Remote arbeiten – wie cool ist’s wirklich?

Hast du dich schon einmal gefragt, wie cool remote arbeiten wirklich ist? Die Meinungen darüber gehen sicherlich weit auseinander. Mir sind in den letzten Gesprächen mit anderen, die ebenfalls von zu Hause, in der Bahn, im Hotel oder auch „unter Palmen“ arbeiten, einige Gemeinsamkeiten aufgefallen. Falls du darüber nachdenkst, deine Präsenzzeiten bei deinem Arbeitgeber zu reduzieren – hier sind einige Dinge, die ich mir zum Teil ganz anders vorgestellt hatte. Du vielleicht auch?

Remote arbeiten und den Haushalt oder Besorgungen nebenbei wuppen

Ich weiß nicht genau, wie ich auf die Idee kam. Irgendwie dachte ich, die Waschmaschine oder der anstehende Einkauf ließen sich so nebenher erledigen. Und theoretisch ist das beim remote Arbeiten natürlich auch möglich. Doch die Praxis sieht ganz anders aus. Statt dessen sitze ich brav am Rechner und muss darauf achten, dass ich überhaupt Pausen einlege. Selbst die Mittagspause dauert in Wahrheit nur so lange wie ein Brot geschmiert oder ein Essen aufgewärmt ist. Manchmal erhalte ich sogar von meiner besseren Hälfte Whatsapp-Nachrichten mit der Frage, ob ich schon an die Pause gedacht habe. 😉

Remote arbeiten und mehr Sport treiben

Wie eben schon angeklungen, macht „man“ einfach keine weiteren Aktivitäten sondern konzentriert sich voll auf die anstehenden Aufgaben. Natürlich könnte ich morgens, mittags oder abends auch eine Jogging-Einheit einlegen. Die Wahrheit ist: An den Tagen, an denen ich im Büro präsent bin, bewege ich mich um viele Tausend Schritte mehr als zu Hause. Dort schaffe ich nur wenige Schritte – oftmals gerade bis zum Balkon.

mehr Sport dank remote arbeiten?
mehr Sport dank remote arbeiten?

Konzentrierter arbeiten und mehr schaffen

In der Tat! Das ist ein großes Plus. Sitze ich im Home Office, schaffe ich wesentlich mehr. Ich bin auch viel weniger abgelenkt. Gerade bei redaktionellen Tätigkeiten oder bei solchen, in denen viele Zahlen involviert sind, ein echter Vorteil. Niemand steht plötzlich neben meinem Schreibtisch und hat eine Frage. Oder will nur mal Small Talk halten oder unterhält sich mit den anderen Kollegen im gleichen Raum. Wer sich konzentrieren möchte, dem kann ich remote arbeiten echt empfehlen. Sogar mit den vielen Nebengeräuschen in der Bahn kann ich konzentrierter arbeiten als im Büro.

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Wer präsent ist, bekommt mehr mit

Eine logische Schlussfolgerung der eben geschilderten Beobachtung betrifft den Flurfunk. Bin ich im Büro, bekomme ich viel mehr mit, was in dem Unternehmen passiert. Selbst wenn es nicht auf meinen Schreibtisch gehört. Zusammenhänge, Stimmungen, neue Projekte und Kunden und vieles mehr – all das ergibt sich so einfach nebenbei. Wer remote arbeitet, muss sich diese Informationen explizit beschaffen. Doch woher willst du wissen, welche Fragen du stellen musst? In dieser Sache ist remote arbeiten aus meiner Sicht ein echter Nachteil.

Arbeit einteilen können

Das klingt bestimmt erst einmal komisch für dich. Damit meine ich, dass ich mir genau überlege, welche Aufgaben ich im Büro erledigen will und welche von unterwegs bzw. zu Hause. Was davon sind „Still-Beschäftigungen“ und wann ist es besser, wenn ich viele Leute um mich herum habe? Welche Aufgaben kann ich sogar ohne Internet erledigen? Wann wäre ein längeres Telefonat sinnvoll – im Büro oder zu Hause? All das sind Fragen, die ich mir „früher“ nie gestellt habe. Doch wer remote arbeitet, hat eben nicht immer in gleicher Qualität alle Informationen und Personen um sich herum. Auch wenn es Skye, Go-to-Meeting, Whatsapp und Co. gibt, der persönliche Austausch ist ein anderer. Allerdings brauche ich diesen auch nicht immer – siehe Punkt 3.

remote arbeiten und Arbeit einteilen
remote arbeiten und Arbeit einteilen
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Pri-vat-es und Be-ruf-lich-es trennen

Der Weg ins Büro, in die Mittagspause oder auch der nach Hause bringen zumindest aus meiner Sicht eine klare Trennung in Freizeit oder Arbeitszeit. Ganz anders sieht das aus, wenn die eigenen vier Wände plötzlich zum Büro werden. Dann verschwimmen diese Grenzen und es fühlt sich ein wenig so an, als wäre ich noch nicht daheim oder eben noch nicht im Büro. Mir helfen dabei Rituale: Immer am Schreibtisch arbeiten und am Küchentisch essen. Immer mit dem Diensthandy Berufliches erledigen, mit dem Privaten kann ich dann rumsurfen. Und am besten: Wenigstens einmal am Tag die eigenen vier Wände verlassen – zumindest am Abend für einen Spaziergang oder zum nächsten Supermarkt.

Fazit

Remote arbeiten ist eine tolle Sache, jedoch nicht für immer und ausschließlich. Der Mix aus Anwesenheitszeiten und arbeiten, wo immer es einen Rechner und manchmal auch Internet gibt, macht’s aus meiner Sicht sehr attraktiv. Doch damit dieser Mix klappt, brauchst du ein paar Spielregeln für deine Tätigkeiten und deine Pausen.

#eventprofs HomeOffice hat seine Vor- und Nachteile. Hier ein paar Dinge, die ich vorher anders eingeschätzt hatte. Klick um zu Tweeten
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