Vero – die neue Social-Media-App

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Brauchen wir noch eine App? Wirklich? Bist du Eventmanager und erledigst deinen Social-Media-Job “so nebenbei”, fragst du dich vielleicht, wie du deine Ressourcen nun “schon wieder” verteilen sollst. Welche Kanäle sind denn da noch relevant? Wo findest du denn nun deine Zielgruppe in den Sozialen Medien? Schau doch einmal in den frisch gebloggten Social-Media-Atlas 2017/2018 von Faktenkontor.

Wie alt ist deine Zielgruppe? Organisierst du Festivals für 14- bis 29- Jährige, ist die Kommunikation über Whatsapp und Snapchat wohl eine gute Idee. Sind deine Kunden eher älter, sind YouTube (ja, YouTube!) und Facebook eine gute Wahl. Trotz der immer wieder sinkenden Reichweiten von Facebook, scheint es sinnvoll, dort vertreten zu sein. Deine Kunden tummeln sich einfach dort. Natürlich hängt die Wahl der Sozialen Medien auch von deinen Themen ab. Organisierst du vorrangig B2B-Konferenzen, wären wohl xing und LinkedIn passender.

Brauchst du da wirklich noch einen neuen Kanal?

Nun vielleicht. Ob Vero wirklich durchstartet, werden wir sehen. Bis dahin habe ich mir aus Neugier die neue App schon einmal heruntergeladen und getestet. Diese App hat angeblich das Zeug, eine Alternative zu Instagram zu werden. Das kann ich verstehen, denn die Einbindung von Fotos gefällt mir persönlich ziemlich gut. Doch fangen wir von vorne an:

Die Suche nach Freunden auf Vero

Gleich nach dem Anmeldeprozess hat mir Vero vorgeschlagen, meine Freunde zu suchen. Allerdings habe ich mit dieser Startsuche niemanden gefunden. Später dann hat mich eine facebook-Freundin kontaktiert. Zu Beginn einer neuen Social-Media-App ist das nachvollziehbar. Da frage ich mich auch, ob du deine Kunden dort finden könntest. Im Moment eher nicht. Das wäre wohl eher “eine Investition in die Zukunft” und die Hoffnung darauf, dass du dort als Erster und sehr prominent wahrgenommen wirst.

Die Suche nach Hashtags auf Vero

Das gefällt mir! Auf der Suche nach Freunden habe ich gesehen, dass ich sowohl nach Personen als auch Hashtags suchen kann. Wer bei den Hashtags nach #eventprofs sucht, findet die IMEX Group. Wer “MICE” sucht, findet natürlich Mäuse 😉 .
Fazit: Die first mover sind schon da und diese Suchfunktion find ich klasse.

Die Suche nach dem Server von Vero

Die App funktioniert noch nicht zuverlässig. Mein erstes Posting sollte ein Link werden, das hat mehrfach nicht geklappt. Wie ich im Netz las, angeblich wegen der Server-Überlastung.

Vero - Serverprobleme
Vero – Serverprobleme

Die intelligente Autovervollständigung

Das zweite Posting, ein Bild vom gestrigen Networking-Event hat einwandfrei funktioniert. Dabei wollte ich einen Hashtag vergeben. Beim Eintippen von “event” kannte die App schon viele relevante Ergänzungen, z.B. “Eventmanager”, “Eventprofi” oder auch “Eventbrite” ;). Klasse!

Die Auswahl der Beiträge

Das hat mir gefallen. Man kann Beiträge kategorisieren! Ich kann mich entscheiden, ob ich ein Foto, einen Link, ein Buch, Musik, einen Film oder einen Ort teilen möchte. Beispielsweise habe ich meinen Lieblingsfilm gleich gefunden. Will ich den teilen, kann ich auch sagen, ob ich ihn gerade ansehe, schon gesehen habe, noch sehen möchte, ob ich ihn empfehle oder nicht empfehle. Gerade die letzten beiden Auswahlmöglichkeiten finde ich für Social-Media-Manager oder eben Eventmanager spannend. Dreht es sich bei Social-Media doch häufig immer darum, dass wir unserem Netzwerk etwas empfehlen möchten oder eben nicht. Wir verlassen uns als Konsumenten auch oft auf die Empfehlungen unseres Netzwerkes. Diese Funktion so explizit in die App einzubinden, gefällt mir deshalb. Übrigens ist die App als solche werbefrei. Unternehmen oder Influencer können keine Postings kaufen. Willst du deine Zielgruppe auf diesem Kanal erreichen, geht das nur mit “manuellen Postings”.

Vero - Postingvarianten
Vero – Postingvarianten

Die Wahl der Empfänger

Du kannst deine Freund in Kategorien einordnen, zum Beispiel in „Enge Freunde“, “Freunde”, „Bekannte“ und “Follower”. So entscheidest du, wer deine Beiträge sieht. Allerdings kannst du das bei Facebook auch. Dazu ordnest du deine Freunde bestimmten Listen zu. Mir ist daher noch nicht klar, warum es heißt, dass “Die neue Social-App versucht, die Grenzen der Privatsphäre mit einer klareren Unterteilung zwischen engen Freunden, Freunden, Bekannten und Followern spezifischer zu ziehen”.

Vero - Die Kategorien der Freunde und Follower
Vero – Die Kategorien der Freunde und Follower

Deine Timeline auf Vero

Ist einfach eine Timeline. Es gibt keine Algorithmen. Du siehst die Beiträge in chronologischer Reihenfolge. Vielleicht wird es diese früher oder später noch geben. Für dich als Eventmanager bedeutet es, dass es (wieder) sehr relevant ist, wann du etwas postest. Denn im Gegensatz zu anderen Netzwerken gibt es (noch) keine “Posting planen” Funktion.

Deine hochwertigen Eventfotos

…werden endlich nicht mehr beschnitten! Ehrlich, ich als Hobbyfotografin lege großen Wert darauf, dass der Bildausschnitt passt. Möchtest auch du deinen Kunden hochwertige Eventfotos zeigen, ist das enorm wichtig. Es hat schon einen guten Grund, warum es unzählige Bücher zur Bildgestaltung gibt. Der Bildausschnitt gehört auf jeden Fall dazu. Du kannst bei Vero sogar vollständige Panoramen posten. Ganz im Gegensatz zu Instagram, denn diese werden dort automatisch an den Seiten abgeschnitten.

Das ansprechende Design

Ganz bestimmt ist das Geschmacksache. Mir gefällt es. Ich bin gespannt, was dazu sagst.

Bist du schon da?

Hast du dich auch schon bei Vero angemeldet? Falls ja, poste doch mal den Link zu deinem Profil in das Kommentarfeld.

PS: Wer mich bei Vero sucht, findet mich unter “Katrin Taepke”.

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4 Gedanken zu „Vero – die neue Social-Media-App

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