Teilnehmermanagement-Software: Funktionen, Auswahl, Tipps

Teilnehmer managen  |  08/08/2026  | von Katrin Taepke

TL;DR: Eine Teilnehmermanagement-Software steuert den Weg deiner Teilnehmer·innen von der Anmeldung bis zum Check-in und ersetzt Excel-Listen und manuelle E-Mails. Welches Tool passt, hängt von Eventgröße, Budget und deinen Pflicht-Funktionen ab. Diese Seite zeigt dir Funktionen, passende Tools und 50 Praxistipps aus echten Veranstaltungen.
Eventplanerin nutzt eine Teilnehmermanagement-Software mit Anmelde-Dashboard am Laptop im Eventfoyer

Mit der richtigen Software steuerst du Anmeldung und Teilnehmerdaten an einem Ort.

Funktionen einer guten Lösung

  • Online-Anmeldung: Anmeldeportal im eigenen Layout, Pflichtfelder, mehrere Ticketkategorien
  • Zahlung und Rechnung: verschiedene Zahlungsmittel, automatischer Rechnungsversand, Schnittstelle zur Buchhaltung
  • Teilnehmerdaten: zentrale Verwaltung, Dubletten-Vermeidung, DSGVO-konforme Speicherung
  • Kommunikation: automatische Bestätigungen, Reminder und Wartelisten
  • Check-in und Badges: schneller Einlass, Badge-Druck, optional eine Event-App
  • Reporting: vorformatierte Listen und Statistiken aus mehreren Perspektiven

Warum sich ein Tool fürs Teilnehmermanagement lohnt

Eine Software erledigt mehr als Anmeldungen. Sie spart dir Zeit, macht deinen Erfolg messbar und hält deine Daten sauber. Das sind die vier Hebel:

Die vier Hebel

  • Zeit und Kosten sparen: Automatisierung statt Excel-Chaos
  • Erfolg messbar machen: harte Zahlen statt Bauchgefühl, vom Lead bis zur Anmeldung
  • Datenqualität und DSGVO: keine personenbezogenen Excel-Listen mehr im Umlauf
  • Die richtigen Teilnehmer·innen gewinnen: Segmentierung und gezielte Ansprache

Ob sich ein Tool für dein Event rechnet, prüfst du mit dem ROI-Rechner Teilnehmermanagement.

Praxisbeispiel: So lief der Umstieg bei T-Systems (2019)

Kathrin Horn und Katharina Jansen, damals verantwortlich für Live-Marketing bei der T-Systems Multimedia Solutions GmbH, standen bis dahin mit gedruckten Listen am Check-in und hakten von Hand ab. Tippfehler in Namen bedeuteten, dass sie Namensschilder vor Ort neu drucken mussten. Und wenn der Vertrieb fragte, ob ein bestimmter Kunde schon da war, folgte ein langes Suchen auf der mehrseitigen Liste.

Nach dem Umstieg lief der Check-in im Self-Service, eine Kollegin begrüßte die Gäste nur noch. Das Suchen und Abhaken entfiel, die Warteschlangen ebenso. In Echtzeit war klar, wer da ist und ob das Programm starten kann. Das Ergebnis: weniger Personalkosten, weniger Fehler und eine Software, die sogar bei einer eher konservativen Zielgruppe ankam. Viele Gäste nutzten den QR-Code wie selbstverständlich und sagten: „Ach, das ist toll, das ist ja digital."

Welches Tool passt zu welchem Event?

Das passende Tool hängt von deinem Event ab: Eine kleine Tagung stellt andere Anforderungen als ein Kongress mit mehreren Tausend Gästen. Statt einer Pauschalempfehlung lohnt der Blick auf die Kriterien, die für deinen Eventtyp zählen.

Den vollständigen Überblick mit allen Anbietern, Funktionen, Serverstandort und DSGVO-Einordnung findest du im großen Event-Management-Software-Vergleich. Dort filterst du direkt nach Eventgröße und Anforderungen.

Worauf du je nach Eventtyp achtest

Kleine Events: einfache Bedienung, schneller Check-in, faire Staffelpreise. Filter den Vergleich auf „klein bis mittel".

Kongresse: Multi-Track-Agenden, Skalierung, Single Sign-On. Filter den Vergleich auf „mittel bis groß".

Hybride Events: Event-App, Streaming-Anbindung, Echtzeit-Daten. Filter den Vergleich entsprechend.

Strategie und Auswahl: kläre erst, was du brauchst

Bevor du Tools testest, leg fest, was deine Lösung leisten muss. Trenne Must-haves von Nice-to-haves, sonst verlierst du dich in Funktionslisten. Starte mit einer Standardlösung. Du kannst sie nach und nach anpassen oder später sogar eine eigene Lösung entwickeln (lassen).

Statt eines langen Pflichtenhefts hilft eine kurze User-Story: ein, zwei Sätze, die beschreiben, was das Tool für dich können soll. Das versteht jeder Anbieter schneller als ein zehnseitiges Dokument.

Und lass dir das System vorher live zeigen, im Showroom oder per Demo. Eine Registrierung und einen Check-in einmal selbst anzufassen sagt mehr als jede Feature-Liste. Prüfe außerdem, ob du nur die Leistungen buchen kannst, die du brauchst. Manche Anbieter verkaufen nur ein Gesamtpaket, in dem Funktionen stecken, die du nie nutzt.

Spezial-Funktionen, die du prüfen solltest

  • Instant Booking und Locationrecherche
  • Abstract-Management bzw. Call for Papers
  • CME-Handling für medizinische Veranstaltungen
  • Gesichtserkennung beim Check-in
  • spezielle Funktionen je nach Eventtyp: Festival, Messe, Tagung, Seminar
Mein Tipp: Formulier deine Anforderung als einen Satz nach dem Muster „Als Eventplaner·in möchte ich X, damit Y". Mit dieser User-Story sortierst du im Demo-Termin in Minuten, welcher Anbieter wirklich passt.

Fang früh mit der Suche an. Sobald die Eckdaten deiner Veranstaltung stehen, kannst du loslegen, spätestens vier bis sechs Monate vorher. Ein Toolwechsel braucht ein paar Schleifen, bis alles sitzt.

Tipp: Öffne auch die Registrierung selbst früh. Warum sich ein langer Vorlauf lohnt, zeigt Starte die Event-Registrierung 12 Monate im Voraus.

Anmeldung und Registrierung: richte den Prozess sauber ein

Gestalte das Anmeldeportal in deinem Corporate Design, damit deine Teilnehmer·innen dich wiedererkennen. Leg die Pflichtfelder selbst fest und frag nur ab, was du wirklich brauchst. Bau eine E-Mail-Prüfung ein, die Tippfehler abfängt, etwa über eine doppelte Eingabe oder einen Check auf das @-Zeichen. Eine falsche Adresse kostet dich später jede Bestätigung und jeden Reminder.

Überleg dir früh, wie viele Ticketkategorien du brauchst, und entscheide, ob die Buchungsbestätigung automatisch rausgeht oder ob du sie vorher manuell prüfst. 

Verschick die Bestätigungs-E-Mails und den QR-Code für den Einlass von einem persönlichen Absender, also vorname.name@, statt von service@ oder event@. Das bleibt deinen Gästen im Kopf und macht die Kommunikation nahbarer.

Willst du Hotelzimmer in den Anmeldeprozess integrieren, wähle ein Tool, das die Vermittlung umfangreich und effizient erledigt.

Typische Teilnehmergruppen mit eigenem Preis

  • Early Bird und Spätbucher
  • Referent·innen und Speaker·innen
  • Studierende und ermäßigte Tickets
  • Aussteller·innen und Standpersonal
  • Partner und VIPs
Mein Tipp: Bau Social Sharing und ein Empfehlungsprogramm direkt in die Anmeldung ein. Wenn deine Teilnehmer·innen ihre Teilnahme teilen und Vorteile für Werbende und Geworbene winken, übernehmen deine Gäste einen Teil deiner Reichweite selbst.

Kundenfreundlich aus Sicht deiner Teilnehmer·innen

Ein gutes Anmeldetool für Veranstaltungen denkt vom Gast her, nicht von der Technik. Ich habe mich einmal für ein kostenloses Webinar angemeldet und musste mich durch fünf Seiten klicken, eine Telefonnummer angeben und sogar eine Rechnungsanschrift hinterlegen. Für ein kostenloses Webinar. So verlierst du Anmeldungen, bevor dein Event überhaupt begonnen hat. Jede zusätzliche Pflichtangabe in der Teilnehmer-Registrierung kostet dich Abschlüsse. Diese fünf Punkte halten den Prozess auf der Seite deiner Gäste:

Kundenfreundlich aus Teilnehmersicht
  • Prozess zum Event passend halten: Ein kostenloses Webinar braucht keine fünf Seiten und keine Rechnungsadresse. Frag nur ab, was die Veranstaltung wirklich erfordert.
  • Status sichtbar machen: Zeig in einer Leiste, wo dein Gast im Anmeldeprozess steht und was noch kommt. Niemand klickt gern ins Ungewisse.
  • Gebühren vorab zeigen: Weise alle Kosten vor dem Buchen aus, auch durchgereichte Portalgebühren. Überraschungen im letzten Schritt brechen Buchungen ab.
  • Abweichende Rechnungsanschrift erlauben: Nicht jede·r zahlt über die Firma. Manche zahlen privat, manche wollen die Anmeldung im Unternehmen gar nicht zeigen.
  • Auswahlmenüs vom Gast her denken: Setz häufige Optionen wie die DACH-Länder im Dropdown nach oben, statt streng alphabetisch zu sortieren.
Mein Tipp: Melde dich einmal selbst zu deinem eigenen Event an, vom ersten Klick bis zur Bestätigungs-E-Mail. Du merkst sofort, wo dein Anmeldeprozess hakt.

Zahlung und Buchhaltung: automatisiere, was geht

Biete verschiedene Zahlungsmittel an und denk dabei auch an klassische Zahler. Automatisiere den Rechnungsversand und die Mahnungen, das entlastet dich und deine Buchhaltung spürbar. Lass Ausnahmen für Sonderfälle zu, sonst landest du doch wieder im manuellen Aufwand.

Denk früh aus der Perspektive deiner Buchhaltung: Stornierungen, Gutschriften und Nummernkreise müssen sauber laufen. Sorg für eine Schnittstelle in die Buchhaltung, die im Alltag wirklich trägt, und teste sie vor dem ersten Event. Lass deine Teilnehmer·innen ihre Umbuchungen bis zu einem Stichtag selbst vornehmen, das spart dir viel Zeit.

Was sauber in die Buchhaltung laufen muss

  • Rechnungen und automatischer Versand
  • Stornierungen und Gutschriften
  • korrekte Nummernkreise
  • automatisierte Mahnungen mit Ausnahmen für Sonderfälle
  • funktionierende Schnittstelle ins Buchhaltungssystem
Mein Tipp: Je nach Zahlungsmittel und Anbieter dauert es unterschiedlich lange, bis die Einnahmen auf deinem Konto landen. Hohe Vorauszahlungen ans Event musst du aber oft lange vorher leisten. Plan deine Liquidität von Anfang an mit ein.

Daten, Schnittstellen und DSGVO: halte deine Daten sauber und sicher

Bereinige deine Daten, bevor du sie aus Excel in ein Tool importierst. Shit in, shit out gilt auch hier. Leg eine zentrale Datenbank als deine „single source of truth" fest, dein CRM oder die Datenbank deines Anbieters, und entscheide das vor der Tool-Wahl. Meide Dubletten konsequent, sonst verlierst du den Überblick und deine Teilnehmer·innen merken, dass du deine Daten nicht im Griff hast.

Klär früh, wie deine neuen Daten in dein CRM wandern, und lass dafür eine durchdachte Schnittstelle konfigurieren.

Lass dir nicht vormachen, eine vorhandene Schnittstelle reiche aus. Sie steht zwar in der Liste, muss aber erst konfiguriert oder programmiert werden, damit Daten wirklich fließen. Manche Anbieter verschweigen das. Ohne diese Konfiguration überträgst du Anmeldungen am Ende von Hand, bei einem großen Kongress schnell hunderte. Frag darum gezielt nach einer echten Echtzeit-Schnittstelle, die Anmeldungen und Leads sofort ins CRM spielt. Alles andere kostet dich nach dem Event unnötig Zeit.

Prüf mit Blick auf die DSGVO, wo und wie deine Anbieter die Daten speichern. Bei der IT-Kompatibilität bist du heute meist auf der sicheren Seite: Browserbasierte Tools machen die Frage nach dem Betriebssystem überflüssig.

Eine Ausnahme sind native Begleit-Apps wie eine Lead-Erfassung, die laufen nicht auf jedem Gerät automatisch. Bezieh darum alle Nutzergruppen in die Auswahl ein, auch interne wie den Vertrieb. In einem Praxisfall fiel erst vor Ort auf, dass die Lead-App auf den Smartphones des Vertriebs nicht lief.

Beim Thema Daten unbedingt klären

  • Serverstandort und Speicherort der Daten (DSGVO)
  • zentrale Datenbank als single source of truth
  • funktionierende Schnittstelle ins CRM
  • Datenbereinigung vor dem Import
  • konsequente Dubletten-Vermeidung
Mein Tipp: Entscheide vor der Tool-Wahl, welches System deine führende Datenquelle ist, CRM oder Anbieter-Tool. Diese eine Festlegung erspart dir später Dublettenchaos und stundenlanges Abgleichen.

Sessions, Räume und Sitzpläne: steuere die Kapazität digital

Steuere die Kapazität einzelner Sessions digital, damit du keine Workshops überbuchst. Reicht der Platz nicht, tauschst du Räume oder setzt einen zweiten Termin für das gefragte Thema an. Verwalte neben der Kapazität auch die Ausstattung deiner Räume im Tool. Und überlass Wartelisten der Automatik, manuell verlierst du nur Zeit und Nerven.

Achte darauf, dass sich Session- und Raumlisten sauber exportieren lassen, am besten vorformatiert ohne Nacharbeit. Plane Sitzplätze digital, direkt aus den Daten der Registrierung, und gib allen Beteiligten Zugriff. So weiß am Ende auch der Caterer, wo die Person mit veganem Menü sitzt.

Wie digitale Sitzpläne in der Praxis aussehen, zeigt dieser Beitrag.

Was dir die digitale Steuerung abnimmt

  • Kapazität je Session, ohne Überbuchung
  • Verwaltung von Räumen und Ausstattung
  • automatische Wartelisten
  • exportierbare, vorformatierte Session- und Raumlisten
  • digitale Sitzpläne aus den Registrierungsdaten
Mein Tipp: Bau Wartelisten nie manuell. Ich habe es mehrfach versucht. Und genau in dem Moment, wenn es darauf ankommt, melden sich die Leute nicht zurück. Überlass das der Automatik oder lass Wartelisten ganz weg.

Check-in, Badges und Event-App: entzerre den Stress vor Ort

Viele Anbieter unterstützen dich beim Check-in auch mit Personal vor Ort, wenn du das brauchst. Das entlastet dich am Eventtag spürbar. Setz zusätzlich auf Live-Badge-Druck vor Ort. Das entzerrt den Zeitdruck kurz vor dem Event. Und es sorgt dafür, dass jeder Name richtig geschrieben auf dem Badge steht.

Achte darauf, dass dein digitaler Check-in vor Ort auch wirklich digital funktioniert. Ein Ticket per QR-Code bringt deinen Gästen nichts, wenn die Kontrolle am Ende über eine handgeführte Papierliste läuft oder Papiertickets in einer eigenen, schnelleren Schlange bevorzugt werden. Prüfe vor der Auswahl, ob die Software den Check-in per Scan sauber abbildet. Sonst sparst nur du Kosten und deine Teilnehmer·innen stehen länger an.

Setz eine Event-App nur ein, wenn sie sich lohnt. Bei großen oder komplexen Events fördert sie die Interaktion und das Matchmaking deiner Teilnehmer·innen. Verkauf die App-Sichtbarkeit an Sponsoren, das refinanziert den Kanal. Und nutz die App danach auch wirklich. Plan vorab, welche Nachrichten du wann verschickst, von Remindern bis zu spontanen Planänderungen. Hören deine Gäste nichts über diesen Kanal, kannst du ihn dir sparen.

Wann sich eine Event-App lohnt

  • großes oder komplexes Event
  • viel Interaktion und Matchmaking gewünscht
  • Sponsoring zur Refinanzierung möglich
  • du planst aktive Kommunikation über die App
Mein Tipp: Druck die Badges vor Ort live, nicht vorab. So fängst du jede Last-Minute-Änderung ab. Und niemand steht mit einem falsch geschriebenen Namen am Empfang.
Mitarbeiter scannt am Check-in-Counter mit einer Check-in-Software einen Teilnehmer-Badge ein

Software und Personal vor Ort halten den Check-in auch bei Andrang schnell.

Listen und Reporting: lass dir die Auswertung abnehmen

Lass dir bei Listen und Statistiken helfen. Je mehr vorkonfigurierte Listen dein Tool mitbringt, desto weniger formatierst du von Hand. Brauchst du Auswertungen aus verschiedenen Perspektiven, etwa pro Raum, pro Tag, pro Session oder pro Referent·in, sollte dein Tool genau das liefern.

Besonders praktisch sind Listen, in denen alle Buchungen einer Person in einer Zeile stehen. Das brauchst du für Seriendrucke wie Teilnehmerzertifikate. Nutz dafür Design- und Druckvorlagen, die die richtigen Seriendruckfelder aus deiner Datenbank ziehen.

Starte Umfragen und Evaluierungen direkt aus dem Tool. Deine Teilnehmer·innen sind dort schon hinterlegt, das spart dir den Umweg über separate Umfrage-Tools.

Listen, die du brauchen wirst

  • pro Raum, pro Tag, pro Session
  • pro Referent·in und pro Teilnehmer·in
  • ausführlich und kompakt je nach Zweck
  • eine Zeile pro Person für Seriendrucke wie Zertifikate
Mein Tipp: Frag im Demo-Termin gezielt nach vorformatierten Listen für deine Standardfälle. Jede Liste, die fertig aus dem Tool kommt, spart dir vor jedem Event Stunden an Handarbeit.
Projektleiterin prüft Anmeldezahlen und Teilnehmerlisten in einer Software für das Teilnehmermanagement

Gute Reporting-Funktionen ersparen dir das manuelle Zusammensuchen von Zahlen.

Kosten: rechne den echten Preis aus

Bevor du über das neue Tool nachdenkst, addiere die Kosten deiner bisherigen Lösung. Rechne die Arbeitszeit deiner Kolleg·innen mit ein, eingehende Anfragen und Ressourcen wie Papier. Dann recherchierst du alle Kosten des neuen Tools und rechnest sie in Euro um.

Lass dich nicht von Prozentangaben täuschen. Ein Prozent der Teilnehmergebühr klingt klein. Bei 500.000 Euro Einnahmen sind das 5.000 Euro für das Tool. Rechne also immer in echten Euro und prüf, ob das in dein Budget passt.

Wie du dein Kostenlimit sauber ermittelst, von den eh-da-Kosten bis zur Liquidität, liest du in Eventmanagement-Tool: was es kosten darf

Frag vor dem Abschluss nach einer Demoversion und teste das Look and Feel. Mach echte Testbuchungen für jede Ticketkategorie und jeden Anmeldezeitpunkt.

Vor dem Kauf testen

  • Demoversion anfordern und Look and Feel prüfen
  • Testbuchung für jede Ticketkategorie
  • alle Bestätigungen und Mahnungen auslösen
  • Zahlenformate und Währungen kontrollieren
  • Test zusätzlich an eine private E-Mail-Adresse
Mein Tipp: Schick dir bei den Testbuchungen jede Bestätigung und jede Mahnung auch an eine private Adresse. Dort siehst du, wie die E-Mails bei deinen Teilnehmer·innen wirklich ankommen. Oft sieht das ganz anders aus als in deinem Postfach.

Support und Einführung: denk an Betrieb und Umstieg

Leg vorab fest, wie viel Support du brauchst. Reichen ein Helpdesk und ein Chatbot, oder willst du Schulungen und einen festen Ansprechpartner? Bestimm auch den Service-Level. Während einer Veranstaltung muss Hilfe schneller kommen als im Alltag. Das kostet entsprechend.

Prüf, ob dein Tool eine echte Projektmanagement-Funktion bietet oder ob du dafür ein externes Tool wie Asana nutzt. 

Denk auch an die Empfängerseite. Verschiedene E-Mail-Programme stellen deine Bestätigungen unterschiedlich dar, also teste sie in mehreren Clients. Bind außerdem ein paar IT-affine Kolleg·innen als erste Nutzer·innen ein. Sie holen später weitere ins Boot und beantworten die häufigsten Fragen intern.


Blockiert dein Chef oder dein Team noch, hilft dir der Artikel 5 Gründe, warum dein Chef kein Event-Tool haben will.


Plane die Einführung wie ein kleines Projekt. Richte die Schulung danach aus, wer was nutzt: Admins lernen die Konfiguration, gelegentliche Nutzer·innen nur ihren Bereich. Führe das Tool schrittweise ein und starte mit den Basisfunktionen wie Online-Anmeldung und Zahlung. App und Badge-Druck kommen später. Nach den ersten Tagen holst du Feedback ein und schulst gezielt nach, wo es hakt.

So führst du das Tool ein

  • Rollen klären: Schulung passend zu Admins und gelegentlichen Nutzer·innen
  • Klein anfangen: erst Anmeldung und Zahlung, App und Badges später
  • Selbsthilfe bereitstellen: modulares Online-Handbuch und erreichbarer Support
  • Feedback einholen: nach den ersten Tagen nachfragen und nachschulen

Wie du deine Vorgesetzten vom neuen Tool überzeugst, zeigt dir die SCQA-Methode.

Support, den du klären solltest

  • Helpdesk, Chatbot oder fester Ansprechpartner
  • Schulungen für dich und dein Team
  • Reaktionszeit im Alltag
  • schnellere Reaktionszeit während der Veranstaltung
Mein Tipp: Such dir vor dem Rollout zwei oder drei IT-affine Kolleg·innen als Power User. Sie testen zuerst und werden danach deine internen Ansprechpersonen. Das spart dir teure Support-Anfragen.

Häufige Fragen zum Teilnehmermanagement-Tool

Warum brauche ich überhaupt ein Event-Management-Tool?
Sobald dein Event mehr als eine Handvoll Anmeldungen hat, stößt Excel an seine Grenzen. Ein Tool automatisiert Anmeldung, Zahlung und Kommunikation, reduziert Fehler und hält deine Daten DSGVO-konform an einem Ort. Du sparst Zeit und kannst deinen Erfolg messen, statt ihn zu schätzen.
Brauche ich für kleine Events überhaupt ein Tool?
Sobald Anmeldungen, Zahlungen und Kommunikation zusammenkommen, spart dir ein Tool spürbar Zeit. Für sehr kleine Events reicht oft eine schlanke Lösung mit Anmeldeformular und Check-in. Für größere Events lohnt sich der volle Funktionsumfang.
Was ist ein Teilnehmermanagement-System?
Ein Teilnehmermanagement-System bündelt Anmeldung, Zahlung, Kommunikation, Check-in und Reporting an einer Stelle. Es ersetzt Excel-Listen und manuelle E-Mails durch einen automatisierten Prozess. Die Begriffe Teilnehmerverwaltung, Anmeldetool und Teilnehmermanagement-System meinen meist dasselbe.
Welche Funktionen sollte ein Tool für das Teilnehmermanagement haben?
Wichtig sind ein anpassbares Anmeldeportal, flexible Ticketkategorien, automatische Bestätigungen und Rechnungen, ein schneller Check-in und sauberes Reporting. Welche Funktionen Pflicht sind, hängt von deinem Event ab. Leg deine Must-haves fest, bevor du Tools vergleichst.
Was kostet ein Teilnehmermanagement-Tool?
Die Kosten hängen vom Anbieter, von der Eventgröße und vom Funktionsumfang ab. Manche Tools rechnen pro Event ab, andere als Jahreslizenz, wieder andere über einen Prozentsatz der Teilnehmergebühr. Rechne den Prozentsatz immer in echte Euro um und vergleiche ihn mit deinem Budget. Aktuelle Preise prüfst du direkt beim Anbieter, sie ändern sich häufig.
Wie messe ich, ob sich ein Teilnehmermanagement-Tool rechnet?
Rechne den Erfolg in harten Zahlen statt im Bauchgefühl. Stell den Kosten des Tools messbare Ergebnisse gegenüber, etwa qualifizierte Leads, Anmeldungen oder Cost-per-Lead. Schon während der Anmeldephase siehst du, ob die richtigen Teilnehmer·innen kommen, und kannst gegensteuern. Eine erste Einschätzung liefert dir ein ROI-Rechner.
Worauf muss ich beim Datenschutz achten?
Prüfe, wo und wie der Anbieter die Daten speichert, und ob Serverstandort und Auftragsverarbeitung zur DSGVO passen. Leg eine zentrale Datenbank als führende Quelle fest und vermeide Dubletten. So behältst du die Hoheit über deine Teilnehmerdaten.
Was macht eine Online-Anmeldung kundenfreundlich?
Sie fragt nur das Nötigste ab und zeigt deinen Gästen jederzeit, wo sie im Prozess stehen. Alle Gebühren stehen vor dem Buchen fest, auch durchgereichte Portalgebühren. Eine abweichende Rechnungsanschrift ist möglich, und häufige Auswahlfelder wie die DACH-Länder stehen im Dropdown oben. Kurz: Der Prozess passt zur Veranstaltung und denkt vom Gast her, nicht von der Technik.
Bleib up to date!