich fix und fertig. Reizüberflutung, Menschen-Overload und 39km „auf der Uhr“. Hier kommen ein paar Inspirationen für dich, deine Events und dein Marketing und der Tipp: Schau’s dir einmal in deinem Leben als Präsenz-Event an. Es lohnt sich.

OMR Hauptbühne | ©Julian Huke Photography
OMR Hauptbühne | © Julian Huke Photography

Das Mindset der OMR

Ich kenne das Team rund um Philipp Westermeyer nicht, aber was ich vom ersten „Touchpoint“ – dem ersten Kontakt mit dem Festival – sofort gespürt habe: Das Mindset. Hier sind Leute am Werk, die sowohl etwas von dem verstehen, was sie tun und sie tun es mit voller Begeisterung. Mit Liebe zum Detail. Und das konnte ich an jeder Ecke spüren. Von den E-Mails vor dem Event bis zur letzten Push-Nachricht und der Follow-Up-Mail mit der Bitte um Feedback. Einiges stell ich dir hier in diesem Blogbeitrag vor. Allerdings gibt es noch viel, viel mehr. Schau’s dir am besten selbst einmal an.

Messestände auf der OMR | © Julian Huke Photography
Messestände auf der OMR | © Julian Huke Photography

Der Ton macht die Musik – Warum ich jede E-Mail und Push-Nachricht gelesen habe

Vielleicht fragst auch du dich, wie viele E-Mailings man so vor einem Event an seine Teilnehmer senden darf, ohne das es nervt. Und wie viele Push-Nachrichten über eine App noch OK sind. Die Antwort: Es kommt nicht auf die Anzahl an. Der Inhalt und noch viel wichtiger: Der Ton macht’s.

Ich hab mal nachgezählt: Allein vom OMR-Team habe ich inklusive aller Bestätigungsmails seit dem 6. April 28 (!) E-Mails nur für diese Veranstaltung – und nicht noch für deren andere Angebote – erhalten und alle geöffnet und gelesen. Dazu kamen unzählige Push-Nachrichten in den Tagen vor dem Event und währenddessen. Sie waren alle relevant und sie waren in der Sprache der Zielgruppe geschrieben. In meiner Wahrnehmung nicht zu flapsig und keinesfalls zu steril. Und genau das sind Mailings für Events ganz oft: In einer Behördensprache formuliert. Als würde mir das Finanzamt oder das Arbeitsamt schreiben. Aber ganz ehrlich, mit dieser Sprache locken wir nur sehr wenige Teilnehmer hinterm Ofen hervor. Die meisten wollen positiv und aktiv angesprochen werden.

Jede E-Mail hatte auch einen klaren, schnörkellosen Betreff statt eines „Event Update Nummer XY“, „Newsletter Kalenderwoche 14“, „Event-News Ausgabe 17“ o.ä.

Beispiele:

  • All you need to know #OMR22
  • Schön war’s: Wie hat es dir gefallen?
  • Das war krass
  • Deine Agenda für heute @OMR22
  • Akkreditiere dich vorab #OMR22

Du siehst hier schon, wie wichtig ein guter Hashtag für dein Event ist. Er sorgt neben der Sichtbarkeit in Social Media auch dafür, dass deine E-Mails sofort erkannt werden. Und damit hoffentlich auch geöffnet werden.

Und so können Anreiseinfos auch formuliert werden:

OMR - Anreiseinfos
OMR – Anreiseinfos

 

Kontaktfrei bezahlen

In Deutschland und auf Veranstaltungen immer noch längst kein Standard: Kontaktfreies Bezahlen. Dabei ist die Technologie schon längst da. Die OMR bewies es – wie auch andere Festival-Veranstalter – und ermöglichte das Bezahlen aller Getränke und Speisen über ein „Wristband“ inklusive Chip. Egal, an welchem Stand du warst, einfach Arm hinhalten und fertig. Kein Kleingeld rauskramen und kein „Hast du’s auch kleiner, noch ’nen Zehner, kann nicht rausgeben…“. Das beschleunigte den Prozess des Bezahlens enorm. Außerdem bin ich mir ganz sicher, dass so wesentlich mehr konsumiert wurde, als hätten die Leute mit Bargeld hantiert.

Die Übersicht über das Konsumierte gab’s am nächsten Tag per E-Mail. Wer wollte, konnte seine Rechnung gleich am Ausgang begleichen oder erhält diese hinterher. Technisch alles machbar und die Kontaktdaten liegen ja vor. So einfach kann Payment @Events sein.

OMR-Wristband - kontaktfreies Bezahlen und Check-In | © ThomasDietze
OMR-Wristband – kontaktfreies Bezahlen und Check-In | © ThomasDietze
 

Alles stets zur Hand – und am Arm

Die OMR hatte natürlich eine eigene Event-App. Hier gab’s keine Ausdrucke von Messekatalogen, Flyern oder ähnlichen Übersichten zum Gelände, zu den Speaker oder zum Programm. Alles fand in der App statt: Timetable, Account, Speaker, Sponsoren. Zentrale Funktion fürs Networking bzw. Kontakte behalten: Der Scan für den QR-Code auf dem Ticket des Gegenübers.

OMR App 2022
Einblick in die OMR App 2022

Und fürs Handgelenk gab’s das oben gezeigte Wristband. Damit wurden alle Zahlvorgänge abgewickelt und die Zugangsberechtigungen gecheckt – fürs Festival an sich, für die legendäre Conference-Stage, für die separat gebuchten MasterClasses. 2 in 1 also. Sehr praktisch für den Besucher und natürlich auch sehr aufschlussreich für den Veranstalter, der zu jeder Zeit weiß, welche Besucher sich wo aufhalten und was ankommt und was nicht.

Kontaktfreier Check-In mit dem Wristband der OMR22 | © TomSchlieper
Kontaktfreier Check-In mit dem Wristband der OMR22 | © Tom Schlieper

Die knackige Form der Evaluierung: Happiness-O-Meter

Apropos: Was kommt an. Hast du dich schon mal gefragt, warum immer weniger Feedbackbögen ausgefüllt werden? Oder warum die Resonanz auf digitale Bögen noch geringer ist? Vielleicht ist dein Feedbackbogen zu lang. Und zu kompliziert. Die OMR hat sicherlich eine mega hohe Responserate, denn nach einer MasterClass bat eine Person aus dem Team jeden Teilnehmer, doch einmal kurz „zu sagen, wie’s war“. Die Knöpfe sind selbsterklärend, oder? 😉

Und auch hier gibt’s keine Standard-Formulierung. Niemand nennt das Ding „Evaluierung“. Nein, hier gibt’s einen „Happiness-O-Meter“. Die Zielgruppe versteht’s.

Der hybride Feedbackbogen
Der hybride Feedbackbogen der OMR

 

Dressed in black – statt Octanorm in hellgrau

Kann man funktionale, und damit wenig emotional ansprechende Messehallen in ein cooles Design tauchen? Ja, man kann. Die OMR zeigte, dass es geht. Die Hallen mit den großen Bühnen waren sehr aufwändig gestaltet. Und an den Hallen-Seiten lief Werbung oder ansprechend formulierte Infos für die Besucher. Außerdem war keine Bühne während der Pause einfach nur schwarz oder hatte eine Powerpoint mit „gleich geht’s weiter und 5 Sponsoren-Logos“. Nein, hier waren auch die Pausen ein optischer Genuss. Und natürlich hießen die nicht einfach nur Pause, sondern beispielsweise „Energy-Break“.

MasterClasses der OMR | © Alexander Woeckener
MasterClasses der OMR | © Alexander Woeckener

Und die Hallen, die in kleinere Vortragsräume für die MasterClasses verwandelt wurden, waren aufwändig und optisch ansprechend gestaltet. Ganz in schwarz, wie es eben zum Branding der OMR passt. Natürlich waren auch die Traversen schwarz. Wenn schon denn schon. Und nicht nur ich glaube, dass es deutschland- oder sogar europaweit in dieser Zeit keine schwarzen Traversen mehr gab.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Liebe geht durch den Magen – Festivalliebe auch

Statt der üblichen „Messegastronomie“ gab’s hier eben die „OMR Bar“ oder „Food & Drinks“ und das in einer wahnsinnigen Vielfalt. Statt der üblichen Standard-Verpflegung mit Currywurst und Pommes lud nahezu jede kulinarische Richtung ein, die ich mir vorstellen konnte. Mir fällt keine ein, die’s nicht gab. Ob Veggie Bowls oder Spätzle und zig andere Sachen – alles war da und wurde kreativ angepriesen. Klar. Immerhin gab’s eine eigene Halle zum Thema Food-Marketing.

Die OMR Bar statt schnöder Messe-Gastronomie | OMR22-©FredoGerdes-Bar
Die OMR Bar statt schnöder Messe-Gastronomie | OMR22 | ©FredoGerdes

 

Welcome back

Die richtige Ansprache nach 2 Jahren Pandemie. Von allen Werbeflächen auf dem Gelände war’s ganz klar zu sehen: Die OMR freut sich, ihre Community endlich wieder live begrüßen zu dürfen. Überall konnte man „WELCOME BACK“ lesen. Ob am Eingang, in den Hallen auf den megagroßen Werbewürfeln, an den Hallenwänden, im Messeübergang, über dem Crew-Backstage-Bereich – die Freude war zu sehen und zu spüren.

 
WELCOME BACK der OMR22 | ©TobiasLindner
WELCOME BACK der OMR22 | © Tobias Lindner

Die gebriefte OMR Crew

Das fiel mir sofort auf: Die Crew war mega gut gebrieft und stets super freundlich und geduldig. Auch nach den langen Warteschlangen am Morgen des ersten Tages. Soooo freundlich und sooo geduldig – das fällt mir bei anderen Events nur selten auf. Auch die Frage „what are you most excited about?“ hatte ich überhaupt nicht erwartet. Und jede/r hat sich bei mir entschuldigt, sollte ich mal irgendwo kurz gewartet haben.

Übrigens hab ich nur sehr kurz gewartet. Wenige Minuten. Es soll auch längere Warteschlangen gegeben haben. Allerdings gab’s auch die Möglichkeit zum Check-In am Vorabend. Auch eine super Sache.

 

Die Crew-Pause

Die Lounge der Crew war beeindruckend. Mal ehrlich: Wie oft musst du als Planer in einem der weniger schönen Räume die Eventtage überstehen? Eben einer, den man nicht weiterverkaufen konnte. Oft gibt’s dann noch Messekekse und Filterkaffee. Klar, eine echte und gute Verpflegung habe auch ich schon erlebt und für mein Team organisiert. Es ist aber keineswegs selbstverständlich. Dabei arbeitet doch gerade die Crew so hart wie kein anderer. Super wichtig, dass genau diese Leute auch vernünftig verpflegt werden. Sie sind das Aushängeschild unserer Events – deiner Events, oder?

Die Crew-World der OMR22 | © FredoGerdes

Der Himmel über Hamburg

Wie kommt man in die Social-Media-Feeds der Leute? Philipp Westermeyer verrät es in seiner Keynote, die ich dir weiter unten eingefügt habe. Eine Möglichkeit: Werbung in der Offline-Welt, die so mega cool ist, dass sie „alle“ gern in die Online-Welt übertragen. Mit der Werbung am Himmel dank Skytexter hat er’s geschafft.

Werbung am Himmel | Dank Skytexter | Rolf Hermann
OMR Werbung am Himmel | Dank Skytexter | © Rolf Hermann, OMR

 

Und das hat er damit erreicht. Einen echten Peak im Suchvolumen:

OMR-Werbung am Himmel
OMR-Werbung am Himmel

 

Die OMR Community feiert

Ist die OMR nun eine Weiterbildungsveranstaltung für Marketers oder eine Party? Beides! Und es gibt permanent Party: Abends, an den Ständen, zwischen den Messehallen, am Vorabend und auch auf der Hauptbühne treten Musicacts als Überraschungsgäste auf. Und genau diese Party ist online eben nur halb so cool. Deshalb fahre z.B. ich zu Live-Events. Doch dann muss es auch etwas Emotionales und Überraschendes geben. Reine Frontalvorträge und viel zu kurze Kaffeepausen locken mich nicht zu einem Event. Vermutlich auch viele andere nicht.

Party auf der OMR | OMR22_©NiclasRuehl
Party auf der OMR | OMR22_©NiclasRuehl
Party auf der OMR | OMR22_©NiclasRuehl
Party auf der OMR | OMR22_©NiclasRuehl
previous arrow
next arrow
 

 

Dabei ist alles! Und was ist mit Weiterbildung?

Auf der OMR gibt es mega viel Inspiration – auf allen Bühnen, in allen Gesprächen. Ich bin ganz ehrlich, wirklich tiefes Lernen im Bereich Marketing ist mir nicht geglückt. Dafür waren es einfach zu viele Reize. Und ich dachte mir schon während der ein oder anderen MasterClass „Die Aufzeichnung schau ich mir hinterher unbedingt an. Zum Glück gibt’s die auch online.“ Und das ist etwas, dass ich dir als Planer auch ans Herz legen will. Zeichne dein Event unbedingt auf. Die inhaltlichen Sessions in guter Qualität und von den Highlights und Spaß-Momenten lässt du einfach ein Best-of-Video anfertigen. Das kannst du dann super für die Bewerbung des Folgeevents nutzen. Und über die Inhalte holst du alle Daheimgebliebenen in deinen Kreis und lockst auch nochmal die Präsenz-Teilnehmer auf deine Plattform oder deine Videokanäle.

Besuchst du im nächsten Jahr die OMR und willst dich weiterbilden, dann:

  • stell dir unbedingt einen individuellen Zeitplan zusammen,
  • buche Masterclasses und Guided Tours,
  • such dir auch Alternativen heraus, falls deine Wunschbuchung nicht klappt oder falls es dir vor Ort plötzlich zu voll ist,
  • vereinbare Termine mit Personen, die du treffen willst – über die üblichen Kanäle oder stell einen extra OMR Online-Terminkalender-Slot zur Verfügung
  • schau dir die B2C-Vorträge an und frage dich, was du davon im B2B-Bereich übernehmen kannst. Mit etwas Überlegung ist überall etwas Wertvolles drin.
OMR Stage | © Ricci Speckels
OMR Stage | © Ricci Speckels

Inspiration – das wichtigsten Learnings aus der OMR Keynote

Ein Highlight der OMR ist die Keynote von Mastermind Philipp Westermeyer. Unter dem Titel „State of the German Internet“ gibt er interessante Einblicke ins Web und Online-Marketing. Schau ruhig mal ab 1:04:00 rein; die Sprungmarke im Video ist für dich schon drin.

Für mich das wohl wichtigste Learning ist die Message hinter dieser Grafik:

OMR - State of the german Internet

Sie zeigt, wie die Digitalisierung dank Corona in Deutschland, weltweit und natürlich auch in der Eventbranche gewirkt hat. Als extremer Beschleuniger. Sie zeigt aber auch, dass der Peak vorbei ist und das jetzt Umsätze und Co. wieder fallen. So ähnlich ist’s auch bei Events: Online-Events und Online-Services für Plattformen, Geschenkeboxen, Fotomosaike, Catering ins Home-Office etc. hatten ihren Peak. ABER: Der Trend – die gestrichelte Linie – geht dennoch weiter aufwärts. Und genau das wird auch bei Online- und Hybrid-Events passieren. Ja, der Peak ist vorbei, aber Online-Events oder digitale Parts für Live-Events sind damit keineswegs Geschichte. Es wird einen Mix aus allen Formaten und Tools geben. Und der Trend ist eindeutig: Auch in der Eventbranche schreitet die Digitalisierung weiter voran.

 

Außerdem ist die Präsentation optisch wirklich ein Genuss und wenn du das Video bis zum Ende der ersten Rede anschaust, siehst du auch gleich wie viele Leute an dieser Präsentation beteiligt waren. Ich meine nicht die technische Übertragung, sondern wirklich „nur“ den Content. Viele Speaker und viele Präsentationen können sich da wirklich noch eine Scheibe abschneiden. Ich schließe mich da selbst ein.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Fazit

Ein Event, das man mindestens einmal gesehen haben muss. Zumindest dann, wenn man in der Eventbranche oder als Marketingprofi unterwegs ist. Und das, was ich hier aufgeschrieben habe, ist nur ein sehr kleiner Teil vom Live-Event. Ich könnte noch viel, viel mehr erzählen. Aber das würdest du vermutlich nicht mehr lesen. Fahr lieber nächstes Jahr selbst hin,  überzeuge dich und pick dir deine Rosinen raus.

Merk dir doch schon den Termin für 2023 vor:

OMR22-©FredoGerdes-2023
Das Datum für 2023 steht schon: 9.+10. Mai | OMR22 © FredoGerdes

 
Hier geht’s zum offiziellen Recap-Video der OMR:
 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

PS: Falls du dich fragst, ob mich irgendeiner der OMR für diesen Artikel bezahlt: Nein. Ich bin einfach begeistert und gebe es weiter, in der Hoffnung, es hilft auch dir bei deinen Events.

 

Das könnte dich auch interessieren: 

OMR – ein Must-have-seen für Event- und Marketingprofis