Eventsoftware wechseln oder ergänzen? Die Entscheidungshilfe für Eventmanager·innen

Digitale Tools  |  31/08/2023  | von Katrin Taepke

TL;DR: Eventsoftware wechseln oder ergänzen ist selten eine einmalige Entscheidung. Vier Kriterien schaffen Klarheit: die Systembindung, das Tempo deiner Anforderungen, die Zahl deiner Stakeholder·innen und deine interne Kapazität. Am Ende findest du eine Checkliste für deine eigene Situation.

Eventsoftware wechseln oder ergänzen: Woran die Entscheidung meistens scheitert

Viele Eventmanager·innen schieben diese Entscheidung auf. Die Zeichen häufen sich trotzdem: mehrere Tools für ähnliche Aufgaben, Exceltabellen als Notlösung, Fragen von Kolleg·innen, warum Daten nicht zusammenfinden.

Der Grund liegt selten am fehlenden Willen. Er liegt an der fehlenden Struktur für die Entscheidung selbst. Wechseln wirkt riskant. Ergänzen wirkt beliebig, solange unklar bleibt, wonach du eigentlich schaust.

  1. Die folgenden vier Kriterien geben dir diese Struktur.
  2. Ist dein System gesetzt oder verhandelbar?
  3. Wachsen deine Anforderungen schrittweise?
  4. Startest du ohne bestehende Systemlandschaft, aber mit mehreren Stakeholdern?


1) Wachsen deine Anforderungen schrittweise?

Ist dein Hauptsystem für dein Event-Management, deine Registrierung oder deinen Check-In vorgegeben und steht gar nicht zur Debatte? Dein System läuft zwar gut, deckt aber einen bestimmten Prozess nicht ab? Oder bildet deine Abläufe inzwischen einfach nicht mehr richtig ab? Das lässt sich lösen. Mit FLAVE bleibt dein bestehendes System unangetastet. Denn FLAVE ergänzt nur die Prozesse, die dir fehlen, egal ob dein System gesetzt ist oder du dich einfach nicht von einer funktionierenden Lösung trennen willst. So sparst du dir einen Komplettwechsel, den du gar nicht brauchst.

Bei der 1a-Installateure Vollversammlung zeigt sich das deutlich. FLAVE begleitet die Veranstaltung seit mehreren Jahren und die digitale Unterstützung entwickelt sich dabei mit dem Konzept weiter. 2023 lag der Schwerpunkt auf Teilnehmermanagement, Check-in und Live-Badge-Druck. 2024 kamen Abstimmungen und die Unterstützung der Beiratswahl dazu. Zuletzt wurde das Konzept um ein interaktives Speed-Dating-Format erweitert. Kein Jahr brachte einen Komplettwechsel, jedes Jahr eine gezielte Ergänzung.

2) Woran du wachsende Anforderungen erkennst

Du weißt, was du mit deinem Event erreichen willst, hast aber keine Idee, wie du das technisch umsetzen könntest? Du hast außerdem jedes Jahr neue Anforderungen? Kein Thema! Mit FLAVE gelingt dir beides. Denn FLAVE weiß, wie das Setup aussehen muss und ergänzt neue Anforderungen gezielt. So kannst du bewährte Module behalten und dein Event dennoch jedes Jahr ein Stückchen besser machen.

Checkliste: Wachstumstempo einschätzen

  • Zielklarheit prüfen: Weißt du, was du mit deinem Event erreichen willst, auch wenn die technische Umsetzung noch offen ist?
  • Wachstumstempo einschätzen: Kommen neue Anforderungen eher schrittweise über Jahre oder auf einmal?
  • Bewährtes erkennen: Welche Elemente deines aktuellen Setups funktionieren gut und sollen bleiben?
  • Erweiterungsfähigkeit klären: Lässt sich dein System gezielt um einzelne Module ergänzen oder stößt es an eine Grenze?
Mein Tipp: Plane für dich fest einen jährlichen Rückblick ein, bei dem du bewertest, was funktioniert hat, was fehlte und was sich verändert hat. Genau diese Übung zeigt dir, ob eine gezielte Ergänzung reicht oder ob mehr nötig ist.

3) Startest du ohne bestehende Systemlandschaft, aber mit mehreren Stakeholdern?

Bringst du mehrere Systeme oder Stakeholder·innen mit, deren Daten irgendwie zusammenfließen müssen, aber für deine Gäste soll trotzdem alles einfach bleiben? Dafür gibt's eine Lösung. Mit FLAVE führst du die verschiedenen Datenquellen im Hintergrund zusammen. Denn FLAVE übernimmt die Komplexität dort, wo sie hingehört, nämlich hinter den Kulissen. So bleibt der Ablauf für deine Teilnehmenden ein einziger, einfacher Touchpoint.

Beim Joint Congress of Pediatric Surgery zeigt sich das exemplarisch. ESPES, EUPSA und IPEG brachten unterschiedliche Teilnehmergruppen, Ticketkategorien und Anforderungen mit. Beim Check-in wollten die Veranstalter sowohl die jeweiligen Tickets berücksichtigen, als auch Membership-Status und offene Zwischenschritte. Die Self-Check-in-Station von FLAVE erkannte durch die Zusammenführung der Daten direkt, ob ein Gast selbstständig einchecken konnte oder dieser zunächst zum betreuten Schalter musste. Für die Teilnehmenden blieb das ein einfacher, zusammenhängender Ablauf. Die Regeln dahinter mussten sie weder kennen noch verstehen.


Woran du mehrere Stakeholder·innen ohne bestehendes System erkennst

Mehrere Organisationen bringen eigene Anforderungen, Kategorien oder Mitgliedschaftsmodelle mit, ohne dass es dafür bereits ein gemeinsames System gibt. Die Komplexität liegt in der Zusammenführung der Daten, nicht in der Oberfläche für die Teilnehmenden.

Checkliste: Stakeholder-Komplexität einschätzen

  • Stakeholder·innen zählen: Wie viele Organisationen bringen eigene Anforderungen mit, und wo überschneiden sich diese?
  • Datenquellen klären: Welche Informationen wie Ticketstatus oder Mitgliedschaft müssen zusammenfließen, bevor der Check-in funktioniert?
  • Nutzer·innen-Erlebnis trennen: Lässt sich die Komplexität im Hintergrund lösen, ohne dass Teilnehmende sie spüren?
  • Erstveranstaltung einschätzen: Startest du ohne bestehende Systemlandschaft, oder gibt es bereits Teillösungen einzelner Trägerorganisationen?
Mein Tipp: Kläre vor dem ersten gemeinsamen Event mit allen beteiligten Organisationen, welche Daten wirklich zusammenfließen müssen. Das verhindert, dass die Komplexität erst beim Check-in vor Ort sichtbar wird.

4) Reicht deine interne Kapazität für die Integration?

Nicht jede Entscheidung hängt an der Systemarchitektur oder am Wachstumstempo. Manchmal ist die eigentliche Frage viel grundsätzlicher: Hast du Zeit und technisches Know-how, um aus Plattformen, Schnittstellen und Hardware selbst ein passendes Setup zusammenzustellen?

Diese Situation wird selten offen ausgesprochen. Anbieter wie FLAVE beschreiben sie als häufiges Problem im B2B-Bereich, gerade weil die Zahl verfügbarer Lösungen weiter wächst und die Bewertung selbst zur Aufgabe wird. Wer hier an eine Grenze stößt, braucht keine neue Funktion, sondern Unterstützung bei der technischen Einordnung selbst.

Woran du fehlende interne Kapazität erkennst

Du weißt, was dein Event erreichen soll, aber die technische Umsetzung überfordert dich zeitlich oder fachlich. Die Auswahl an Tools wirkt unübersichtlich, eine fundierte Entscheidung würde mehr Zeit kosten, als du hast. Fragen zu Schnittstellen, Datenflüssen oder Hardware bleiben unbeantwortet, weil dafür schlicht das Fachwissen fehlt.

Checkliste: Kapazität einschätzen

  • Zeitbudget prüfen: Hast du ausreichend Zeit, um Plattformen, Schnittstellen und Hardware selbst zu evaluieren?
  • Technisches Wissen einschätzen: Traust du dir zu, Anforderungen wie Datenflüsse oder Schnittstellen selbst zu klären?
  • Entscheidungsdruck einordnen: Wächst die Zahl der Optionen schneller, als du sie bewerten kannst?
  • Unterstützungsbedarf benennen: Brauchst du einen Partner, der die technische Bewertung übernimmt, oder reicht dir punktuelle Beratung?
Mein Tipp: Wenn du merkst, dass die technische Bewertung mehr Zeit frisst als die inhaltliche Planung, hol dir früh fachliche Unterstützung. Das spart dir Umwege durch Testphasen mit den falschen Tools.

4) Die Entscheidung ist selten einmalig

Wechseln oder ergänzen wirkt oft wie eine Entscheidung, die einmal getroffen wird und dann feststeht. In der Praxis verändert sich der passende Weg mit dem Event selbst, manchmal sogar beim selben Kunden über mehrere Jahre.

Bei der UEG Week zeigt sich das seit 2020. Aus dem etablierten Präsenzkongress wurde kurzfristig ein virtuelles Format, das bestehende Ticket- und Anmeldesystem blieb dabei im Einsatz und wurde in die neue Lösung integriert. Ein Jahr später folgte eine bewusste Auswertung, was sich bewährt hatte, was bleiben sollte und was sich ändern musste. 2022 wurde die UEG Week hybrid, mehrere bestehende Systeme wurden zu einer durchgängigen Journey verbunden. Seitdem ist FLAVE fix gebucht, aktuell mit Self-Check-in-Stationen im großen Stil, kleineren Stationen für Workshop-Registrierungen und einer eigenen Lösung für Online-Teilnehmende.

Eventplanende kaufen eine Lösung statt Features.

ULRIKE BALOH - FLAVE

Unsere Kund·innen müssen nicht mit der technischen Lösung zu uns kommen. Sie kommen mit ihrem Event, ihren Zielen und ihren vorhandenen Strukturen. Daraus entwickeln wir  gemeinsam das passende Setup. Sie kaufen keine Features, sondern eine Lösung.

Woran du erkennst, dass sich deine Entscheidung wiederholt

Gut funktionierende Systeme bleiben im Einsatz, während sich einzelne Prozesse mit neuen Anforderungen verändern. Ein jährlicher Rückblick zeigt dir, was sich bewährt hat und was nicht mehr passt, bevor Probleme sichtbar werden.

Mein Tipp: Nimm dir jährlich bewusst Zeit für die Frage, was funktioniert hat, was bleiben soll und was sich ändern muss. Diese Übung macht Wechseln oder Ergänzen zu einer laufenden Entscheidung statt zu einer einmaligen.
KriteriumAnzeichenEher ergänzenEher wechseln
SystembindungHauptsystem ist vorgegeben oder selbst gewählt, deckt aber nicht mehr alle Prozesse abDas System bleibt im Einsatz, fehlende Prozesse werden gezielt angedocktDas System selbst verursacht die Probleme und lässt sich nicht sinnvoll erweitern
WachstumstempoAnforderungen kommen schrittweise über Jahre dazuBewährte Elemente funktionieren weiterhin, neue Module lassen sich andockenDas Grundsystem stößt strukturell an eine Grenze, jede neue Anforderung braucht Umwege
Stakeholder·innen-KomplexitätMehrere Organisationen bringen eigene Anforderungen mitEine Lösung bündelt die Datenquellen, bestehende Teilsysteme bleiben erhaltenKeine der bestehenden Teillösungen kann die Zusammenführung leisten
Interne KapazitätZeit oder Fachwissen für eine eigene technische Bewertung fehlenEin Partner übernimmt punktuell die fehlende ExpertiseDie gesamte technische Verantwortung soll dauerhaft extern liegen

Häufige Fragen: Eventsoftware wechseln oder ergänzen

Muss ich mich bei einer Integration langfristig binden?
Nein, außer es wird im Projektverlauf ausdrücklich vereinbart oder von dir selbst gewünscht. Die Entscheidungsschwelle für eine Ergänzung bleibt entsprechend niedrig, weil keine feste Laufzeit vorausgesetzt wird.
Ersetzt eine Ergänzung mein bestehendes System komplett?
Nein. Anbieter docken gezielt an bestehende Ticket-, Anmelde- oder CRM-Systeme an und übernehmen nur die Prozesse, die fehlen, zum Beispiel Check-in, Akkreditierung oder Leadmanagement. Dein bestehendes System bleibt im Einsatz.
Was ist der erste Schritt, wenn ich unsicher bin, ob ich wechseln oder ergänzen soll?
Eine gemeinsame Bestandsaufnahme mit einem Anbieter: Was ist vorhanden, was funktioniert, wo gibt es Reibung, was wird tatsächlich gebraucht. Diese Analyse sollte nicht allein bei dir liegen.
Kann sich die Entscheidung wechseln oder ergänzen im Lauf der Zeit ändern?
Ja. Selbst beim selben Event können sich Anforderungen über Jahre verändern, während gut funktionierende Systeme weiter eingebunden bleiben.
Wie kann ich jährlich prüfen, ob meine Eventsoftware noch passt?
Bewerte einmal im Jahr bewusst, was sich bewährt hat, was bleiben soll und was sich verändern muss. Diese regelmäßige Prüfung deckt Anpassungsbedarf früh auf, bevor er zum akuten Problem wird.

Fazit: Wechseln oder ergänzen lässt sich systematisch klären

Die vier Kriterien, Systembindung, Wachstumstempo, Stakeholder·innen-Komplexität und interne Kapazität, zeigen dir, wo genau deine Herausforderung liegt. Bist du dir nach der Lektüre noch unsicher, welcher Weg für dein Event der richtige ist? Genau dafür gibt es die kostenfreie Bestandsaufnahme mit FLAVE: Gemeinsam ordnet ihr ein, was bei dir bleibt, was ergänzt wird und wo sich ein Wechsel wirklich lohnt.

Du erkennst dich in einem der Kriterien wieder?

FLAVE nimmt mit dir gemeinsam eine kostenfreie Bestandsaufnahme vor und zeigt dir, ob sich Wechseln oder Ergänzen für dein Event lohnt.

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