Eventsoftware wechseln oder ergänzen: Woran die Entscheidung meistens scheitert
Viele Eventmanager·innen schieben diese Entscheidung auf. Die Zeichen häufen sich trotzdem: mehrere Tools für ähnliche Aufgaben, Exceltabellen als Notlösung, Fragen von Kolleg·innen, warum Daten nicht zusammenfinden.
Der Grund liegt selten am fehlenden Willen. Er liegt an der fehlenden Struktur für die Entscheidung selbst. Wechseln wirkt riskant. Ergänzen wirkt beliebig, solange unklar bleibt, wonach du eigentlich schaust.
Die folgende Übersicht zeigt dir vier typische Situationen und woran du sie erkennst. Ergänzen oder Wechseln sind dabei nicht die einzigen Antworten. Oft passt auch eine gezielte Neuaufsetzung einzelner Prozesse besser. Welcher Weg für dein Event der richtige ist, musst du dabei noch nicht wissen.
- Unser bestehendes System reicht nicht mehr aus.
- Wir wissen, was wir erreichen wollen, aber nicht, wie wir das technisch umsetzen.
- Unterschiedliche Datenquellen und Teilnehmergruppen sollen in einem Prozess zusammenfinden.
- Uns fehlen Zeit und Know-how für das passende Setup.
1) Unser bestehendes System reicht nicht mehr aus
Dein Hauptsystem ist vorgegeben und steht nicht zur Debatte. Oder es läuft grundsätzlich gut, deckt aber einen bestimmten Prozess wie den Check-in nicht mehr ab. Beides kommt in der Eventpraxis häufig vor. FLAVE schaut sich gemeinsam mit dir an, was bei deinem System bleiben kann und wo eine gezielte Ergänzung sinnvoll ist. Ob am Ende eine Ergänzung reicht oder mehr nötig ist, klärt sich im Gespräch, nicht vorab.
Woran du ein gesetztes System erkennst
Ist dein Hauptsystem durch eine übergeordnete Stelle vorgegeben, zum Beispiel durch einen Verband, ein internationales Format oder eine Konzernvorgabe, bleibt dir nur die Ergänzung fehlender Prozesse.
Beim ESC Village in Wien war das zentrale System durch das jeweilige Gastgeberland fest vorgegeben. Für den Crew-Check-in von rund 1.000 Personen, die Akkreditierung und das Gästemanagement hat FLAVE trotzdem 26 unterschiedliche Berechtigungsstufen auf einem Badge abgebildet und gleichzeitig den Datenabgleich mit dem bestehenden System sichergestellt.
Woran du ein verhandelbares System erkennst
Anders sieht es aus, wenn du selbst über dein System entschieden hast und es grundsätzlich frei wählbar bleibt. Auch dann kann es passieren, dass die Lösung deine tatsächlichen Abläufe nicht mehr abbildet.
Beim Kaffeesiederball gab es bereits einen Ticketshop für Kontingente, VIP-Gäste und den Verkauf. Für Check-in und weitere Vor-Ort-Prozesse fehlten aber Flexibilität und Überblick. FLAVE hat die Lösung nach einer ausführlichen Bestandsaufnahme Stück für Stück ergänzt und in den Folgejahren nach neuen Bedarfen weiterentwickelt.
Checkliste: Systembindung einschätzen
- Vorgabe prüfen: Ist dein Hauptsystem durch eine externe Stelle festgelegt, oder liegt die Wahl bei dir?
- Lücken benennen: Welche konkreten Prozesse fehlen dir aktuell, Check-in, Akkreditierung, Leadmanagement?
- Ursache klären: Fehlt dir eine einzelne Funktion, oder passt das gesamte System nicht mehr zu deinen Abläufen?
- Bindung einschätzen: Bist du bereit, dich für eine Ergänzung langfristig zu binden, oder brauchst du Flexibilität?
2) Wir wissen, was wir erreichen wollen, aber nicht, wie wir das technisch umsetzen
Du weißt, was du mit deinem Event erreichen willst, aber die technische Umsetzung ist noch offen. Vielleicht kommen auch jedes Jahr neue Anforderungen dazu. Das ist kein Grund, gleich alles neu aufzusetzen. FLAVE entwickelt gemeinsam mit dir ein Setup, das mitwachsen kann. Bewährte Module bleiben bestehen, wo es passt, und werden ergänzt, wo es nötig ist.
Bei der 1a-Installateure Vollversammlung zeigt sich das deutlich. FLAVE begleitet die Veranstaltung seit mehreren Jahren und die digitale Unterstützung entwickelt sich dabei mit dem Konzept weiter. 2023 lag der Schwerpunkt auf Teilnehmermanagement, Check-in und Live-Badge-Druck. 2024 kamen Abstimmungen und die Unterstützung der Beiratswahl dazu. Zuletzt wurde das Konzept um ein interaktives Speed-Dating-Format erweitert. Kein Jahr brachte einen Komplettwechsel, jedes Jahr eine gezielte Ergänzung.
Woran du wachsende Anforderungen erkennst
Du hast eine klare Vorstellung von deinem Ziel, aber offene Fragen zur technischen Umsetzung. Neue Anforderungen kommen regelmäßig dazu, ohne dass die bisherige Lösung an ihre Grenze stößt.
Checkliste: Wachstumstempo einschätzen
- Zielklarheit prüfen: Weißt du, was du mit deinem Event erreichen willst, auch wenn die technische Umsetzung noch offen ist?
- Wachstumstempo einschätzen: Kommen neue Anforderungen eher schrittweise über Jahre oder auf einmal?
- Bewährtes erkennen: Welche Elemente deines aktuellen Setups funktionieren gut und sollen bleiben?
- Erweiterungsfähigkeit klären: Lässt sich dein System gezielt um einzelne Module ergänzen oder stößt es an eine Grenze?
3) Unterschiedliche Datenquellen und Teilnehmergruppen sollen in einem Prozess zusammenfinden
Mehrere Systeme oder Organisationen bringen eigene Daten mit, die irgendwie zusammenfließen müssen. Für deine Gäste soll der Ablauf trotzdem einfach bleiben. FLAVE führt solche unterschiedlichen Datenquellen im Hintergrund zusammen, die Komplexität bleibt dort, wo sie hingehört, nämlich hinter den Kulissen. Wie viel FLAVE dabei übernimmt und wie viel bei deinen bestehenden Systemen bleibt, klärt sich im gemeinsamen Gespräch.
Beim Joint Congress of Pediatric Surgery zeigt sich das exemplarisch. ESPES, EUPSA und IPEG brachten unterschiedliche Teilnehmergruppen, Ticketkategorien und Anforderungen mit. Beim Check-in wollten die Veranstalter sowohl die jeweiligen Tickets berücksichtigen, als auch Membership-Status und offene Zwischenschritte. Die Self-Check-in-Station von FLAVE erkannte durch die Zusammenführung der Daten direkt, ob ein Gast selbstständig einchecken konnte oder dieser zunächst zum betreuten Schalter musste. Für die Teilnehmenden blieb das ein einfacher, zusammenhängender Ablauf. Die Regeln dahinter mussten sie weder kennen noch verstehen.
Woran du erkennst, dass deine Daten zusammenfinden müssen
Mehrere Organisationen bringen eigene Anforderungen, Kategorien oder Mitgliedschaftsmodelle mit, ohne dass es dafür bereits ein gemeinsames System gibt. Die Komplexität liegt in der Zusammenführung der Daten, nicht in der Oberfläche für die Teilnehmenden.
Checkliste: Stakeholder·innen-Komplexität einschätzen
- Stakeholder·innen zählen: Wie viele Organisationen bringen eigene Anforderungen mit, und wo überschneiden sich diese?
- Datenquellen klären: Welche Informationen wie Ticketstatus oder Mitgliedschaft müssen zusammenfließen, bevor der Check-in funktioniert?
- Nutzer·innen-Erlebnis trennen: Lässt sich die Komplexität im Hintergrund lösen, ohne dass Teilnehmende sie spüren?
- Erstveranstaltung einschätzen: Startest du ohne bestehende Systemlandschaft oder gibt es bereits Teillösungen einzelner Trägerorganisationen?
4) Uns fehlen Zeit und Know-how für das passende Setup
Nicht jede Entscheidung hängt an der Systemarchitektur oder am Wachstumstempo. Manchmal ist die eigentliche Frage viel grundsätzlicher: Hast du Zeit und technisches Know-how, um aus Plattformen, Schnittstellen und Hardware selbst ein passendes Setup zusammenzustellen?
Diese Situation wird selten offen ausgesprochen. Anbieter wie FLAVE beschreiben sie als häufiges Problem im B2B-Bereich, gerade weil die Zahl verfügbarer Lösungen weiter wächst und die Bewertung selbst zur Aufgabe wird. Wer hier an eine Grenze stößt, braucht keine neue Funktion, sondern Unterstützung bei der technischen Einordnung selbst.
Woran du fehlende interne Kapazität erkennst
Du weißt, was dein Event erreichen soll, aber die technische Umsetzung überfordert dich zeitlich oder fachlich. Die Auswahl an Tools wirkt unübersichtlich, eine fundierte Entscheidung würde mehr Zeit kosten, als du hast. Fragen zu Schnittstellen, Datenflüssen oder Hardware bleiben unbeantwortet, weil dafür schlicht das Fachwissen fehlt.
Checkliste: Kapazität einschätzen
- Zeitbudget prüfen: Hast du ausreichend Zeit, um Plattformen, Schnittstellen und Hardware selbst zu evaluieren?
- Technisches Wissen einschätzen: Traust du dir zu, Anforderungen wie Datenflüsse oder Schnittstellen selbst zu klären?
- Entscheidungsdruck einordnen: Wächst die Zahl der Optionen schneller, als du sie bewerten kannst?
- Unterstützungsbedarf benennen: Brauchst du einen Partner, der die technische Bewertung übernimmt, oder reicht dir punktuelle Beratung?
Die Entscheidung ist selten einmalig
Wechseln oder ergänzen wirkt oft wie eine Entscheidung, die einmal getroffen wird und dann feststeht. In der Praxis verändert sich der passende Weg mit dem Event selbst, manchmal sogar beim selben Kunden über mehrere Jahre.
Bei der UEG Week zeigt sich das seit 2020. Aus dem etablierten Präsenzkongress wurde kurzfristig ein virtuelles Format, das bestehende Ticket- und Anmeldesystem blieb dabei im Einsatz und wurde in die neue Lösung integriert. Ein Jahr später folgte eine bewusste Auswertung, was sich bewährt hatte, was bleiben sollte und was sich ändern musste. 2022 wurde die UEG Week hybrid, mehrere bestehende Systeme wurden zu einer durchgängigen Journey verbunden. Seitdem ist FLAVE fix gebucht, aktuell mit Self-Check-in-Stationen im großen Stil, kleineren Stationen für Workshop-Registrierungen und einer eigenen Lösung für Online-Teilnehmende.
Eventplanende kaufen eine Lösung statt Features.
ULRIKE BALOH - FLAVE
Unsere Kund·innen müssen nicht mit der technischen Lösung zu uns kommen. Sie kommen mit ihrem Event, ihren Zielen und ihren vorhandenen Strukturen. Daraus entwickeln wir gemeinsam das passende Setup. Sie kaufen keine Features, sondern eine Lösung.
Woran du erkennst, dass sich deine Entscheidung wiederholt
Gut funktionierende Systeme bleiben im Einsatz, während sich einzelne Prozesse mit neuen Anforderungen verändern. Ein jährlicher Rückblick zeigt dir, was sich bewährt hat und was nicht mehr passt, bevor Probleme sichtbar werden.
| Situation | Typisches Anzeichen | Praxisbeispiel | Was du ins Erstgespräch mitnimmst |
|---|---|---|---|
| 1) Bestehendes System reicht nicht mehr aus | Hauptsystem ist gesetzt oder läuft gut, ein Prozess wie der Check-in fehlt | ESC Village, Kaffeesiederball | Welche Systeme im Einsatz sind und was aktuell nicht funktioniert |
| 2) Ziel klar, technische Umsetzung offen | Neue Anforderungen kommen regelmäßig dazu | 1a-Installateure Vollversammlung | Deine Ziele für das Event und was sich zum Vorjahr verändert hat |
| 3) Datenquellen sollen zusammenfinden | Mehrere Organisationen, Ticketkategorien oder Mitgliedschaftsmodelle | Joint Congress of Pediatric Surgery | Welche Daten aus welchen Quellen kommen |
| 4) Zeit und Know-how fehlen | Die Toolauswahl wirkt unübersichtlich, Fragen zu Schnittstellen bleiben offen | Häufige Ausgangslage im B2B-Bereich | Dein Event und den Punkt, an dem es hakt, mehr nicht |
Häufige Fragen: Eventsoftware wechseln oder ergänzen
Muss ich mich bei einer Integration langfristig binden?
Ersetzt eine Ergänzung mein bestehendes System komplett?
Was ist der erste Schritt, wenn ich unsicher bin, ob ich wechseln oder ergänzen soll?
Kann sich die Entscheidung wechseln oder ergänzen im Lauf der Zeit ändern?
Wie kann ich jährlich prüfen, ob meine Eventsoftware noch passt?
Fazit: Du musst die Antwort nicht vorher kennen
Ob dein bestehendes System bleibt, ergänzt wird oder eine Neuaufsetzung sinnvoller ist, lässt sich selten allein am Schreibtisch klären. Die vier Situationen oben zeigen dir, wo du stehst. Die endgültige Antwort entsteht meist erst im Gespräch mit einem Anbieter, der sich deine reale Ausgangslage anschaut.
Du weißt, was bei deinem Event nicht rund läuft, aber noch nicht, welche Lösung dafür sinnvoll ist?
Dann sprich mit FLAVE. In einem Erstgespräch schaut ihr gemeinsam auf deine Ausgangssituation und was es wirklich braucht. Unverbindlich und kostenlos.
Jetzt unverbindlich sprechen